Heidel über Naldo-Wechsel: Extern schwierig, intern schwieriger

Zum Wechsel von Naldo nahm Christian Heidel nach seiner Ankunft im Trainingslager in Benidorm Stellung. Der Sportvorstand erläutert die Hintergründe des Transfers und unterstreicht, dass er viele negative Reaktionen der Anhänger verstehen könne. Von dem Wechselwunsch des Brasilianers, erstmals geäußert in der Woche vor Weihnachten, sei er völlig überrascht gewesen.

Christian Heidel

„Mein erster Impuls war ‚Nein, auf keinen Fall!‘. Denn wir hatten nullkommanull die Ambition, ihn abzugeben. Und ich habe zu Naldo gesagt, dass wir als Verein, wenn wir ihn ziehen lassen, ordentlich auf die Fresse bekommen werden. Trotzdem haben wir uns schweren Herzens dafür entschieden, dem Wunsch des Spielers zu entsprechen. Das haben wir letztlich für Naldo gemacht“, sagt der 55-Jährige.

Bei Vertragsgesprächen offen kommuniziert

„Wir wussten, dass es extern schwierig wird. Aber uns war auch bewusst, dass es intern schwieriger werden würde, wenn wir es nicht machen. Monacos Trainer Thierry Henry wird ihm gesagt haben: ‚Du spielst hier immer‘. Vor dieser Problematik standen wir“, so Heidel.

Wenn Naldo irgendwann seine aktive Laufbahn beendet, können wir die Gespräche über seine Zukunft auf Schalke gerne fortsetzen.

Christian Heidel

„Vor einigen Wochen haben wir noch den Vertrag mit Naldo bis 2020 verlängert. Bei den Gesprächen haben wir ihm gegenüber stets offen kommuniziert, dass er nicht mehr in jedem Spiel zum Einsatz kommen wird. Aber wir haben Naldo gleichzeitig auch verdeutlich, dass er weiterhin sehr wichtig für die Mannschaft ist – auf und neben dem Platz“, sagt Heidel. „Und das hat Naldo in allen Punkten auch so akzeptiert.“

Gespräche über Zeit nach der Karriere

Noch im Dezember hatten Heidel und Naldo weitere Gespräche geführt, wie die Zeit nach der aktiven Laufbahn des Innenverteidigers aussehen könnte. „Es gab beispielsweise den Gedanken, dass Naldo an der S04 Sportakademie in Kooperation mit der Universität St.Gallen studiert, um einen Abschluss zum zertifizierten Sportmanager zu erlangen. Über diese Idee hatte sich Naldo auch bereits mehr als eine Stunde lang mit meinem Vorstandskollegen Alexander Jobst ausgetauscht“, berichtet Heidel.

Der Sportvorstand betont abschließend, dass sich beide Seiten keinesfalls im Streit getrennt hätten. „Naldo ist uns sehr dankbar. Und wenn er irgendwann seine aktive Laufbahn beendet, können wir die Gespräche über seine Zukunft auf Schalke gerne fortsetzen.“

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