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Keine Tore zum Rückrundenstart: S04 holt Punkt bei Hertha BSC
Hohe Intensität, keine Tore: Vom Rückrundenauftakt beim Topspiel am Samstagabend (17.1.) bei Hertha BSC nimmt Königsblau einen Punkt zurück mit nach Gelsenkirchen. Die Partie im Olympiastadion endete 0:0. Das Chancenplus der Hausherren machte Torhüter Loris Karius zunichte.
Drei neue in der Startformation
Den Pflichtspielstart ins neue Jahr gestaltete Chef-Trainer Miron Muslic mit drei Startelf-Veränderungen gegenüber dem Hinrunden-Abschluss bei Eintracht Braunschweig (1:2) Mitte Dezember. Für Mertcan Ayhan rückte Timo Becker in die Dreier-Abwehrkette, Mika Wallentowitz ersetzte auf der rechten Seite Finn Porath. Außerdem startete Amin Younes in der Offensive für Christian Gomis. Auf der Auswechselbank feierte außerdem der 18-jährige Australier Dylan Leonard, der mit Jahreswechsel die Spielberechtigung erhielt, sein Kaderdebüt, und nach über zehnmonatiger Verletzungspause kehrte Zaid Tchibara als Wechseloption zurück.
Starke Defensivreihen lassen sich nicht locken
Über 20.000 Fans folgten den Königsblauen auch in dieser Saison zum Auswärtsspiel in die Hauptstadt, organisierten Support gab es mit Anpfiff allerdings nicht. Vor dem Spiel hatte es einen Polizeieinsatz im Heimbereich gegeben. Auf dem Feld war hingegen sofort Betrieb, eine erste Hereingabe von Vitalie Becker konnte Berlins Marten Winkler aber am Fünfmeterraum klären (3.). Dann übernahmen zunächst die Hausherren das Kommando: Eine Ecke von Paul Seguin faustete Loris Karius aus dem Strafraum (5.), kurz darauf parierte Schalkes Torhüter gegen Marten Winkler, der nach Balleroberung die Kugel auf der linken Seite bekam und im Strafraum auftauchte (7.). Nur 60 Sekunden später flog ein Drehschuss von Michael Cuisance im Sechszehner nur knapp über das lange Eck hinweg (8.).
Nach den ersten Minuten kämpften sich auch die Knappen in die Partie, behaupteten mehr Ballbesitz und suchten den Weg nach vorne. Ein Kopfball von Nikola Katic verfehlte das Tor aber deutlich (11.) – ebenso wie eine Freistoßflanke von Amin Younes auf den zweiten Pfosten (19.). Im weiteren Verlauf ließen beide Mannschaften dann erkennen, dass hier die beiden besten Defensivreihen der Liga aufeinandertreffen – viel Taktik, wenig Durchschlagskraft in den Strafraum. Eine Flanke von Deyovaisio Zeefuik setzte Luca Schuler weit daneben (24.), die Hereingabe von Marten Winkler klärte die Schalker Dreier-Abwehrkette souverän (30.).
Weil sich anschließend Herthas Maurice Krattenmacher eine Oberschenkelverletzung zuzog, musste die Partie für einige Momente unterbrochen werden. Für ihn kam Jeremy Dudziak in die Partie (35.), kurz zuvor sah Berlins Luca Schuler nach hartem Einsteigen gegen Nikola Katic in der Luft die Gelbe Karte (34.). Dann zeigten sich die Knappen wieder offensiv, doch Vitalie Beckers Querpass in den Strafraum wurde geklärt – zu Mika Wallentowitz, der aber nicht genügend Druck hinter den Ball brachte (36.). Auf der anderen Seite versuchte es noch einmal Marten Winkler, der in den S04-Strafraum durchgestartet war, aber erneut an Loris Karius scheiterte (39.). Kennet Eichhorn bremste Vitalie Becker im Konter und sah Gelb (45.+1), gegen Michael Cuisance griff die einstudierte Schalker Abseitsfalle. Mehr brachte die erste Halbzeit inklusive dreiminütiger Nachspielzeit nicht ein.
