Timo Becker: In der Mannschaft steckt ein großes Herz

Besondere Rolle: Als Kapitän führte Timo Becker die Königsblauen beim 2:1-Erfolg bei der SV Elversberg am Sonntag (12.04.) aufs Feld – und wie schon beim vorherigen Auswärtsspiel in Darmstadt hatte der 29-Jährige entscheidenden Anteil am Spielausgang.

Timo Becker geht in den Zweikampf gegen Elversbergs Günther.

Mit einem gefühlvoll hereingehobenen Ball an den Fünfmeterraum legte Becker das 1:1 durch Soufiane El-Faouzi auf, der sehenswert per Fallrückzieher in den langen Winkel vollendete. Es war der Lohn für eine spürbare Leistungssteigerung nach dem frühen Nackenschlag mit dem 0:1 nach nur vier Minuten. „Nach dem Gegentor haben wir nicht den Kopf in den Sand gesteckt und uns vor der Pause beeindruckend zurückgemeldet“, resümierte der Abwehrspieler.

Bereits im Vorfeld der Partie hatte Becker in seiner Rolle als Stellvertreter des gesperrten Kapitäns Kenan Karaman klare Worte an die Mitspieler gerichtet: „Ich habe den Jungs gesagt, dass Mentalität dieses Spiel gewinnen wird.“ Und jene Mentalität bewiesen die Knappen nicht bloß nach dem Rückstand, sondern erst recht nach dem unberechtigten Platzverweis durch die Gelb-Rote Karte für Moussa Ndiaye nach 51 Minuten. Schiedsrichter Michael Bacher wertete ein Foul von Lukas Petkov am Schalker als Vergehen am Elversberger und schickte Ndiaye vom Feld. „Solche Situationen muss man hinnehmen und weitermachen – das haben wir getan und uns belohnt.“

Siege sind immer unfassbar wichtig, aber jetzt zählt einzig das nächste Spiel gegen Münster.

Timo Becker

Fünf Minuten nach dem Platzverweis erzielte Moussa Sylla das 2:1 für den S04, das dank einer „absoluten Energieleistung“ bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. „Mit dieser Einstellung müssen wir uns keine Sorgen machen“, erklärte Becker, „denn wir fangen Verluste und Ausfälle als Mannschaft immer wieder auf.“ Insgesamt findet Schalkes Nummer 5 nur positive Worte für seine Mitspieler: „In dieser Mannschaft steckt ein großes Herz und ich bin total stolz auf den Prozess, den wir als Verein durchlaufen.“

Mit noch fünf verbliebenen Spieltagen steuert die Saison auf die Zielgeraden zu, Becker und Co. bleiben ihrem Credo der vergangenen Wochen und Monate aber weiterhin treu: „Siege sind immer unfassbar wichtig, aber jetzt zählt einzig das nächste Spiel gegen Münster.“ Die Aufgabe gegen das aktuelle Schlusslicht gelte es nicht zu unterschätzen, denn Becker weiß: „Im Tabellenkeller ist noch nichts entschieden, deshalb werden wir auch beim nächsten Mal wieder 100 Prozent brauchen, um das Duell für uns zu entscheiden.“

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