Rouven Schröder über die Vorbereitung in Gelsenkirchen, Corona und Personal

Die Königsblauen befinden sich seit Sonntag (2.1.) in der Vorbereitung auf die Rückrunde. Statt in Belek werden in Gelsenkirchen die Grundlagen für den zweiten Saisonteil gelegt. Dass das Trainingslager in der Türkei aufgrund der aktuellen Coronalage abgesagt werden musste, bedauert Sportdirektor Rouven Schröder, sieht dies aber nicht als Nachteil für die kommenden Monate.

Rouven Schröder

„Die Absage war keine Entscheidung, die über Nacht getroffen wurde“, sagt der 46-Jährige und berichtet, dass es viele Telefonate mit Peter Knäbel und Mannschaftsarzt Dr. Patrick Ingelfinger gegeben habe, in denen verschiedene Optionen ausgelotet wurden. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der sich damit verschärfenden Gesamtsituation habe man sich gemeinsam mit dem Trainerteam dazu entschieden, die Reise nicht anzutreten und stattdessen auf dem Berger Feld die Grundlagen für den zweiten Saisonteil zu legen. „Das Wichtigste ist, dass wir uns gut vorbereiten und dass möglichst alle Spieler zum Auftakt gegen Kiel fit sind“, sagt Schröder. „Der Verein, der die meisten gesunden Spieler aufs Feld bringt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein“, ergänzt der Schalker Sportdirektor, der ein Sonderlob an Dr. Ingelfinger verteilt, der „Tag und Nacht“ gearbeitet und Informationen eingeholt habe, damit gemeinsam die bestmögliche Entscheidung für Mannschaft und Verein getroffen werden konnte.

Um das Risiko einer Infektion zu vermeiden, haben die Knappen die Vorsichtsmaßnahmen noch einmal erhöht. Dem Team stehen mehrere Kabinen zur Verfügung, gemeinsame Essen und größere Gruppenmeetings finden aktuell nicht statt, berichtet Schröder.

Mannschaft ein „eingeschworener Haufen“

Dass sich die Spieler im gewohnten Umfeld auf die verbleibenden 16 Saisonspiele vorbereiten, habe der Stimmung innerhalb der Mannschaft keinen Abbruch getan, sagt Schröder. Der Sportdirektor betont, dass das Team ohnehin ein „eingeschworener Haufen“ sei. „Das ist sehr viel wert“, sagt Schröder, der sich darüber freut, dass auch die Spieler, die in der ersten Halbserie nicht zum Stammpersonal gehörten, durch ihre Trainingsleistungen den Konkurrenzkampf erhöhen.

Wenn wir das Gefühl haben, dass dies genau der richtige Spieler für die richtige Position ist, schlagen wir auch zu.

Rouven Schröder

Schröder erklärt, dass er sich zusammen mit den weiteren sportlichen Verantwortlichen viele Gedanken über das aktuelle Personal gemacht habe. „Über allem steht der Mannschaftserfolg“, sagt der ehemalige Bundesliga-Profi, daher gelte es sich gut zu überlegen, wer zur Mannschaft hinzugefügt werde. „Wir werden alles ausloten. Wenn wir das Gefühl haben, dass dies genau der richtige Spieler für die richtige Position ist, schlagen wir auch zu“, sagt Schröder und betont zugleich, dass man sich dabei nicht unter Druck setzen lassen werde.

Latza und Drexler arbeiten am Comeback

Neben potenziellen Zugängen könnte auch auf der Abgangsseite etwas passieren. „Wenn noch mal etwas von außen kommt, kann es sein, dass der eine oder andere sagt, dass er seine Chance woanders suchen möchte“, sagt Schröder, der mit dem Blick auf das vorhandene Spielermaterial optimistisch in die zweite Saisonhälfte blickt. „Wenn alle fit sind, haben wir einen richtig konkurrenzfähigen Kader.“

Daran, wieder fit zu werden, arbeiten Danny Latza und Dominick Drexler, die von Verletzungen zum Ende der Hinrunde ausgebremst wurden, mit Hochdruck. „Danny und Dominick haben sehr intensiv trainiert, mit richtig vielen Abläufen, Sprintwechseln und dynamischen Läufen“, berichtet Schröder. „Man merkt, dass die Jungs zurückwollen.“

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