Bayern München: Alte Ziele, neue Motivation

Die Bayern, so scheint es, eilen auch in der laufenden Saison unaufhaltsam dem Titel entgegen – so viel hat sich ja nicht verändert in München.

Schon der Auftakt zur Bundesliga war eine echte Nagel(s)probe für den FC Bayern: Gästecoach Julian Nagelsmann von der TSG 1899 Hoffenheim hatte schließlich die Meisterschaft als Ziel ausgegeben und damit zum offenen Angriff auf den Titelverteidiger aus München geblasen. Als die tapferen Kraichgauer schließlich den Heimweg antraten, hatten sie eine 1:3-Niederlage im Gepäck – und eine zusätzliche Erkenntnis gewonnen: Das Imperium schlägt noch immer zurück. Eiskalt und gnadenlos.

Nach zuletzt sechs Meistertiteln in Folge scheint die Münchner Gier nach Silberware keinesfalls gestillt. Der Gewinn der Schale ist und bleibt oberste bayerische Bürgerpflicht – und die ersten Auftritte des FCB in der noch jungen Spielzeit untermauerten diese Ambitionen. Kein Wunder, schließlich ist der Kader nicht gerade schlechter geworden: Sämtliche Leistungsträger der Vorsaison sind geblieben, und mit Leon Goretzka haben die Bajuwaren bekanntlich einen herausragenden Akteur hinzugewonnen.

Es gibt nur gute und schlechte Spieler, keine alten und jungen.

Arjen Robben

Zu den wichtigsten Kräften im neuen, alten Team zählen nach wie vor zwei Haudegen, die manch einer schon in Rente schreiben wollte: Der ewige Franck Ribery (35) und der immer junge Arjen Robben (34). „Alter spielt keine Rolle für mich, das Wort Umbruch kann ich nicht mehr hören“, sagt Robben leicht genervt und offenbart auf dem Weg zu alten Zielen eine neue Motivation: Er will es allen noch mal zeigen. „Uli Hoeneß und der Trainer haben ja schon gesagt: Es gibt nur gute und schlechte Spieler, keine alten und jungen.“

Und so demonstrierten „Robbery“ zum Auftakt, wasstarke Kicker ausmacht: Der Franzose holte gegen Hoffenheim den Strafstoß zum 2:1 heraus, der Niederländer erzielte das entscheidende 3:1 höchstselbst. So kann’s gehen, wenn man das Imperium und seine Superhelden reizt.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Das könnte dich auch interessieren

Suat Serdar

Suat Serdar für drei Spiele gesperrt

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat Suat Serdar am Dienstag (19.2.) im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines rohen Spiels gegen den Gegner mit einer Sperre von drei Meisterschaftsspielen und 10.000 Euro Geldstrafe belegt. Spieler und Verein haben dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Matija Nastasic

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Beim Schlusspfiff am Samstag (16.2.) mussten die Königsblauen mit dem 0:0-Unentschieden gegen den SC Freiburg zufrieden sein. „Wenn du mehr als eine Hälfte in Unterzahl spielst, musst du einen Punkt akzeptieren“, sagt Matija Nastasic, der sich im Vorfeld der Partie ebenso wie seine Mitspieler mehr als nur ein Remis vorgenommen hatte.

Domenico Tedesco

Domenico Tedesco: Erst zu zehnt richtig aufgewacht

Nach dem 0:0 am Samstag (16.2.) blickten Chef-Trainer Domenico Tedesco und Freiburgs Coach Christian Streich auf der Pressekonferenz gemeinsam auf die torlosen, aber dennoch nicht ereignisarmen 90 Minuten zurück. Parallel dazu äußerten sich Bastian Oczipka und Rabbi Matondo in der Mixed Zone zum Spiel. schalke04.de hat alle Aussagen notiert.

FC Schalke 04 – SC Freiburg | Bundesliga

Mehr als 45 Minuten in Unterzahl – S04 spielt 0:0 gegen Freiburg

Der FC Schalke 04 und der SC Freiburg haben sich am Samstag (16.2.) torlos getrennt. Bei dem 0:0 in der VELTINS-Arena mussten die Knappen mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen, da Suat Serdar in der 42. Minute eine Rote Karte gesehen hatte. In der Nachspielzeit des zweiten Spielabschnitts wurde auch Freiburgs Christian Günter mit einer Ampelkarte des Feldes verwiesen.