Druck der Gastgeber ohne Ertrag
Nach der Pause wechselte Chef-Trainer Miron Muslic auf der rechten Seite Adrian Gantenbein ein, für ihn blieb Mika Wallentowitz auf der Bank. Und nach zwei ersten Freistößen der Gäste in den Hertha-Strafraum wurden die Hausherren wieder griffiger. Luca Schuler startete nach Steilpass durch und Loris Karius schlug den Ball vor dem Strafraum weg – allerdings wäre es ohnehin Abseits gewesen (51.). Auch die Knappen probierten es mit einem Konter, doch Deyovaisio Zeefuik stoppte Vitalie Becker auf der linken Schiene (52.).
Nach gut einer Stunde erhöhte Berlin nochmals den Druck. Eine Flanke in den Strafraum köpfte Luca Schuler aufs Tor, doch Loris Karius griff sicher zu (59.). Auch eine Minute hatte er den Ball gegen den BSC-Stürmer im Nachfassen sicher (60.). Kurz darauf tauchte Michael Cuisance an der rechten Strafraumseite auf und prüfte den S04-Schlussmann, der mit einer Fußabwehr den Flachschuss parierte (62.).
Miron Muslic reagierte und wechselte mit Christian Gomis für Amin Younes eine frische Offensivkraft ein (62.). Den nächsten Abschluss hatten aber wieder die Hausherren durch Luca Schuler, der frei zulaufend aufs Tor von Hasan Kuruçay, Ron Schallenberg und Nikola Katic bearbeitet wurde, bis Loris Karius die Kugel sicher in den Händen hatte (63.). Einen erneuten Gegenangriff über Vitalie Becker stoppte erneut Deyovaisio Zeefuik (66.), ehe Luca Schuler fast im Gegenangriff frei durch bloß den rechten Außenpfosten traf (67.).
Auch in der Schlussviertelstunde blieb es umkämpft: Nachdem Linus Gechter und Hasan Kuruçay vor einem Schalker Eckball wegen eines Gerangels die Gelbe Karten sahen (72.), probierte sich Jeremy Dudziak aus 20 Metern zentral am Abschluss, doch Loris Karius faustete die Kugel zur Seite (75.). Anschließend wechselte die Hertha doppelt mit Fabian Reese und Dawid Kownacki für Marten Winkler und Luca Schuler, bei Königsblau ersetzte Mertcan Ayhan fortan Timo Becker in der Abwehrkette (75.).
Erneut war es S04-Torhüter Loris Karius, der sich danach spektakulär auszeichnen konnte: Erst klärte er den Ball trotz zurückgerückter Kette vor dem Strafraum vor Michael Cuisance (77.), dann schnappte er sich weit vorne im Strafraum eine Konterflanke von Dawid Kownacki auf Fabian Reese (79.). Nach 83 Minuten musste der zur Pause eingewechselte Adrian Gantenbein mit Beschwerden wieder vom Feld, für die Restphase der Partie kam Finn Porath (83.).
In den Schlussminuten drückten die Gastgeber spürbar auf den entscheidenden Treffer, doch die königsblaue Defensive ließ sich weiterhin nicht locken. Deyovaisio Zeefuik probierte es aus der Distanz nach einem Eckball, doch erneut war Loris Karius sicher zur Stelle (86.). Im Zweikampf sahen Michael Cuisance und Soufiane El-Faouzi wegen eines Wortgefechts nach Foulspiel des Schalkers noch die Gelbe Karte (88.). In der vierminütigen Nachspielzeit scheiterte Linus Gechter noch einmal nach einem Freistoß per Kopf an Loris Karius, danach pfiff Schiedsrichter Wolfgang Haslberger ab.
Heimspiel gegen die Roten Teufel
Weiter geht’s für die königsblauen Knappen am kommenden Sonntag (25.1.) um 13.30 Uhr mit dem ersten Heimspiel des neuen Jahres. In der VELTINS-Arena ist dann der 1. FC Kaiserslautern zu Gast, der am morgigen Sonntag sein Jahr mit dem Heimspiel gegen Hannover 96 eröffnet. Die Roten Teufel sind aktuell Siebter, im Hinspiel unterlag der S04 knapp mit 0:1.