Youri Mulder: Wichtig, was man aus solchen Phasen lernt

Ein wenig angespannt war Youri Mulder am Sonntagnachmittag (15.2.) schon – zumindest am Ende. Denn beim 2:1-Erfolg bei Holstein Kiel machten es die Königsblauen im zweiten Durchgang spannend, ehe der erste Sieg im neuen Jahr in trockenen Tüchern war.

Youri Mulder

„Wir haben gut gespielt, aber verpasst, das 3:0 zu machen“, erklärte Schalkes Direktor Profifußball nach Abpfiff. „Wenn man dann ein Gegentor kriegt, bringt das noch einmal Spannung in die Partie.“ Erinnerungen kamen hoch an die Vorwoche, als der S04 gegen Dynamo Dresden nach 2:0-Führung kurz vor Schluss das 2:2 kassierte. Dieses Mal aber stand am Ende der dreifache Punktgewinn.

Damit endete für die Knappen auch eine Durststrecke von zuletzt fünf sieglosen Partien. Eine Phase, die zumindest Mulder kein großes Kopfzerbrechen bereitete: „Ich denke nicht so viel an Serien, sondern bloß daran, dass am Ende auch etwas Gutes dabei rumkommt, wenn man jeden Tag konzentriert arbeitet.“ Fußball, das weiß auch der 56-Jährige, ist zwar in erster Linie Ergebnissport, doch: „Es geht auch um die Frage, wie man es dorthin schafft. Und das hat mir sehr gut gefallen in den vergangenen Wochen.“

Statt in Unruhe zu verfallen, haben die Jungs jede Woche konzentriert gearbeitet und Dinge stetig besser umgesetzt.

Youri Mulder, Direktor Profifußball

Der Niederländer hebt hervor, dass eine Sache in dieser Hinsicht sehr hilfreich war: Ruhe zu bewahren. „Fehler zu machen ist nicht schlimm. Es kommt darauf an, was man aus solchen Phasen lernt und für die Zukunft mitnimmt.“ Gemeinsam mit Spielern und Staff wurde regelmäßig analysiert und aufgearbeitet. „Statt in Unruhe zu verfallen, haben die Jungs jede Woche konzentriert gearbeitet und Dinge stetig besser umgesetzt.“ Auch das Zusammenspiel mit den Winterzugängen funktioniere immer flüssiger. „Hier mussten sich die Jungs auch erst aneinander gewöhnen und die Abläufe einarbeiten.“

Einer, der spürbar Einfluss auf die Spielentwicklung auf dem Rasen hat, ist Edin Džeko. Der bosnische Stürmer hilft der Mannschaft mit seiner Qualität und Erfahrung. „Er passt super in unsere Teamhierarchie“, sagt Mulder über den 39-Jährigen. „Den jungen Spielern gibt er hier und da mal Tipps, im Spiel entlastet er das Team mit seinen fußballerischen Fähigkeiten.“ Dabei tritt der Angreifer absolut bodenständig auf. „Bei ihm ist nichts von oben herab, man merkt ihm die pure Freude am Fußball in jeder Situation an.“

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