Suche
Login
Bitte melde Dich mit deinen bestehenden Nutzerdaten an.
Miron Muslic: Beide Tore waren einstudiert und kein Zufall
Nach dem 2:1-Sieg am Sonntag (15.2.) in Kiel äußerte sich Miron Muslic auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Holstein-Coach Marcel Rapp zu den spannenden 90 Minuten. In der Mixed Zone kam zudem Torhüter Loris Karius zu Wort. schalke04.de hat die Aussagen des Trios notiert.
Miron Muslic:
Die erste Hälfte war mit das Beste, was wir in den vergangenen Wochen und Monaten gespielt haben. Wir hatten eine gute Struktur mit und gegen den Ball, gepaart mit Intensität und Torgefahr im letzten Drittel. Es ging darum, eine gute Balance zu finden zwischen unserer defensiven Struktur und der Power, die wir in unserem neuen System nach vorne entfachen können. Das ist uns sehr gut gelungen. Deshalb lagen wir zur Pause gegen eine Kieler Mannschaft, die unglaublich viel Qualität hat, auch verdient mit 2:0 in Führung. Beide Tore nach Ecken waren einstudiert und kein Zufall. Hasan Kuruçay hat mir unter der Woche im Training noch berichtet, dass sein Gefühl ihm sagt, dass er ein Tor erzielen wird – er hat geliefert.
Dass es nach dem Elfmeter in unserer ausgeglichenen Liga nochmal richtig spannend wurde, ist völlig normal. Ein Anschlusstreffer entfacht immer etwas beim Gegner. Kiel hat alles versucht, um das Spiel zu drehen. Wir haben aber gemeinsam alles wegverteidigt. Das war wichtig für uns alle. Den Weg, den wir gemeinsam eingeschlagen haben, werden wir konsequent weitergehen – mit allen Ups and Downs. Die Jungs haben gezeigt, dass wir als Team intakt sind und mit dem Druck, der im Fußball immer dazugehört, sehr gut umgehen können. Ich habe ein Urvertrauen in diese Mannschaft. Jetzt gilt es, gut zu regenerieren, damit wir am kommenden Samstagabend gegen Magdeburg erneut angreifen können.
Marcel Rapp:
Die erste Halbzeit war sehr umkämpft. Schalke hat sehr körperlich agiert, viel vertikal nach vorne gespielt. In den Zweikämpfen hatten wir teilweise Probleme, dagegenzuhalten. Dennoch hatten wir zwei gute Chancen, dazu ist ein Treffer nicht gegeben worden. Nach der Pause war es ein gutes Spiel von uns. Wir haben die Körperlichkeit angenommen, waren insgesamt überlegen und hatten genug Chancen, um den Ausgleich zu erzielen. Am Ende gehen wir als Verlierer vom Feld, weil wir bei den Standards nicht gut verteidigt haben.
Wenn man auf die Tabelle schaut, kann man sich sicherlich Sorgen machen. Aber es bringt nichts, sich Sorgen zu machen – es geht darum, Leistung zu bringen. Das Spiel heute war deutlich besser als die letzten Spiele. Letztlich hat uns ein bisschen das Quäntchen Glück gefehlt. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir gegen eine gute Schalker Mannschaft gespielt haben. Ich kann den Jungs heute keinen Vorwurf machen.
Loris Karius:
Es war insgesamt stark von uns, dass wir das Spiel unter diesen schwierigen Umständen in der zweiten Halbzeit über die Zeit gebracht haben. Wenn man das 1:2 kassiert, hast du natürlich im Kopf, dass wir in der Vorwoche noch eine Führung aus der Hand gegeben haben. Deshalb war es umso wichtiger, dass wir es heute geschafft haben, das Ergebnis zu halten. Auf die erste Halbzeit können wir auf jeden Fall aufbauen. Auch im zweiten Durchgang hatten wir gute Momente, aber nach einem relativ frühen Anschlusstreffer ist es klar, dass die Heimmannschaft noch einmal Druck macht. Das haben wir gut gemeistert.
Wir haben viele Torchancen herausgespielt, den Gegner mit unserem Pressing vor große Probleme gestellt. Dazu kam vorne noch mehr Kreativität. Es ist toll zu sehen, wie gut sich die Neuzugänge einbringen. Sie wurden von Beginn an hervorragend von der Mannschaft aufgenommen und haben sich schnell integriert. Wir sind eine Mannschaft, die es neuen Spielern leicht macht. Die Jungs bringen enorme Qualität mit – und dass sie diese von Anfang an abrufen können, hilft uns natürlich enorm.