Frankfurt trifft in der neunten Minute der Nachspielzeit zum Sieg

Bitterer Nachmittag in der VELTINS-Arena! Der FC Schalke 04 musste sich am Samstag (6.4.) gegen Eintracht Frankfurt mit 1:2 geschlagen geben. Der Siegtreffer der Hessen, die auch im 15. Pflichtspiel im Kalenderjahr 2019 ungeschlagen geblieben sind, fiel in der neunten (!) Minute der Nachspielzeit durch einen verwandelten Handelfmeter von Luka Jovic.

Caligiuri wieder fit

Nach vierwöchiger Verletzungspause feierte Daniel Caligiuri sein Comeback. Der Deutsch-Italiener rückte für Sebastian Rudy in die Startelf. Gegenüber der 0:2-Niederlage im DFB-Pokal gegen Werder Bremen gab es zudem noch einen weiteren Wechsel. Salif Sané musste wegen muskulärer Probleme passen, seinen Part in der Defensive übernahm Jeffrey Bruma.

Serdar trifft erneut

Die Gäste starteten mit viel Tempo in die Partie und setzten die Knappen früh unter Druck. Bereits nach drei Minuten hatte Luka Jovic das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte nach einer Hereingabe von Danny da Costa von der rechten Seite aber aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Alexander Nübel. Wenig später verpasste Jovic mit der Hacke ein Zuspiel von Jonathan De Guzman. Am langen Pfosten lauerte da Costa, kam aber ebenfalls nicht an den Ball (7.). Die dritte gute Möglichkeit der Frankfurter führte schließlich zum Erfolg. In der 13. Minute unterband Martin Hinteregger einen hohen Schalker Ball in die Tiefe und leitete die Kugel mit dem Kopf zu Filip Kostic weiter, der anschließend zu Ante Rebic durchsteckte. Der Serbe machte es dann technisch anspruchsvoll: Er zog das Leder mit der rechten Sohle an Nübel vorbei und schob danach ins leere Tor ein. Keine 60 Sekunden später hätte Hinteregger fast nachgelegt. Bei dem überlegten Distanzschuss des Österreichers packte Nübel, wenn auch mit leichten Problemen, im Nachfassen sicher zu.

Vom S04 war zunächst nicht viel zu sehen. Nahezu aus dem Nichts schlug die Mannschaft von Chef-Trainer Huub Stevens in der 21. Minute dann aber eiskalt zu. Ein Freistoß von Daniel Caligiuri von rechts landete auf dem Kopf von Breel Embolo. SGE-Schlussmann Kevin Trapp konnte den Versuch des Schweizers nur zur Seite abwehren – und dort lauerte Suat Serdar, der seinem Premierentreffer aus der Vorwoche aus kurzer Distanz sein zweites Pflichtspieltor im S04-Trikot folgen ließ. Nach dem Ausgleich präsentierten sich die Königsblauen mutiger und schafften es, die Angriffsversuche der Gäste zu unterbinden. Insgesamt verlief das Geschehen nach dem 1:1 bis zum Seitenwechsel eher ereignisarm. Einzig Guido Burgstaller kam noch einmal gefährlich zum Abschluss. Beim Kopfball des Österreichers in der 42. Minute nach einer Caligiuri-Ecke packte Trapp aber sicher zu.

Viel Kampf, wenige Chancen

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel verliefen ohne größere Höhepunkte. Dann aber war Nübel binnen kürzester Zeit gleich zweimal gefordert. In der 52. Minute fischte der U21-Nationalstorhüter einen Kopfball des eingewechselten Goncalo Paciencia aus dem linken Eck. Und bei der anschließenden Ecke von Jetro Willems, die Caligiuri unglücklich Richtung eigenes Tor verlängerte, war er ebenfalls zur Stelle und reagierte erneut stark. Trapp musste nach 67 Minuten erstmals nach der Pause wieder eingreifen. Nachdem Burgstaller den Ball an der Strafraumgrenze gegen mehrere SGE-Verteidiger behauptet hatte, kam Serdar aus 16 Metern zum Schuss. Beim Versuch des Schalker Torschützen war Frankfurts Keeper aber zur Stelle.

Insgesamt war der zweite Durchgang vor allem vom Kampf geprägt. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und lieferten sich packende Duelle. Darunter litt der Spielfluss allerdings. Schalke und Frankfurt waren zwar bemüht, in der Schlussphase noch einmal eine gefährliche Offensivaktion zu kreieren, beide Teams kamen aber kaum noch in die gefährlichen Räume. In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal hektisch. Serdar hatte Filip Kostic gefoult und sah dafür die Ampelkarte. Danach kam es für den S04 noch schlimmer. Kostic zog aus der zweiten Reihe ab, Caligiuri schmiss sich in die Schussbahn und bekam den Ball unglücklich an die Hand. Schiedsrichter Stegemann schaute sich die Szene anschließend am Bildschirm an – und entschied nach mehrminütiger Überlegung auf Handelfmeter. Jovic schnappte sich den Ball, blieb vom Punkt cool und sorgte in der neunten Minute der Nachspielzeit für großen Jubel bei seinen Mitspielern und den mitgereisten SGE-Fans.

Zu Gast bei Freunden

Das nächste Spiel wird für den FC Schalke 04 und seine Fans ein ganz besonderes. Denn am Freitag (12.4.) ist die Mannschaft von Chef-Trainer Huub Stevens bei den Freunden vom 1. FC Nürnberg im Einsatz. Anpfiff ist um 20.30 Uhr.

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