Alanyaspor: Gratwanderung

Zwei Aufstiege in drei Jahren: Im Eiltempo hat sich Alanyaspor aus der Drittklassigkeit ins türkische Oberhaus gespielt. Die abgelaufene Saison endete auf Rang neun mit dem erfolgreichsten Abschneiden der Vereinshistorie. Und mit einer Tragödie.

Erol Bulut | Trainer Alanyaspor

Auf der Zielgeraden der Saison schlug das Schicksal zu: Ein privat angemieteter Minibus mit sieben Profis Bord verunglückte auf der Rückfahrt vom Gastspiel bei Kayserispor. Der tschechische Nationalspieler Josef Sural verstarb trotz einer Notoperation einen Tag nach dem Unfall am 29. April. Zahlreiche Clubs und bekannte türkische Persönlichkeiten kondolierten ebenso wie Tschechiens ergriffener Nationalcoach Jaroslav Silhavy: „Josef war ein bescheidener und ehrlicher Kerl.“

Zahlreiche Zugänge

Der Schock hallte nach. Alanyaspor schaffte bis zum Saisonende keinen Sieg mehr und befindet sich rund drei Monate später auf einer Gratwanderung. Auf der Startseite der Vereinshomepage prangt weiterhin Surals Bild mit dem Zusatz „Wir werden dich nie vergessen“, aber der Blick muss sich auch auf die kommende Spielzeit richten. An Stellschrauben mangelt es Trainer Erol Bulut dabei nicht. Zehn externe Zugänge plus zahlreiche Nachwuchskicker zählen zum Kader.

Um auch im vierten Jahr nach dem Aufstieg nicht mit dem Abstiegskampf in Berührung zu kommen, benötigt es viel Fleiß und Arbeit. Und vielleicht springt am Schluss wieder eine Platzierung heraus, über die sich die Fans an der türkischen Riviera diesmal ungetrübt freuen können.

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