FC Augsburg: In der Krise, aber nicht in Panik

Mehr als sieben Jahre ist es bereits her, dass der FC Augsburg einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte feierte: den Aufstieg in die Bundesliga. Seitdem geriet es unter den Fußballexperten zur sommerlichen Tradition, die Fuggerstädter als einen der Top-Abstiegskandidaten auszumachen – und jedes Jahr aufs Neue sollten sie sich mit ihren Tipps täuschen.

Die bayerischen Schwaben haben sich längst in der Bundesliga etabliert und dabei die eine oder andere sportliche Krise stets erstaunlich gut weggesteckt. Und so herrscht auch aktuell rund um die WWK Arena trotz vier Bundesliga-Niederlagen weiterhin keine Krisenstimmung. „Wir haben in Augsburg schon einige schwere Situationen erlebt und daher werden wir auch aus dieser gemeinsam herauskommen“, sagt beispielsweise Linksverteidiger Philipp Max, Sohn von Eurofighter Martin Max und selbst zwischen 2010 und 2014 ein Königsblauer. Auch Torwart Andreas Luthe bleibt optimistisch: „Wir sind ein charakterstarkes Team, werden weiter hart arbeiten und uns die Erfolgserlebnisse wieder zurückholen.“

Aktuell belegt die Mannschaft von Trainer Manuel Baum mit 13 Punkten den 14. Tabellenplatz. Dass der FCA mit den Großen der Liga absolut mithalten kann, hat er auch in dieser Spielzeit mehrfach bewiesen. Beim FC Bayern nahmen die Schwaben durch ein Tor wenige Minuten vor dem Schlusspfiff einen Punkt mit – und erst in der Nachspielzeit verloren sie durch einen Treffer von Paco Alcacer beim BVB. Auffällig: Bei nur einer der sieben Bundesliga-Niederlagen – dem 1:3 gegen Eintracht Frankfurt – verloren die Augsburger das Spiel mit mehr als einem Tor Differenz.

Starke königsblaue Bilanz gegen Augsburg

Die jüngste sportliche Krise der Fuggerstädter lässt sich auch an einer Personalie festmachen: Alfred Finnbogason fehlte bei den Pleiten gegen Frankfurt und in Stuttgart (0:1) wegen muskulärer Probleme, beim 0:1 in Leverkusen wurde der isländische WM-Teilnehmer nach 62 Minuten ausgewechselt. Bemerkenswert: Trotz mehrfacher Verletzungsprobleme schoss Finnbogason bereits sieben Saisontore – bei lediglich sieben Bundesliga-Einsätzen.

Auf den Torjäger der Schwaben müssen die Königsblauen also besonders aufpassen. Trotz des eigenen nicht zufriedenstellenden Saisonverlaufs in der Bundesliga können die Knappen aber zuversichtlich nach Augsburg reisen. In den bisherigen 14 Spielen im deutschen Fußball-Oberhaus setzte es für die Knappen erst eine Niederlage gegen den FCA – am 13. Dezember 2015 durch ein irreguläres Gegentor von Caiuby (1:2). Neun Mal setzten sich hingegen die Königsblauen durch – sehr gerne darf diese Bilanz am Samstagabend zweistellig sein.

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