FC Erzgebirge Aue: Neuer Trainer, neuer Spielstil

Nach Rang zwölf in der Vorsaison strebt der FC Erzgebirge Aue in der laufenden Spielzeit eine ähnliche Platzierung an. Dieses Vorhaben wird mit einem neuen Trainer und einem neuen Spielstil in Angriff genommen. Der neue Mann an der Seitenlinie heißt Aliaksei Shpileuski. Der Nachfolger von Dirk Schuster war zuletzt für den kasachischen Club FK Qairat Almaty tätig, den er nach 16 Jahren erstmals wieder zur Meisterschaft führte.

Aliaksei Shpileuski

Der erst 33 Jahre alte Weißrusse hat den Veilchen in der Vorbereitung einen neuen Spielstil verpasst. Shpileuski will intensiven Fußball, aggressives Pressing und ein gutes Umschaltspiel seiner Mannschaft sehen. „Meine Spieler sollen mutig und mit Vorfreude an die Sache herangehen und vor nichts Angst haben“, erklärte der Fußballlehrer kurz vor dem Auftakt in die neue Spielzeit.

Meine Spieler sollen vor nichts Angst haben.

Aliaksei Shpileuski

Der Start in die Zweitliga-Saison verlief jedoch unspektakulär. Auf ein 0:0 im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg folgte ein weiteres torloses Remis gegen den FC St. Pauli. Diese Resultate werden positiv bewertet. „Wir haben zwei Punkte gegen Nürnberg und Sankt Pauli – zwei gute Gegner – geholt“, resümierte Stürmer Ben Zolinski zuletzt. Ebenfalls positiv: Die Null stand in beiden Begegnungen. Das gab es beim Saisonstart im Erzgebirge zuletzt vor zehn Jahren. Gegentreffer kassierte Martin Männel, das Auer Urgestein zwischen den Pfosten, allerdings in der 1. Runde des DFB-Pokals. In einem Zweitliga-Duell auf Augenhöhe beim Aufsteiger FC Ingolstadt mussten sich die Lila-Weißen zuletzt knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Neue Angriffsreihe im Erzgebirge

Veränderungen hat es im Erzgebirge nicht nur auf der Trainerbank gegeben. Auch der Kader hat auf einigen Positionen einen neuen Anstrich bekommen. Die beiden Torjäger Florian Krüger (elf Tore/Arminia Bielefeld) und Pascal Testroet (zwölf Tore/SV Sandhausen) tragen nicht mehr das FCE-Trikot. Auch die Defensivakteure Steve Breitkreutz (Jahn Regensburg), Calogero Rizzuto (Hansa Rostock) und Louis Samson (Hallescher FC), der von Oktober 2018 bis Januar 2019 für die U23 der Königsblauen am Ball gewesen ist, haben den Verein verlassen.

Die neuen Hoffnungen im Angriff ruhen auf Bayern-Leihgabe Nicolas Kühn sowie den beiden Neuzugängen Babacar Gueye (Karlsruher SC) und Omar Sijaric (Türkgücü München). Zudem versprechen sich die Verantwortlichen auch viel von Sam Schreck. Der offensive Mittelfeldmann, der in der Jugend des FC St. Pauli und bei Bayer Leverkusen ausgebildet worden ist, spielte zuletzt für den FC Groningen in der niederländischen Eredivisie. „Wir haben sehr talentierte Spieler dazubekommen und müssen die Verantwortung auf verschiedene Schultern verteilen“, so Shpileuski, der beim Gastspiel auf Schalke in seiner dritten Liga-Partie als FCE-Coach den ersten Treffer seiner Mannschaft bejubeln möchte.

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