Fagiano Okayama: Ein junger Club im Aufwind

Die Geschichte von Fagiano Okayama ist keine von jahrzehntelanger Tradition, sondern von stetigem Wachstum. Seit der Gründung im Jahr 2004 hat sich der Verein Schritt für Schritt nach oben gearbeitet – bis in Japans höchste Spielklasse.

Fagiano Okayama

In Japans Fußball-Oberhaus ist Fagiano Okayama noch ein recht neues Gesicht. 2024 gelang dem Club aus der Hafenstadt ein historischer Meilenstein: Nach über einem Jahrzehnt Zweitligazugehörigkeit, stieg das Team von Chef-Trainer Takashi Kiyama erstmals in die J1 League auf. In der Premierensaison wusste Fagiano auch gleich zu überzeugen. Rang 13 bedeutete den sicheren Klassenerhalt – in Japans Beletage gehen insgesamt 20 Mannschaften an den Start.

Anders als viele Traditionsclubs blickt Fagiano Okayama auf eine noch junge Vereinsgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 2004 arbeitete sich der Club kontinuierlich nach oben und wird auch in der Saison 2026/2027 in der höchsten Spielklasse des Landes vertreten sein. Die kommende Spielzeit bringt dabei eine grundlegende Neuerung mit sich: In der Vergangenheit fand der japanische Ligabetrieb innerhalb eines Kalenderjahres statt. Nun wird auf einen Modus umgestellt, der sich von August bis Juni erstreckt und damit dem System vieler europäischer Ligen ähnelt.

Eine europäische Note trägt auch der Name des Vereins: „Fagiano“ ist das italienische Wort für Fasan. Das Tier ziert nicht nur das Wappen des Clubs, sondern ist auch das Symbol der Präfektur Okayama. Der Fasan ist zudem eine Anspielung auf die Geschichte der Volksfigur Momotarō – eine der bekanntesten und symbolträchtigsten Erzählungen der japanischen Folklore.

Der Kern der Legende: Um seine Heimat vor Ogern zu beschützen, begibt sich Momotarō auf eine Reise. Dabei begegnet er gleich drei tierischen Begleiter: einem Hund, einem Affen und eben einem Fasan. Mit gemeinsamen Kräften kann das Quartett die Oger schließlich bezwingen.

Ein deutscher Legionär im Kader

Zwischen den vielen einheimischen Akteuren finden sich im Kader von Fagiano Okayama auch vier Legionäre – darunter der deutsche Torhüter Lennart Moser. Der 26-jährige durfte bereits Erfahrungen im DFB-Pokal sammeln: 2019 unterlag Moser mit Energie Cottbus in der ersten Runde dem FC Bayern München – jenem Gegner, den der FC Schalke 04 am zweiten Spieltag zum Bundesliga-Topspiel empfängt.

Das Testspiel gegen die Knappen ist für Fagiano Okayama nicht die erste Begegnung mit einem deutschen Team. Auch der SC Paderborn 07 und der SV Werder Bremen standen während der Vorbereitung auf die neue Saison auf dem Programm des japanischen Erstligisten.

Erfolg wächst aus starker Gemeinschaft.

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