2:4-Niederlage in Bremen - Reaktion gezeigt, aber nicht gepunktet

Der FC Schalke 04 hat am Freitag (8.3.) im Spiel bei Werder Bremen ein ganz anderes Gesicht gezeigt als zuletzt bei der deutlichen Pleite gegen Fortuna Düsseldorf. Der engagierte Auftritt wurde allerdings nicht belohnt, beim Schlusspfiff einer unterhaltsamen Partie stand es 4:2 für die Gastgeber. Beide Treffer der Knappen erzielte Breel Embolo.

Vier Wechsel in der ersten Elf

Breel Embolo, der in der Vorwoche gegen Fortuna Düsseldorf nach mehr als dreimonatiger Verletzungspause erstmals wieder eingewechselt worden war, feierte im Weser-Stadion sein Startelf-Comeback. Der Schweizer begann anstelle von Mark Uth. Auch Bastian Oczipka kehrte nach auskurierter Entzündung im Zeh ebenso in die Anfangsformation zurück wie Weston McKennie. Den US-Amerikaner hatten zuletzt muskuläre Probleme geplagt. Das Duo ersetzte Hamza Mendyl und Salif Sané. Darüber hinaus gab es noch einen weiteren Tausch: Steven Skrzybski startete für Amine Harit.

Rashica gelingt Antwort auf Embolos 1:0

Die Zuschauer im Weser-Stadion sahen einen flotten ersten Durchgang. Beide Mannschaften lieferten sich von Anfang an packende Zweikämpfe, zudem suchten sie den Weg nach vorne und verbuchten bereits früh gute Abschlüsse. Nach fünf Minuten fehlten bei Maximilian Eggesteins Schuss aus der zweiten Reihe nur Zentimeter zu einem Bremer Torerfolg, im direkten Gegenzug hatte Guido Burgstaller das 1:0 für die Knappen auf dem Fuß. Bei dem Abschluss des Österreichers nach einer Hereingabe von Breel Embolo reagierte Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka aber ganz stark. Kurz danach war der Torhüter der Gastgeber erneut zur Stelle, dieses Mal bei einem gut getretenen Freistoß von Daniel Caligiuri (12.). Und auch bei Matija Nastasics verdecktem Schuss in der 20. Minute war der Tscheche auf dem Posten – die dritte starke Parade Pavlenkas. Vier Zeigerumdrehungen zuvor wurde es auch für Alexander Nübel gefährlich. Bei Max Kruses platziertem Schuss aus halblinker Position musste Schalkes Torwart aber nicht eingreifen, der Ball flog knapp rechts vorbei.

In der 26. Minute zappelte der Ball dann erstmals an diesem Abend im Netz. Weston McKennie verlängerte ein Oczipka-Zuspiel in den Lauf von Breel Embolo, der sich anschließend im Laufduell mit Ludwig Augustinsson stark durchsetzen konnte und das Leder dann an Pavlenka vorbei ins kurze Eck schob. Wenig später hätte Steven Skrzybski nach einem langen Ball von Benjamin Stambouli auf 2:0 erhöhen können. Der Angreifer schoss aber wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Stattdessen waren es die Bremer, die jubeln durften. Fast aus dem Nichts glich Milot Rashica nach 31 Minuten aus. Der kosovarische Nationalspieler war nach einer Hereingabe von Max Kruse zur Stelle und vollendete zum 1:1. Bis zum Pausenpfiff hatte Bremen dann etwas mehr vom Spiel, nachdem zuvor Königsblau weitestgehend den Takt vorgegeben hatte. Die beste Möglichkeit nach dem Ausgleich vergab Philipp Bargfrede, dessen platzierter Schuss aus der zweiten Reihe knapp an der linken Torstange vorbeistrich (44.).

Strafstoß spielt Werder in die Karten

Kurz nach dem Seitenwechsel wurde es unübersichtlich. Nach einer Rashica-Hereingabe kam der Ball über Umwege zu Davy Klaassen, der aus dem Rückraum abzog. Den platzierten Schuss konnte Benjamin Stambouli in höchster Not auf der Linie klären. Den Abpraller setzte Maximilian Eggestein dann neben das Tor. Sekunden später eilte Schiedsrichter Martin Petersen dann nach einem Hinweis des Video-Assistenten in die Review Area, um sich die Situation noch einmal anzuschauen. Dabei erkannte er ein Foulspiel von Jeffrey Bruma an Max Kruse, was im Stadion kaum ein Zuschauer verstehen konnte! Die Folge: Der Unparteiische aus Stuttgart zeigte auf den Punkt. Max Kruse ließ sich die Chance aus elf Metern dann nicht nehmen. Der Ex-Nationalspieler schickte Alexander Nübel in die falsche Ecke und traf zum 2:1 (51.).

Königsblau benötigte einige Zeit, um sich nach dieser Entscheidung zu sammeln, drückte dann aber wieder auf das Gaspedal. Beinahe wäre dies belohnt worden, doch abermals zeigte Pavlenka eine starke Parade. Bei einem platzierten Skrzybski-Schuss aus halbrechter Position riss der tschechische Schlussmann rechtzeitig die Fäuste hoch und klärte zur Ecke (62.). Statt eines Schalker Treffers fiel auf der anderen Seite das vierte Tor des Abends. Feiern lassen konnte sich abermals Rashica, der per Kopfball von Maximilian Eggestein in Szene gesetzt worden war und dann aus kurzer Distanz überlegt abschloss (73.). Wenig später hatte Max Kruse die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte nach 80 Minuten aber am glänzend reagierenden Nübel, der keine 60 Sekunden danach erneut auf dem Posten war. Dieses Mal entschärfte der U21-Nationaltorhüter einen Kopfball von Milos Veljkovic.

Auf der anderen Seite musste Pavlenka in der 85. Minute hinter sich greifen. Embolo hatte den Keeper mit einem Kopfball nach einer Oczipka-Ecke bezwungen. Nach dem Anschlusstreffer keimte bei den Knappen noch einmal Hoffnung auf einen Punktgewinn auf. Doch es kam anders: In der vierten Minute der Nachspielzeit stellte Martin Harnik nach einem Konter den alten Abstand wieder her und besorgte den Treffer zum 4:2-Endstand.

Erst Königsklasse in Manchester, dann Leipzig in der Arena

In der Bundesliga geht es für die Königsblauen am Samstag (16.3.) gegen RB Leipzig weiter. Für das Spiel, das um 15.30 Uhr in der VELTINS-Arena beginnt, sind auf store.schalke04.de noch Tickets erhältlich. Vor dem Duell mit den Sachsen sind die Knappen allerdings erst einmal in der Champions League gefordert. Im Achtelfinal-Rückspiel bei Manchester City möchte der S04 am Dienstag (12.3.) um 21 Uhr für eine Überraschung sorgen. Das erste Duell entschied der englische Meister mit 3:2 für sich.

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