Dejan Ljubičić: Konnten wieder beweisen, was in uns steckt

Mit seinen beiden Treffern beim 3:2-Erfolg in Paderborn war Dejan Ljubičić am Sonntag (26.04.) – wie schon in der Vorwoche gegen Preußen Münster – einer der prägenden königsblauen Akteure auf dem Feld. Nach der Partie wusste der Matchwinner die Situation gut einzuordnen.

Dejan Ljubicic jubelt mit ausgebreiteten Armen.

In einer missglückten Rettungsaktion der Gastgeber geriet der Ball kurz vor Schluss vor die Füße des 28-Jährigen, der ihn aus sieben Metern eiskalt zum 3:2 vollendete und jubelnd Richtung Gästeblock abdrehte (82.). „Der Ball kommt glücklicherweise zu mir durch und ich treffe ihn gut genug“, gab sich Ljubičić anschließend sachlich. „Dieser Sieg freut mich sehr für die Mannschaft und den gesamten Verein, jetzt können wir feiern und ab Montag konzentrieren wir uns auf Düsseldorf.“

Dabei erlebte der variable Mittelfeldspieler den denkbar ungünstigsten Start in die Partie: Nach 26 Minuten lag Königsblau mit 0:2 zurück. „Wir waren nicht richtig da ab der ersten Minute, waren nicht aktiv genug und alles lief gegen uns“, blickte Ljubičić auf die Anfangsphase zurück.

Hier herrschen so viele Emotionen im Club, auch deswegen habe ich mich für den Schritt entschieden.

Dejan Ljubičić

An der Kehrtwende war er schließlich selbst beteiligt: Eine Hereingabe von Moussa Ndiaye lenkte er mit dem rechten Fuß ins Paderborner Tor zum 1:2-Anschluss (35.). Fünf Minuten später glich Adil Aouchiche aus. „Nach der ersten halben Stunde haben wir guten Fußball gespielt und die Zweikämpfe angenommen. Da konnten wir wieder beweisen, was in uns als Mannschaft steckt.“

Viele wichtige Torbeteiligungen

Auch nach der Pause steigerten sich die Knappen und übernahmen die Spielkontrolle – mit Ljubičićs zweitem Treffer kurz vor dem Ende als verdientem Lohn. Wie wichtig der Offensivspieler im königsblauen Spiel ist, konnte er zuvor schon beweisen: Beim 4:1-Heimerfolg über Preußen Münster bereitete Ljubičić zwei Treffer vor, im Spitzenspiel bei der SV Elversberg wiederum eine Woche davor legte er Moussa Sylla das 2:1-Siegtor auf. Und mit seinem Gewaltschuss unter die Latte sicherte der Österreicher dem S04 Ende Februar bei der SpVgg Greuther Fürth (1:1) einen Punkt.

In kurzer Zeit ist der 28-Jährige damit zum prägenden Faktor geworden – im Januar kehrte der einstiger Kölner Ljubičić von Dinamo Zagreb zurück nach Deutschland ins Bundesliga-Unterhaus. „Hier herrschen so viele Emotionen im Club, auch deswegen habe ich mich für den Schritt entschieden“, erklärte er. Nun, bei noch drei offenen Partien, haben alle gemeinsam „einen großen Step nach vorne“ gemacht, wenngleich der Fokus auf Düsseldorf am Samstag (2.5.) liegt: „Das ist ein Topspiel am Abend im eigenen Stadion, darauf freuen wir uns sehr. Und wie ich die Jungs kennengelernt habe, wird es nur um das Spiel gehen – und was danach passiert, wird man dann sehen.“

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