Eintracht Frankfurt: Umbruch überstanden

Zwei Jahre lange verzückte Eintracht Frankfurt nicht nur die eigenen Fans mit spektakulärem Fußball. Der Lohn: der DFB-Pokalsieg 2018 sowie der Einzug ins Europa-League-Halbfinale 2019. In der laufenden Spielzeit konnten die Hessen nicht ganz an die vergangenen Erfolge anknüpfen, dürften mit dem Saisonverlauf dennoch zufrieden sein.

Adi Hütter

Schließlich befindet sich die SGE in einem Jahr des Umbruchs. Die insbesondere in der Vorsaison abgerufenen Leistungen ließen Europas finanzstarke Clubs aufhorchen. Die sogenannte „Büffelherde“ – bestehend aus dem Angreifer-Trio Sébastien Haller, Ante Rebic und Luka Jovic – wechselte den Arbeitgeber. Von der Main-Metropole ging es für die Stürmer nach London (Haller), Mailand (Rebic) und Madrid (Jovic). Die eingenommenen Millionen investierten die Frankfurter Verantwortlichen in die Kaderbreite, kein Neuzugang kostete mehr als zehn Millionen Euro Ablöse. Martin Hinteregger, in der Vorsaison bereits aus Augsburg ausgeliehen, sollte der Abwehr weiterhin Stabilität verleihen, André Silva und Bas Dost die „Büffelherde“ so gut es geht ersetzen. Das neue Angriffsduo steht immerhin bei 16 Treffern, insbesondere Silva zeigt sich mit sechs erzielten Toren seit dem Restart besonders treffsicher.

Am vergangenen Wochenende haben die Frankfurter auf eindrucksvolle Art und Weise den Klassenerhalt vorzeitig gesichert. Trotz ordentlicher Leistung lagen sie bei Hertha BSC zwar mit 0:1 in Rückstand, nach Platzverweis des Berliner Innenverteidigers Dedryck Boyata schwappte das Momentum vollends auf die Seite der Hessen, die letztlich mit 4:1 gewannen. Gerne hätte die Mannschaft von Adi Hütter in dieser Saison noch einen weiteren Auftritt im Berliner Olympiastadion absolviert. Diesem Unterfangen machte der FC Bayern München in der Vorwoche aber einen Strich durch die Rechnung. Im Halbfinale des DFB-Pokals war der deutsche Rekordmeister und Rekordpokalsieger mit 2:1 erfolgreich, die Leistungssteigerung der Frankfurter in Halbzeit zwei wurde nicht belohnt.

Warten aufs Rückspiel gegen Basel

In einem weiteren Pokalwettbewerb ist die Eintracht indes noch vertreten – auch wenn die Chancen auf ein Weiterkommen äußerst gering erscheinen. Am 12. März, einen Tag, bevor die Deutsche Fußball Liga die Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie unterbrach, hatte die SGE im Achtelfinale der Europa League gegen den FC Basel mit 0:3 verloren. Es war ein surreal anmutendes Spiel, in welchem die Hessen durch die Corona-Diskussion rund um diese Partie wie erdrückt wirkten. Wann es zu einem Rückspiel kommt, ist unklar. Der Saisonabschluss der nationalen Ligen hat Vorrang, wie die UEFA bereits vor Wochen mitteilte.

Doch es ist keineswegs ausgeschlossen, dass das wahrscheinlich noch stattfindende Rückspiel in Basel für die Eintracht die letzte Partie auf europäischem Boden in diesem Jahr sein wird, selbst wenn sie das 0:3 aus dem Hinspiel nicht mehr umbiegen sollte. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf den Siebten, die TSG Hoffenheim, neun Zähler sind noch zu vergeben. Eine Siegesserie zum Saisonabschluss vorausgesetzt, und der Hashtag #SGEuropa könnte auch in der Saison 2020/2021 an dem einen oder anderen Donnerstag bei Twitter auftauchen.

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