RB Leipzig: Ein Heim- und ein Auswärtsgesicht

Dass Bayern München und Borussia Dortmund am Ende der laufenden Saison in der Bundesliga einen der vier Champions-League-Plätze belegen werden, dürfte aufgrund des 14-Punkte-Vorsprungs des Duos auf Rang fünf als sicher gelten. Das Rennen um die verbleibenden zwei Königsklassen-Plätze ist hingegen noch offen. Die besten Karten hat aktuell RB Leipzig.

„Wir schauen von Spiel zu Spiel“, sagt Torhüter Peter Gulacsi, der in der laufenden Spielzeit erst 20 Mal hinter sich greifen musste. Damit stellen die Sachsen derzeit die beste Defensive der Liga. Entscheidenden Anteil an der aktuell guten Platzierung hat auch die jüngste Konstanz in der Fremde: RB gewann alle vier Auswärtsspiele im Jahr 2019.

Zu Hause stotterte der Leipziger Motor zuletzt hingegen. Die Heimbilanz in diesem Kalenderjahr: drei Remis, eine Niederlage. „Eigentlich spiele ich lieber zu Hause“, berichtet Gulacsi. „Aber auswärts läuft es derzeit irgendwie besser.“ Eine plausible Erklärung hat der ungarische Nationaltorhüter für die zwei Gesichter seiner Mannschaft nicht. Fakt ist: In der Hinserie war RB nach Borussia Dortmund die zweitbeste Heimmannschaft. Diese Stärke hat der Verein eingebüßt.

Nagelsmann folgt im Sommer auf Rangnick

„Solange wir auswärts weiter gewinnen, bleiben wir bei unserem Zwei-Punkte-Schnitt“, sagt Ralf Rangnick, der in dieser Spielzeit die Ämter des Chef-Trainers und des Sportdirektors in Personalunion ausübt. Ab Sommer wird dann Julian Nagelsmann, aktuell noch für 1899 Hoffenheim tätig, an der Seitenlinie stehen. Rangnick hingegen wird sich dann auf eigenen Wunsch wieder voll und ganz auf seine Rolle als Sportdirektor konzentrieren.

Dass Rangnick nach dem Abgang von Ralph Hasenhüttl nach dem Ende der vergangenen Spielzeit noch einmal für ein Jahr auf die Trainerbank zurückkehrt, war zunächst eigentlich nicht geplant. Allerdings war Wunschtrainer Nagelsmann erst ab Sommer 2019 verfügbar. „Wenn ich kategorisch ausgeschlossen hätte, es für dieses eine Jahr selbst zu machen, hätten wir Julian nicht verpflichten dürfen“, sagt Rangnick. „Dann hätten wir eine andere Lösung finden müssen. Auf einen anderen Trainer hätten wir nicht ein Jahr gewartet.“

Den Staffelstab übergeben möchte Rangnick mit der geglückten Qualifikation für die Königsklasse. Das Polster auf Rang fünf beträgt allerdings nur drei Pünktchen. Deshalb wissen alle Beteiligten in Leipzig, dass möglichst bald auch wieder zu Hause gewonnen werden sollte.

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