FC Augsburg: Zurück zur Stabilität

Den Start in diese Saison hatte sich der FC Augsburg gänzlich anders vorgestellt. Dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal beim Regionalligisten SC Verl folgte lediglich ein Sieg in den bisherigen neun Bundesligaspielen. Insbesondere die Defensivleistung der Fuggerstädter ist aktuell ausbaufähig.

Denn mit 21 Gegentreffern stellt der FCA die zweitschlechteste Abwehr der Liga, einzig Schlusslicht SC Paderborn 07 musste häufiger den Ball aus dem eigenen Tornetz fischen. Umso größer war die Erleichterung bei den Augsburger Verantwortlichen, als das Team beim 0:0-Unentschieden in Wolfsburg erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer blieb. „Es war extrem wichtig, endlich mal zu null zu spielen“, zitierte der „kicker“ Manager Stefan Reuter nach der Partie bei den Niedersachsen. „Du hörst seit Wochen, dass du die Schießbude der Liga bist. Aber die Abläufe und Automatismen werden von Woche zu Woche besser. Man merkt, dass wir deutlich stabiler werden und viel weniger zulassen“, sagt der Ex-Profi über die Fortschritte der Mannschaft.

Du hörst seit Wochen, dass du die Schießbude der Liga bist. Aber die Abläufe und Automatismen werden von Woche zu Woche besser.

Stefan Reuter

Kassiert ein Team viele Gegentore, rückt schnell der Stammtorwart in den Fokus. Dieser heißt beim FCA in dieser Saison Tomas Koubek. Augsburg bezahlte dem Vernehmen nach für den Schlussmann eine hohe einstellige Ablösesumme an Stade Rennes. Der Tscheche war insbesondere zu Saisonbeginn in die Kritik geraten, bewies zuletzt aber aufsteigende Form.

Respektable Unentschieden gegen die Bayern und in Wolfsburg

Diese ist auch der gesamten Mannschaft nicht abzusprechen. Zwar wartet die Truppe von Chef-Trainer Martin Schmidt seit dem 14. September auf einen Bundesligasieg – damals gewann der FCA zu Hause mit 2:1 gegen Eintracht Frankfurt – sicherte sich aber zuletzt zwei respektable Unentschieden beim 2:2 gegen den FC Bayern München sowie beim 0:0 in Wolfsburg. „Ich glaube, wir haben die Balance gefunden und müssen jetzt in unseren Angriffssituationen noch präziser werden, um noch mehr mitzunehmen“, blickt Schmidt optimistisch in die Zukunft.

In dieser wartet zeitnah das Duell mit dem FC Schalke 04 – eine Mannschaft, vor der der 52 Jahre alte Schweizer Respekt hat. „Wir treffen auf einen Gegner, der in der Breite gut aufgestellt ist und von der Art und Weise her gut spielt“, sagt Schmidt über die Königsblauen und ergänzt: „Wir bereiten uns auf ein sehr intensives Spiel vor. Denn die zwei Unentschieden sind nur etwas wert, wenn wir jetzt mit einem Sieg nachlegen.“

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