Verdiente Niederlage gegen starke Paderborner

Am 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA waren die Basketballer des FC Schalke 04 am Freitagabend (10.01.) bei den Uni Baskets Paderborn zu Gast. Nach einem guten Start der Königsblauen unterlagen sie am Ende aber verdient mit 81:94.

Dabei begann die Partie so vielversprechend aus Sicht der Knappen. Courtney Belger eröffnete das Duell mit den ersten Punkten für die Königsblauen. Wenig später erhöhte der gut aufgelegt Adam Touray mit einem krachenden Dunking auf 6:1. Die ersten Punkte aus dem Feld ließ die Defense der Schalker sogar erst nach dreieinhalb Minuten zu. Danach kam Paderborn aber besser ins Spiel und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Nach fünf gespielten Minuten stand es 10:10. Shavar Newkirk erzielte per Dreier noch die 13:10-Führung, doch zwei Minuten vor Ende des 1. Viertels lagen die Königsblauen das erste Mal mit 14:17 zurück. Durch vier Dreier in Folge konnten sich die Uni Baskets auf 28:18 absetzen und so ging es mit einem zweistelligen Rückstand aus Sicht der Schalker in die Viertelpause.

Die Knappen waren auch zu Beginn des 2. Viertels nicht nah genug an ihren Gegenspielern dran und  die Paderborner trafen weiter ihre freien Würfe. Vor allem Paderborn-Guard Kendale McCullum war für den S04 nicht zu stoppen. Er war am Ende der Partie zusammen mit seinem Teamkollegen Demetrius Ward der Topscorer der Parite. Beide erzielten 23 Punkte. Nach 3 gespielten Minuten stand es daher 26:39. Auf Schalker Seiten war es vor allem Adam Touray, der sich zur Wehr setzte. Er erzielte 04 Punkte in Folge, darunter ein weiterer Dunking nach eigenem Offensivrebound. Touray war zusammen mit Newkirk Topscorer der Schalker mit jeweils 17 Punkten. Doch die Paderborner warfen sich in dieser Phase des Spiels einen Rausch und hatten dabei eine beeindruckende Dreierquote. So setzten sie sich nach sechs gespielten Minuten auf 28:47 aus Sicht der Königblauen ab.

S04-Coach Alexander Osipovitch versuchte durch eine seine Mannschaft zurück ins Spiel zu bringen und zunächst schien ihm das auch zu gelingen: Adam Touray traf mit einem „And One“ und im anschließenden Angriff tat es ihm Newkirk zum 36:47 gleich. In der Verteidigung kamen die Schalker nun zu mehr Ballgewinnen, vorne holten sie viele Offensivrebounds und sicherten sich so zweite Chancen. Nach sieben gespielten Minuten im dritten Viertel verkürzte Marley Jean-Louis auf 40:47. Bis zur Halbzeit konnte der Rückstand aber nicht weiter verkürzt werden und so ging es mit einem 42:52 in die Kabine.

Paderborn trifft sicher von außen

Johannes Joos und Courtney Belger eröffneten die zweite Halbzeit für Schalke und stellten schnell auf 46:52. Am Brett war weiterhin Touray gut drauf und erzielte 04 Punkte in Folge. Die Schalker holten weiterhin viele Offensivrebounds, doch es fehlte einfach das Wurfglück. So konnten sie den Rückstand nicht weiter verkürzen, was jedoch auch daran lag, dass die Paderborner sich im Anschluss wieder fingen und sich auf 71:54 absetzen konnten. Newkirk mit 04 Punkten in Folge und Jean-Louis mit drei verwandelten Freiwürfen sorgten dafür, dass es am Ende des 3. Viertels 61:77 stand.

Zu Beginn des Schlussabschnitts stellte Osipovitch in der Defense auf eine Zonenverteidigung um und  überraschte damit die Paderborner. So konnte Schalke nach zwei Minuten durch Shawn Gulley mit 04 Punkten in Folge und Jean-Louis per Dreier auf 68:79 verkürzen. Aber die Paderborner hatten von außen einen richtig guten Tag erwischt und erhöhten durch zwei schnelle Dreier wieder auf 68:85. Am Ende der Partie sollten sie 16 ihrer 36 Dreier-Versuche treffen, während der S04 2 von 19 verwandelte. Die Verteidigung der Königsblauen hatte nun wieder keinen Zugriff und so stand es nach fünf Minuten sogar 70:90. Positiv aus Schalker Sicht war drei Minuten vor Ende der Partie nur noch das Debüt von Neuzugang Migel Wessel. Der 18-jährige war unter der Woche verpflichtet worden und durfte die ersten Minuten für die Knappen machen. Zudem saß erstmals Lavon Hightower wieder mit auf der Bank. Für einen Einsatz reichte es jedoch noch nicht. Die Paderborner spielten die Partie in den letzten Minuten souverän herunter und so ging die Partie für die Knappen mit 81:94 verloren.

Alexander Osipovitch: „Es war eine sehr schwierige Partie für uns. Paderborn spielt einen sehr schnellen Basketball und nimmt viele Dreier. Heute haben sie viele davon getroffen und wir nicht, das ist dann nicht einfach. Wir hatten einige gute Phasen und hätten das Spiel enger gestalten können, aber am Ende des Tages hat es leider nicht geklappt. Nichtsdestotrotz haben wir in vielen Bereichen eine gute Leistung gezeigt und ich sehe eine Entwicklung bei der Mannschaft. Diese Niederlage wird uns jetzt nicht umwerfen.“

Courtney Belger und Co. konzentrieren sich nun voll auf das nächste wichtige Heimspiel gegen die Artland Dragons, denn das findet bereits am kommenden Montag (13.01.) vor möglichst vielen S04-Fans in der Willy-Jürissen-Halle in Oberhausen statt. Osipovitch erwartet dann einen völlig anderen Gegner: „Artland hat eine ganz andere Mannschaft als Paderborn und spielt einen anderen Basketball. Sie kommen natürlich mit einem Sieg im Rücken, aber das wird ein völlig anderes Spiel, das wir natürlich gewinnen wollen.“ Das Team aus Quakenbrück schloss in der Tabelle mit einem Kantersieg gegen Phoenix Hagen zum S04 auf. Umso spannender und wichtiger wird die Partie, die um 19:30 Uhr beginnt.

Punkteverteilung:

Newkirk (17), Jean-Louis (11), Joos (6), Dunn (-), Touray (17), Szewczyk (1), Rohwer (4), Gulley (10), Wessel (-), Belger (12)

Das Spiel im Re-Live

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