Frisches Grün fürs erste Heimspiel

Kurz vor dem ersten Heimspiel gegen Hertha BSC am Sonntag (2.9.) wurde im Schatten der VELTINS-Arena ein neuer Rollrasen verlegt. Der Wechsel war einkalkuliert, hängt er doch mit Arbeiten an der königsblauen Heimspielstätte zusammen.

Die Arbeiten dauerten insgesamt zwei Tage. Zunächst wurde die alte Rasensode abgefräst und die darunter liegende Tragschicht bestehend aus Sand, Lava und Mutterboden für den neuen Belag vorbereitet. Am Dienstag (28.8.) wurde dann der neue Sportrasen der Sorte „poa pratensis“ verlegt und abschließend gewalzt.

„Der Tausch war einkalkuliert. Wir sind aktiv geworden, um der Mannschaft das bestmögliche Geläuf zu bieten“, erklärt Thorsten Petri, der beim FC Schalke 04 für den Bereich Greenkeeping verantwortlich ist. Zuletzt war das Arena-Grün Ende Februar ausgetauscht worden. Auch damals war der nächste Gast der Knappen die Hertha aus der Hauptstadt.

Akuter Lichtmangel als Ursache

Der Rasentausch geht auf andere Umbaumaßnahmen in der Arena zurück. Da während der Sommerpause mit der Erneuerung der Dach-Membranen begonnen wurde und zeitgleich der angrenzende Parkplatz durch Reparaturarbeiten blockiert war, musste die alte Spieloberfläche einen Monat lang ohne direktes Sonnenlicht auskommen. „Das hat der Rasen nicht gut verkraftet“, erklärt Petri, der mit kurzer Unterbrechung seit 2002 die Spielfläche der Knappen pflegt.

Die Spielfläche litt aufgrund der zeitweise extrem hohen Temperaturen und der damit verbundenen intensiven Bewässerung unter Pilzbefall. „Die sichtbaren Fruchtkörper stören uns allerdings nicht weiter. Die mähen wir einfach ab, da passiert gar nichts. Für den Rasen gefährlich sind die Pilze, die man nicht sieht.“ Petri und sein Team beugen dem mit einer ausgewogenen Pflanzenernährung und Pflanzenstärkungsmitteln vor.

Fehlendes Anwurzeln kein Problem

Am Freitag (31.8.) absolvierten die Profis bereits die erste Trainingseinheit auf dem neuen Rasen. Ein rechtzeitiges Anwachsen des Rasens ist also nicht möglich. Das sei aber auch nicht notwendig. „Das muss der Rasen aushalten“, so Petri. „Dafür legen wir auch eine 35 Millimeter messende Dicksode. Die ist schwer genug.“ Zur Einordnung: Ein Quadratmeter des neuen Rasens wiegt etwa 90 bis 100 Kilogramm. „Der Rasen liegt dann allein durch sein Eigengewicht fest genug.“

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