FC Augsburg: Fehlstart vor und nach dem Restart

Lange Zeit gehörte der FC Augsburg zu den positiven Überraschungen dieser Saison, Mitte Dezember betrug der Rückstand auf die Europa-League-Ränge lediglich zwei Punkte. Der Traum vom internationalen Fußball scheint mittlerweile jedoch ausgeträumt, die Fuggerstädter haben ihren Blick längst nach unten gerichtet.

Heiko Herrlich

Nur noch vier Zähler beträgt der Vorsprung des FCA auf Fortuna Düsseldorf, das aktuell Relegationsplatz 16 innehat. Grund dafür ist insbesondere eine bis dato sehr bescheidene Rückrunde. Lediglich eine Partie, ein 2:1-Sieg gegen Werder Bremen, konnten die bayerischen Schwaben in der zweiten Saisonhälfte für sich entscheiden. Aus den vergangenen elf Bundesligaspielen holten die Augsburger vier Zähler, zuletzt setzte es vier Niederlagen in Serie.

Anfang März, einen Tag nach der 0:2-Niederlage bei Bayern München, wurde Martin Schmidt von seinen Aufgaben als Chef-Trainer entbunden. 72 Stunden später übernahm Heiko Herrlich dessen Amt. Herrlich bereitete sich auf sein Debüt im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg vor, aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Partie verschoben.

Herrlich verstößt gegen Hygienekonzept

Beim Restart der Bundesliga saß Herrlich im Duell mit den Wölfen nicht auf der Augsburger Trainerbank. Der ehemalige Profi hatte gegen das Hygeniekonzept der DFL verstoßen, weil er während der Quarantäne das Mannschaftshotel verließ, um – ausgerechnet – Hygenieartikel zu kaufen. Von seinem unerlaubten Ausflug hatte Herrlich auf einer Pressekonferenz unbeschwert berichtet, offenbar ohne sich der daraus resultierenden Folgen bewusst zu sein. Später entschuldigte sich Herrlich für sein Verhalten, für das er von außen reichlich Kritik einstecken musste. „Ich war naiv, dumm oder doof, wie auch immer Sie das bezeichnen möchten“, sagte der 48-Jährige der „Bild-Zeitung“.

Im ersten Spiel nach der Corona-Pause saß Tobias Zellner, einst Co-Trainer beim S04 unter Markus Weinzierl, als verantwortlicher Coach auf der Bank. Der Spielverlauf passte zu den zuletzt so unglücklich verlaufenen Wochen und Monaten der Augsburger. Beim Stand von 1:1 wurde dem FCA der vermeintliche Führungstreffer wegen einer Abseitsposition aberkannt, in der Schlussminute traf Wolfsburgs Daniel Ginczek gar zum 2:1-Sieg des VfL.

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