Dominick Drexler über Automatismen, Erwartungshaltung und Konkurrenzkampf

Zwei intensive Trainingswochen liegen hinter Dominick Drexler und seinen Mitspielern. Der Rechtsfuß berichtet, dass ihm die Einheiten gutgetan haben. „Ich fühle mich gut, habe keine Beschwerden mehr“, sagt der Mittelfeldmann, der vor dem abgelaufenen Spiel gegen den SV Darmstadt 98, in dem er 90 Minuten am Ball war, wegen einer tiefen Fleischwunde, erlitten beim 1:0-Erfolg in Hannover, zwei Wochen pausieren musste.

Dominick Drexler

Die FIFA-Abstellungsperiode habe die Mannschaft genutzt, um weiter an den Automatismen zu feilen, berichtet Drexler. „Wir verfügen über eine hohe individuelle Qualität im Kader“, sagt er und fügt hinzu, dass sich das Team nach dem großen Umbruch im Sommer mit 30 Abgängen und 16 Zugängen immer besser finde. Deshalb ist der gebürtige Bonner beim Blick auf die aktuelle Tabelle überzeugt: „Wir werden noch besser. Und die anderen müssen erst einmal so gut bleiben, um weiterhin oben zu stehen.“

Als Team Woche für Woche weiterentwickeln

Drexler erklärt, dass Mannschaften wie beispielsweise der 1. FC Nürnberg, der FC St. Pauli oder Jahn Regensburg über eingespielte Mannschaften verfügen. „Die Trainer konnten ihre Spielidee entwickeln, die Automatismen greifen jetzt im zweiten Jahr sehr gut. Bei uns und auch bei unserem kommenden Gegner Werder Bremen gab es hingegen einen großen personellen Umbruch“, so der Mittelfeldmann. „Unser Ziel ist es, dass auch wir uns Woche für Woche weiterentwickeln, dass die Automatismen auf dem Platz immer besser greifen. Dafür arbeiten wir gemeinsam in jedem Training hart.“

Es hat noch keine Mannschaft alle 34 Saisonspiele dominiert.

Dominick Drexler

Dass die Knappen im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 zuletzt den Sprung auf Rang drei verpasst haben, ärgert Drexler. Der mittlerweile 31-Jährige weiß aus eigener Erfahrung aber auch, dass einem in der Zweiten Liga nichts geschenkt wird. „Klar, wir können jedes Spiel gewinnen. Aber es hat noch keine Mannschaft alle 34 Saisonspiele dominiert“, meint die Offensivkraft, die mit der Erwartungshaltung gut umgehen kann. Drexler: „Wir verspüren immer Druck. Bei uns herrscht immer die nötige Anspannung, das war auch in den vergangenen Spielen so. Wichtig ist, dass man als Team aus einer Phase, in der es vielleicht mal nicht so gut läuft, wieder herauskommt – und zwar gemeinsam. Wir allein sind dafür verantwortlich, den Schalter umzulegen.“

Wiedersehen mit Anfang und Ducksch

Nach seinem Geschmack soll eben jener Schalter am Samstag (20.11.) im Weserstadion umgelegt werden. Zwei der Protagonisten auf Seiten von Werder Bremen kennt Drexler bestens: Unter Coach Markus Anfang lief er in Kiel und anschließend in Köln auf, Stürmer Marvin Ducksch war bei erstgenannter Station sein Mitspieler. „Marvin kann in jedem Spiel den Unterschied ausmachen“, sagt Drexler. „Aber solche Jungs haben wir auch im Kader.“

Ob er in der Hansestadt zur Startelf zählen wird, weiß Drexler noch nicht. „Natürlich hoffe ich, dass ich spiele. Jeder Einzelne im Kader möchte zum Einsatz kommen. Wer das nicht will, ist fehl am Platz“, betont er. Dass dem Coach auf seiner Position gleich mehrere Akteure zur Verfügung stehen, bewertet der Rechtsfuß als positiv, denn „Konkurrenz führt dazu, dass wir alle noch besser werden“.

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