Hertha BSC: Pal Dardai strebt beste Rückrunde seiner Amtszeit an

Erstmals seit neun Jahren ist Hertha BSC wieder mit einem Erfolg in ein neues Kalenderjahr gestartet. Das 3:1 beim mittlerweile seit 13 Spielen sieglosen Schlusslicht 1. FC Nürnberg war gleichzeitig der 1200. Sieg in der Bundesliga-Geschichte der Berliner und überdies der 50. Dreier als Chef-Trainer im Oberhaus für Pal Dardai.

„Wir sind eine gute Truppe“, meint der ungarische Coach, dessen Mannschaft aktuell Tabellensiebter ist und damit in Schlagdistanz zu den Europapokalplätzen liegt. „Wir sind fleißig. Ich bin mit den Jungs hochzufrieden“, ergänzt Dardai, der in Nürnberg einen überragenden Ondrej Duda sah. Der Slowake, der gleich zwei Treffer erzielte, konnte sich nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit seinem Team aber nicht nur über drei Punkte, sondern auch über eine gewonnene Wette freuen.

Duda braucht keine neue Uhr

Vor dem Start der Saison hatte Mitspieler Salomon Kalou angekündigt, Duda eine Rolex-Uhr zu schenken, sollte dieser mindestens acht Tore in der Spielzeit 2018/2019 erzielen. Eigentlich kein allzu mutiges Versprechen, da Duda im Vorjahr lediglich ein einziger Treffer gelungen war.

Dank seines Doppelpacks in Nürnberg steht der Mittelfeldmann der Berliner allerdings bereits nach 18 Spieltagen bei neun Toren. Sprich: Ziel vorzeitig erreicht. Auf das Präsent von Kalou möchte Duda allerdings verzichten. „Ich brauche die Uhr nicht. Ich werde mit Salomon reden, dass wir lieber einen Betrag spenden“, sagt der 24-Jährige. „Er hat mich mit der Wette angetrieben. Schön, dass ich so viele Tore gemacht habe und der Mannschaft helfen konnte.“

Wir sind fleißig. Ich bin mit den Jungs hochzufrieden.

Pal Dardai

Der Dreier in Nürnberg soll nach dem Geschmack aller Berliner der Auftakt einer guten Rückrunde gewesen sein. Ein Unterfangen, das in den Vorjahren so gut wie nie gelang. In der jüngeren Vergangenheit war es zumeist so, dass die Hauptstädter eine gute Hinrunde spielten, nach dem Jahreswechsel aber einbrachen. „Wir sollten gar nicht so viel darüber reden. Je mehr wir darüber sprechen und die Spieler es im Kopf haben, desto schwieriger wird es, daran etwas zu ändern“, so Dardai kurz vor Weihnachten.

Siege gegen Topteams, Pleiten gegen Kellerkinder

An guten Tagen ist die „Alte Dame“ in der Lage, jeden Gegner in der Bundesliga zu schlagen. Das belegen die Siege gegen Bayern München (2:0) und Borussia Mönchengladbach (4:2). Allerdings haben die Berliner auch ein anderes Gesicht. Ausreißer im Negativen waren vor allem die beiden Niederlagen in Düsseldorf (1:4) und Stuttgart (1:2). „Wir haben Spiele eingestreut, in denen wir fahrlässig Punkte liegen gelassen haben und in denen mit einer anderen Einstellung deutlich mehr möglich gewesen wäre“, ärgert sich Hertha-Manager Michael Preetz.

Deshalb lautet das vorrangige Ziel der Verantwortlichen an der Spree, Konstanz in die Auftritte zu bringen. Eine Erklärung für die wechselhaften Auftritte ist sicherlich das große Verletzungspech. Immer wieder musste Dardai auf wichtige Akteure verzichten und konnte daher insgesamt nur zweimal hintereinander dieselbe Elf aufs Feld schicken. Mittlerweile sind aber nahezu alle Profis einsatzbereit. Deshalb meint der Coach: „Wenn alle Spieler gesund sind, bin ich überzeugt, dass wir die beste Rückrunde spielen, seitdem ich hier Trainer bin.“

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