3:3 gegen Düsseldorf - Rouwen Hennings gleicht dreimal aus

Verrückter Nachmittag auf Schalke! Die Königsblauen lagen am Samstag (9.11.) nach Treffern von Daniel Caligiuri, Ozan Kabak und Suat Serdar gleich dreimal gegen Fortuna Düsseldorf in Führung – aber dreimal glich Rouwen Hennings aus. Damit endete das Duell mit den Rheinländern 3:3-Unentschieden.

Zwei Wechsel in der Startelf

Die Knappen mussten auf Salif Sané verzichten. Für den Senegalesen, der wegen einer Knieverletzung in den kommenden Monaten fehlen wird, rückte Alessandro Schöpf in die Anfangsformation. Sanés Platz in der Innenverteidigung nahm allerdings Weston McKennie ein. Der königsblaue Allrounder war bereits in Augsburg von der Sechs eine Position nach hinten gerückt. Darüber hinaus gab es noch einen zweiten Wechsel: Daniel Caligiuri begann anstelle von Mark Uth.

Raman bereitet vor, Caligiuri vollendet

Die Zuschauer sahen zunächst eine zähe Partie. Düsseldorf stand dicht gestaffelt in der eigenen Hälfte und gewährte den Knappen kaum Räume. Schalke hatte zwar viel Ballbesitz, kam aber lange nicht in die gefährlichen Zonen. Erst nach 25 Minuten ging erstmals ein Raunen durch das Stadion. Nach einer Hereingabe von rechts landete der Ball im Getümmel bei Benito Raman. Der Ex-Düsseldorfer lenkte das Spielgerät Richtung Tor, letztlich konnte Jean Zimmer die Kugel aber vor der Linie aus der Gefahrenzone klären.

Wenig später klingelte es dann aber im Kasten der Fortuna. Nach einer Düsseldorfer Offensivaktion schalteten die Königsblauen blitzschnell um. Raman, von Alexander Nübel lang geschickt, bediente den neben sich startenten Caligiuri, der den Ball anschließend technisch sehenswert mit rechts ins lange Eck vollendete (33.). Kurz vor dem Seitenwechsel hätte Raman – wenn auch unfreiwillig – fast den zweiten königsblauen Treffer des Nachmittags erzielt. Denn der Belgier bekam den Ball im Fünfmeterraum nach einem verunglückten von Matthias Zimmermann an den Kopf, von wo aus das Leder ganz knapp links neben dem Tor von Zack Steffen landete.

Elfmeter nach Videobeweis

Raman gehörte auch die erste Aktion im zweiten Durchgang. Nach einem Fehler im Düsseldorfer Aufbauspiel kam der Angreifer an den Ball und zog mit links ab. Sein Versuch flog aber knapp am linken Pfosten vorbei (47.). Noch enger war es fünf Minuten später. Nach Ramans scharfer Hereingabe von links rauschte Amine Harit kurz hinter dem Fünfmeterraum in den Ball, bugsierte das Leder aber an die Latte.

Nach einer Stunde wurde es dann knifflig. Weston McKennie hatte die Kugel nach einer Düsseldorfer Ecke und einem Kopfball von Kasim Adams an die Hand bekommen. Schiedsrichter Robert Hartmann ließ zunächst weiterlaufen, bekam dann aber ein Signal von seinem Video-Assistenten und schaute sich die Szene noch einmal an. Anschließend zeigte er auf den Punkt. Rouwen Hennings ließ sich die Möglichkeit dann nicht nehmen und verwandelte aus elf Metern sicher zum 1:1 (62.).

Hennings wird zum Schalke-Schreck

Trotz des Nackenschlags ließen die Knappen die Köpfe nicht hängen. Vielmehr gaben sie kurz nach dem Ausgleich in Person von Kabak die perfekte Antwort. Der türkische Nationalspieler nagelte das Spielgerät nach einer Oczipka-Ecke von links mit dem Kopf wuchtig in die Maschen – 2:1 für Schalke (67.). Die erneute Führung hielt allerdings nicht lange, da Hennings nach einem gut vorgetragenen Düsseldorfer Konter abermals der Ausgleich gelang. Der Fortuna-Torjäger knipste nach Vorarbeit von Erik Thommy aus sieben Metern (74.). Danach ging der Wahnsinn weiter. Nachdem Harit durch das Mittelfeld marschiert war, klärte Adams mit einem Pressschlag. Dadurch landete das Leder bei Serdar, gegen dessen von Adams leicht abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze Fortunas Keeper Steffen in der 79. Minute keine Chance hatte.

Doch auch dieses Mal schlug die Fortuna zurück – und erneut war es Hennings, der ausglich. Nach einem doppelten Doppelpass mit Kaan Ayhan hob er die Kugel über Nübel hinweg in die Maschen – 3:3 in der 85. Minute. Beinahe wäre Königsblau in der letzten Minute der regulären Spielzeit die abermalige Führung gelungen. Der eingewechselte Mark Uth brachte einen Kopfball nach einem Caligiuri-Freistoß aus aussichtsreicher Position aber nicht aufs Tor.

Letzte FIFA-Abstellungsperiode des Jahres

Bevor das letzte Drittel der Hinrunde beginnt, steht noch einmal eine zweiwöchige Spielpause in der Bundesliga an. Grund dafür ist die letzte FIFA-Abstellungsperiode des laufenden Kalenderjahres, in der mehr als ein halbes Dutzend Knappen für seine Heimatverbände am Ball sein wird. Unter anderem stehen die entscheidenden Partien in der EM-Qualifikation an. Das nächste Spiel der Königsblauen steigt am Samstag, den 23. November, um 15.30 Uhr bei Werder Bremen.

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