Domenico Tedesco über den Naldo-Abgang und potenzielle Zugänge

Seit dem Neujahrstag ist die Transferliste geöffnet. Mit Naldo hat kurz vor dem Start ins Trainingslager ein Spieler den FC Schalke 04 verlassen. Domenico Tedesco bedauert den Abgang des Brasilianers.

Domenico Tedesco

„Es war definitiv nicht unser Wunsch, dass Naldo uns verlässt. Er hat uns darum gebeten, nach Monaco wechseln zu können. Das kam für uns sehr überraschend“, berichtet Tedesco. „Aber weil Naldo viel für uns geleistet hat und ein verdienter Spieler ist, der uns nicht nur mit starken Auftritten in der vergangenen Saison, sondern auch mit seinen 13 Einsätzen in diesem Spieljahr sehr weitergeholfen hat, haben wir seinem Wunsch entsprochen.“

In der jüngeren Vergangenheit habe er viele gute Gespräche mit dem Brasilianer geführt, erklärt Tedesco. „Der Klang war stets sehr positiv. Grundsätzlich waren wir in jedem Gespräch einer Meinung. Naldo hat sich sehr mit allem, was wir machen, identifiziert“, so der Coach. „Und bei seiner Vertragsverlängerung vor einigen Monaten war sich Naldo auch der Situation bewusst. Die Entscheidung, ihn jetzt ziehen zu lassen, ist uns deshalb alles andere als leichtgefallen.“

Qualität eines Transfers wichtiger als Schnelligkeit

Aufgrund des Naldo-Abgangs will Königsblau auf der Innenverteidigerposition in der bis zum 31. Januar laufenden Transferperiode personell noch einmal nachlegen. „Dabei wird es aber keine Schnellschüsse geben“, betont Tedesco. „Denn es ist wichtiger, einen guten Transfer hinzulegen – und nicht einen schnellen. Wenn es noch zwei Wochen dauern sollte, dann ist das so.“ Namen von möglichen Kandidaten kommentiert Schalkes Chef-Trainer nicht. Gleichwohl verrät er aber, dass neben einem Innenverteidiger auch Personal für die offensive Außenbahn und das Sturmzentrum gesucht werde.

Auch in die andere Richtung könnte noch Bewegung in den Kader kommen. Abdul Rahman Baba, der noch bis zum 30. Juni 2019 vom FC Chelsea ausgeliehen ist, führt Gespräche bezüglich seiner Zukunft. Tedesco: „Wir haben ihm gegenüber offen kommuniziert, dass seine Chance auf Spielzeit bei uns sehr gering ist.“ Das gleiche gelte für Johannes Geis. Der Mittelfeldmann wird daher ab sofort mit der U23 trainieren. Auch Franco Di Santo, der aufgrund seiner Patellasehnenprobleme ein individuelles Reha-Programm absolviert und ebenso wie Baba und Geis nicht mit nach Benidorm gereist ist, werde es schwer haben, Spielzeit zu bekommen.

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