Bayern München: Blutauffrischung für die Mission Titelverteidigung

Am Ende waren es doch wieder die Bayern, die nach dem 34. Spieltag von der Tabellenspitze grüßten und damit die siebte Deutsche Meisterschaft in Folge feiern konnten. Obendrauf gab es den DFB-Pokal. Damit beendete Niko Kovac sein erstes Jahr als Chef-Trainer der Münchner mit zwei Titeln. Richtig zufrieden waren die Verantwortlichen an der Säbener Straße trotzdem nicht.

Denn in der Champions League musste der FCB bereits nach dem Achtelfinale die Segel streichen – wenn auch gegen den späteren Titelträger FC Liverpool. Ein Umstand, der den stolzen Club noch immer wurmt. „Wir brauchen nicht groß drumherum reden: Das ist die Königsklasse, der wichtigste Titel, der im Clubfußball zu vergeben ist. Der FC Bayern ist ohne Champions League nicht mehr darstellbar: Image, Finanzen, Sponsoren – davon hängt alles ab. Und wenn du da erfolgreich bist, hast du die Aufmerksamkeit der gesamten Welt“, erklärte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vor einigen Wochen.

Bundesliga-Rekordsumme für Lucas Hernandez

Die Bereitschaft, für einen neuerlichen Angriff auf die europäische Krone das nötige Kleingeld in die Hand zu nehmen, war zuletzt an der Säbener Straße so groß wie nie. Für die Bundesliga-Rekordsumme von 80 Millionen Euro wurde Abwehr-Ass Lucas Hernandez von Atletico Madrid verpflichtet, einer seiner neuen Nebenmänner ist Benjamin Pavard, für den die Münchner rund 35 Millionen Euro an den VfB Stuttgart überwiesen. Beide Defensivkräfte kennen sich bestens, sie wurden im Vorjahr gemeinsam mit Frankreich Weltmeister.

Lucas Hernandez

Auf weitere Zugänge – abgesehen von Sturmtalent Fiete Arp (Hamburger SV) – mussten die Fans des deutschen Rekordmeisters aber lange warten. Nahezu täglich dominierten in diesem Sommer Transferdebatten über potenzielle Zugänge die Schlagzeilen in den Sportteilen der großen Zeitungen. Meistgenannter Name dabei: Leroy Sané. Der Ex-Knappe, der sich unlängst einen Kreuzbandanriss zuzog, steht allerdings noch immer bei Manchester City unter Vertrag. Abgehakt haben die Münchner den Transfer aber noch nicht. Möglicherweise folgt in der Winterpause ein neuer Anlauf.

Coutinho und Perisic ausgeliehen

Anstelle von Sané angelten sich die Bayern mit Philippe Coutinho, der auf Leihbasis vom FC Barcelona in den Süden der Bundesrepublik wechselt, einen anderen Akteur, der den Unterschied ausmachen kann. „Das ist ein Weltklassespieler mit sehr großen Fähigkeiten. Philippe Coutinho wird uns helfen, unsere ehrgeizigen Ziele in dieser Saison zu erreichen“, freut sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic über die Unterschrift des Brasilianers unter ein temporäres Arbeitspapier. Sollte es für beide Seiten passen, kann der FC Bayern im kommenden Jahr eine Kaufoption ziehen.

Ebenfalls auf Leihbasis lotsten die Münchner Ivan Perisic aus Mailand nach München. Die kroatische Offensivkraft, die die Bundesliga aus ihrer Zeit bei den Schwarz-Gelben und beim VfL Wolfsburg noch bestens kennt, gab sich bei ihrer Vorstellung angriffslustig. „Wir wollen nicht nur in der Bundesliga und im DFB-Pokal, sondern auch in der Champions League angreifen“, so der 30-Jährige. Darüber hinaus verpflichteten die Münchner zuletzt auch Michael Cuisance. Der französische Junioren-Nationalspieler stand zuletzt bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag.

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