Trainingslager endet mit gutem Test – Zufrieden mit Aufenthalt in Benidorm

Erkenntnisse sind in einem Testspiel deutlich wichtiger als Ergebnisse – und die bekam Domenico Tedesco am Freitag (11.1.) in Benidorm beim 2:2-Unentschieden gegen den KRC Genk geliefert. „Das Thema des Trainingslagers war zu 70 Prozent offensiver Natur“, erklärt der 33-Jährige. „Das Schöne ist, dass man das, unabhängig vom Resultat gegen Genk, gesehen hat. Die Jungs haben es richtig gut gemacht.“

Insgesamt habe der Auftritt gegen den aktuellen Tabellenführer der belgischen Liga, der ebenso wie die Knappen eine hohe Intensität an den Tag gelegt hatte, Spaß gemacht. „Wir waren häufig im gegnerischen Sechzehner, sind insgesamt oft im letzten Drittel angekommen und haben uns einige Chancen erarbeitet“, analysiert Tedesco. Zwei dieser Möglichkeiten konnten Mark Uth und Alessandro Schöpf nutzen. Ein drittes Tor wäre nicht nur möglich, sondern dem Spielverlauf entsprechend auch verdient gewesen.

Überragende Bedingungen in Benidorm

Christian Heidel hat die Partie ebenso wie die gesamten neun Tage an der Costa Blanca positiv gesehen. „Das Trainerteam war mit Einstellung, Leistung und Performance der Mannschaft in den Einheiten zufrieden, auch die Stimmung sowie der Teamgeist passten“, sagt der Sportvorstand. „Die Bedingungen in Benidorm waren überragend. Wir kannten das Hotel und die Anlage bereits aus den vergangenen beiden Jahren. Dieses Mal waren die Plätze aber nochmal besser hergerichtet als im Vorjahr. Das war schon vom Feinsten“, so der Sportvorstand.

„Wir haben uns gut auf die Rückrunde vorbereiten können“, meint Benjamin Stambouli. Und auch Tedesco erklärt: „Nach der kurzen Winterpause war das alles sehr ordentlich.“ Den Feinschliff für den Auftakt des zweiten Saisonteils am Sonntag (20.1.) gegen den VfL Wolfsburg wird sich Königsblau an den kommenden Tagen in Gelsenkirchen holen. Nach dem Test gegen Genk stand am Abreisetag wie üblich lediglich eine Regenerationseinheit vor dem Rückflug nach Deutschland auf dem Programm.

Heidel: Anspannung, aber keine Belastung

Vor dem anstehenden Duell mit dem VfL Wolfsburg verspürt Heidel eine gewisse Anspannung. „Trotzdem freuen wir uns alle. Die Partie ist definitiv sehr wichtig für uns, aber ganz gewiss kein Endspiel. Wir dürfen die Anspannung nicht auf die Spitze treiben, denn sonst wird sie zur Belastung“, meint er.

Ein Wermutstropfen beim guten Test gegen Genk war die verletzungsbedingte Auswechslung von Salif Sané in der 89. Minute. „Er hat einen kleinen Stich im Oberschenkel gespürt“, berichtet Tedesco. Eine genaue Diagnose wird es in Deutschland geben. „Wir gehen aber nicht davon aus, dass er länger ausfällt“, so der Coach.

Die Partie gegen Wolfsburg ist definitiv sehr wichtig für uns, aber ganz gewiss kein Endspiel.

Christian Heidel

Auch bei Nabil Bentaleb besteht berechtigte Hoffnung, dass er gegen Wolfsburg auflaufen kann. „Seine Abreise war eher eine Vorsichtsmaßnahme“, erklärt Heidel. Und Tedesco ergänzt: „Die Therapie schlägt an. Sein Feedback war sehr gut. Wenn es nach Nabil gegangen wäre, hätte er sich am Donnerstag wieder in den Flieger gesetzt, um gegen Genk spielen zu können.“ Enger mit einer Einsatzchance gegen die Wölfe werde es bei Suat Serdar, der im zweiten Teil des Trainingslagers nicht mehr mit der Mannschaft auf dem Platz stand. „Wenn er ausfällt, dann vermutlich aber nur ein Spiel“, erklärt Heidel den jetzigen Stand beim deutschen U21-Nationalspieler.

Transfer muss zu 100 Prozent passen

Ob gegen den VfL Wolfsburg möglicherweise ein Neuzugang mitwirken wird, kann Tedesco nicht beantworten. „Ich habe schon zu Beginn des Trainingslagers gesagt, dass es bei einem möglichen Transfer nicht vorwiegend auf die Schnelligkeit der Umsetzung ankommt. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn wir schon in Benidorm einen Neuzugang hätten präsentieren können. Viel wichtiger ist mir aber, dass es zu 100 Prozent passt“, betont der Chef-Trainer.

Heidel lässt sich bei dem Thema Transfers ebenfalls nicht in die Karten schauen. „Wir halten es wie immer: Wenn es etwas zu verkünden gibt, werden wir das auch machen und uns nicht an Spekulationen beteiligen.“

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