Robin Gosens: Ein ganz besonderer Moment

Nach dem 3:1-Sieg an alter Wirkungsstätte war Robin Gosens sichtlich zufrieden. „Ich bin unfassbar stolz auf unsere Mannschaft“, sagte der Linksfuß nach der Partie am Freitag (11.9.) beim 1. FC Union Berlin, in der er mit seinem Tor zum 1:0 in der 25. Minute den Grundstein für den wichtigen Auswärtserfolg gelegt hatte.

Robin Gosens hebt den Daumen.

„Wenn ich den gesamten Spielverlauf betrachte, war es ein verdienter Sieg“, so der 32-Jährige. Von der ersten Minute an habe die Mannschaft den Matchplan umgesetzt. „Wir standen sehr kompakt und waren mit Ball deutlich besser als gegen die Bayern. Genau daran haben wir in der Trainingswoche gearbeitet – wir haben uns vorgenommen, in Berlin mit Ball besser zu agieren“, erklärte er.

Eine besondere Geschichte schrieb Gosens mit seinem Tor. „Mein Treffer an alter Wirkungsstätte war ein ganz besonderer Moment.“ Als der Ball im Netz lag, sei es ein „Mix der Gefühle“ gewesen, da der Schalker Neuzugang aus Florenz bei den Köpenickern eine intensive Zeit verlebt habe. „Deshalb habe ich aus Respekt vor meinem alten Club nicht gejubelt. Im Umkehrschluss heißt das allerdings nicht, dass ich mich nicht gefreut habe.“

Denn auf der anderen Seite stand ein ganz besonderer Meilenstein: „Mein erstes Tor für Schalke in der Bundesliga – für den Verein, für den seit meiner Kindheit mein Herz schlägt.“ Umso größer war die Freude darüber, seiner Mannschaft damit geholfen zu haben. „Diesen Moment werde ich vermutlich niemals vergessen.“

Schon mein Jugendtrainer hat damals immer gesagt: ‚Flach und in die lange Ecke.‘

Robin Gosens

Auch die Entstehung des Treffers erklärte Gosens. „Ich hatte schon immer ein gutes Gespür dafür, wie der Ball auf den zweiten Pfosten kommen kann. Wichtig ist, dann bereit zu sein. Ich wusste, dass ich keine Zeit für die Annahme habe, also musste ich das Ding volley nehmen.“ Dabei erinnerte er sich an einen Rat aus früheren Tagen: „Schon mein Jugendtrainer hat damals immer gesagt: ‚Flach und in die lange Ecke.‘ Zum Glück hat es geklappt.“

Mannschaftliche Geschlossenheit

Ein wichtiger Grund für einen erfolgreichen Abend sei wie bereits in der Vorwoche gegen die Bayern die mannschaftliche Geschlossenheit gewesen. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Sekunde gefightet. Und die Spieler, die in die Partie gekommen sind, haben noch einmal neue Impulse gesetzt“, lobte der Linksfuß.

Genau das entspreche auch dem Ansatz von Miron Muslic, wie Gosens betonte: „Unser Coach spricht immer von Gamechangern und nicht von Einwechselspielern – und das finde ich genau richtig.“ In Berlin zeigte sich das unter anderem bei Hee Chan Hwangs Vorlage und Maximilian Wöbers Treffer. Beide Akteure hatten nicht in der Startelf gestanden.

Den Sieg werde das Team nun genießen, ehe der volle Fokus auf die anstehende Aufgabe gerichtet wird. „In den kommenden Tagen werden wir hart arbeiten, damit wir auch gegen Elversberg ein gutes Ergebnis erzielen. Unser Ziel ist es, mit sieben Punkten in die Länderspielpause zu gehen.“ Der Mit-Aufsteiger ist am Sonntag (20.9.) um 17.30 Uhr zu Gast in der VELTINS-Arena.

Seite teilen

Das könnte dich auch interessieren