S04 unterliegt im Spiel um die Trofeo Antonio Puerta

Der FC Schalke 04 hat am Freitag (22.3.) im Spiel um die Trofeo Antonio Puerta beim FC Sevilla eine ordentliche Leistung gezeigt. Trotzdem musste sich die Mannschaft von Chef-Trainer Huub Stevens am Ende mit 0:2 geschlagen geben. Für den spanischen Erstligisten trafen Roque Mesa (31.) und Munir El Haddadi per Foulelfmeter (71.) im Estadio Ramon Sanchez-Pizjuan.

Antonio Puerta verstarb 2007

Die Wege beider Vereine hatten sich vor rund 13 Jahren schon einmal gekreuzt. Seinerzeit setzten sich die Andalusier im Halbfinale des UEFA-Cups knapp durch. Entscheidender Torschütze in der Verlängerung des Rückspiels war Antonio Puerta, der etwas mehr als ein Jahr später im Ligaspiel gegen den FC Getafe einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitt und fünf Tage später verstarb.

Um seinem ehemaligen Mittelfeldmann zu gedenken, lädt der FC Sevilla seit 2008 einmal pro Jahr eine befreundete Mannschaft ein, um die Trofeo Antonio Puerta auszuspielen. In diesem Jahr fiel die Wahl auf den FC Schalke 04, dessen Fans seit den beiden Europapokal-Abenden im Jahr 2006 freundschaftlich mit den Anhängern der Spanier verbunden sind. Diese Freundschaft wurde auch dieses Mal gelebt. Die Fans der Gastgeber empfingen den FC Schalke 04 mit viel Applaus und zeigten sich den gesamten Tag über sehr gastfreundlich gegenüber den mehreren hundert aus Deutschland mitgereisten Anhängern der Knappen.

Spiel in der 16. Minute unterbrochen

Beide Mannschaften, die jeweils auf ihre Nationalspieler sowie einige angeschlagene und verletzte Akteure verzichten mussten, tasteten sich bei stimmungsvoller Atmosphäre erst einmal ab und gingen noch nicht das ganz große Risiko. Sevilla verbuchte in der Anfangsphase ein leichtes optisches Übergewicht, kam aber ebenso wie der S04 nicht zu zwingenden Abschlüssen.

Ergreifend wurde es in der 16. Minute, als die Partie von Schiedsrichter Mario Melero Lopez unterbrochen wurde. Der Grund: Antonio Puertas Rückennummer war die 16. Ihm zu Ehren legten einige seiner ehemaligen Mitspieler um den damaligen Kapitän Javi Navarro Blumen auf dem Spielfeld nieder. Gleiches tat der königsblaue Teammanager Gerald Asamoah, der 2006 Teil der Schalker Mannschaft war.

Teuchert vergibt, Roque Mesa trifft

Anschließend ging es weiter – und der S04 hatte nach 25 Minuten die erste gute Chance des Spiels. Nach einem Zuspiel von Mark Uth schaffte Cedric Teuchert es aber nicht, Sevillas Schlussmann Lucho aus halbrechter Position im Sechzehner zu überwinden. Vielleicht wäre in dieser Szene ein Querpass auf Sebastian Rudy die bessere Option gewesen. Der Mittelfeldmann war mitgelaufen und hätte den Ball vermutlich nur noch ins leere Tor schieben müssen.

Die Gastgeber machten es wenig später auf der anderen Seite besser, als Roque Mesa den Ball aus neun Metern halblinker Position volley ins kurze Eck schoss. Die Vorarbeit lieferte Ibrahim Amadou mit einem präzisen Pass von der rechten Seite (31.). Kurz danach verpasste Teuchert den Ausgleich. Nach einer Hereingabe von Sascha Riether rutschte der U21-Nationalspieler vor dem Tor knapp am Ball vorbei. Auch Mark Uth hatte kein Glück. Er vollendete kurz vor dem Pausenpfiff zwar erfolgreich, stand beim Zuspiel von Rudy aber deutlich im Abseits. Sevilla sorgte auch noch einmal für Gefahr. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs schoss Amadou aus elf Metern aus der Drehung knapp vorbei.

Talente aus der Knappenschmiede eingewechselt

Vier Minuten nach Wiederanpfiff war es abermals Teuchert, der das 1:1 auf dem Fuß hatte. Nach Vorarbeit des zur Pause eingewechselten Steven Skrzybski schaffte der Stürmer es aber nicht, den ebenfalls eingewechselten Keeper Javier Diaz aus kurzer Distanz zu bezwingen. Nach dieser vergebenen Möglichkeit blieben die Königsblauen weiter am Drücker und brachten auch noch einmal frische Kräfte. Huub Stevens, der bereits in der Halbzeit Michael Langer und Skrzybski gebracht hatte, wechselte einige Talente aus der U19 und U23 ein. Überdies hatte Nassim Boujellab aus dem Oberligateam der Königsblauen in der Startelf gestanden. Ebenfalls ins Spiel kam Omar Mascarell, der nach überstandenen Leistenproblemen sein Comeback feierte.

In der 71. Minute erhöhte der FC Sevilla mit seiner ersten Möglichkeit im zweiten Spielabschnitt auf 2:0. Torschütze war Munir El Haddadi, der einen Strafstoß verwandeln konnte. Zuvor war er nach einem Zweikampf mit Jonas Carls zu Boden gegangen. Elfmeter? Eine fragwürdige Entscheidung. Nach dem zweiten Gegentor versuchte Königsblau in der Endphase noch einmal alles, um zumindest einen Treffer zu erzielen. Das Engagement wurde am Ende aber nicht belohnt.

Statistik

Sevilla: Lucho (46. Diaz) – Aleix Vidal (82. Valentino), Gnagnon, Carrico (46. Pejino), Arana – Roque Mesa (70. Diego Garcia), Gonalons (82. Kike Rios), Amadou (82. Pavon), Franco Vazquez – Banega (65. Luismi), Munir (82. Ben Yedder)
Schalke: Nübel (46. Langer) – Riether (63. Liebnau), Bruma, Nastasic (63. Timotheou), Oczipka (63. Carls) – Rudy, Stambouli (63. Mascarell), Boujellab (77. Ceka), Serdar (77. Mercan) – Teuchert (63. Zahn), Uth (46. Skrzybski)
Tore: 1:0 Roque Mesa (31.), 2:0 Munir (71./Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Lopez (Spanien)
Zuschauer: 25.000

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