Nach Traumtor vor der Nordkurve: Marius Bülter über ein Ziel, zwei Treffer und die drei Punkte

Mit seinen Saisontoren fünf und sechs war Marius Bülter am Samstag (27.11.) einer der Protagonisten beim 5:2-Sieg gegen den SV Sandhausen. Beide Treffer konnten sich dabei sehen lassen. Der Angreifer nagelte zunächst nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit einen Ball unter die Latte, bevor wenig später ein Kandidat für das „Tor des Monats“ folgte. Per Hacke vollendete der 28-Jährige in der 76. Minute eine Hereingabe von Reinhold Ranftl ins lange Eck.

Marius Bülter

„Für einen Stürmer ist es immer ein schönes Gefühl, wenn man trifft“, sagt Bülter, der sich mit den Toren auch einen großen Wunsch erfüllt hat: Endlich vor der Nordkurve zu treffen. Drei seiner zuvor vier Treffer in der laufenden Spielzeit hatte er zwar in der VELTINS-Arena erzielt – allesamt aber eben auf der anderen Seite des Spielfeldes. Noch wichtiger als die persönliche Bilanz ist dem Offensivmann aber der Erfolg der Mannschaft. Bülter: „Der Sieg tat nach den vergangenen Wochen sehr gut. Wenn man die Tabelle anschaut, sieht man sofort, wie eng es in der oberen Hälfte zugeht. Deshalb war es extrem wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben.“

Selbstkritik nach ungenutzter Chance

Die Knappen hätten gegen die Kurpfälzer bereits im ersten Durchgang einen Vorsprung herausschießen können, ließen aber gleich mehrfach aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt. Auch Bülter vergab nach acht Minuten eine gute Gelegenheit. „In den ersten 20 Minuten hätten wir bereits in Führung gehen müssen, auch ich hatte eine gute Chance. Da bin ich auch selbstkritisch: Diese Situation war einfach schlecht von mir“, sagt der Doppeltorschütze.

Wenn man die Tabelle anschaut, sieht man sofort, wie eng es in der oberen Hälfte zugeht.

Marius Bülter

Nach dem Seitenwechsel lief es vor dem Kasten von SVS-Schlussmann Patrick Drewes dann besser – auch wenn der S04 zunächst einen Rückstand verdauen musste. „Wir sind nach dem 0:1 aber ruhig geblieben und haben uns nicht verunsichern lassen“, erklärt Bülter, dass der Glaube an die eigenen Qualitäten nicht schwand. „Wir haben uns in den gesamten 90 Minuten viele gute Chancen erspielt, aber erst nach der Pause haben wir sie auch genutzt.“

Simon Terodde, Bülters etatmäßiger Sturmpartner, stand nicht auf dem Platz. Der beste Zweitliga-Torschütze aller Zeiten fehlte wegen einer Muskelverletzung im Aufgebot. „Wir alle hoffen, dass Simon schnell wieder fit wird“, sagt der 28-Jährige. „Er ist ein wichtiger Spieler für unser Team – nicht nur wegen seiner Tore. Aber ich finde, wir haben es gegen Sandhausen auch ohne Simon gut gemacht und seinen Ausfall als Mannschaft gut aufgefangen.“

Lob für Marvin Pieringer

Anstelle von Terodde stürmte Marvin Pieringer an Bülters Seite. Für seinen Nebenmann findet der zweifache Torschütze lobende Worte: „Marvin hat ein gutes Spiel gemacht. Er arbeitet in jedem Training hart und hat bereits in den vergangenen Wochen, wenn er eingewechselt worden ist, stets Schwung reingebracht.“

In welcher Besetzung in der Offensive die Knappen am kommenden Spieltag im Topspiel beim FC St. Pauli auflaufen, weiß Bülter noch nicht. Fakt ist aber: „Ich freue mich riesig auf das Spiel am Millerntor. Das wird geil.“ Auch die anderen beiden Aufgaben bis zur Winterpause wecken Vorfreude bei dem Angreifer. „Das werden spannende Spiele gegen gute Mannschaften. Wir wollen gegen St. Pauli, Nürnberg und Hamburg so viele Punkte wie möglich holen. In diesen Spielen wird es sicherlich am Ende auch auf die Kleinigkeiten ankommen. Deshalb dürfen wir uns nicht allzu viele Fehler erlauben, zudem müssen wir unsere eigenen Chancen nutzen.“ Bülter ist zuversichtlich, dass das – auch mit dem Schwung aus dem Sieg gegen Sandhausen – gelingt. „Ich glaube an uns“, so der Stürmer abschließend.

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