SC Freiburg: Fundament gelegt

Für den SC Freiburg könnte die Bundesliga-Partie gegen die Königsblauen am Samstag (27.6., 15.30 Uhr) das Ende einer Ära bedeuten. Für die Breisgauer ist es womöglich das letzte Spiel im Schwarzwald-Stadion, das 1954 unter dem Namen Dreisamstadion eröffnet worden war.

Christian Streich

Das neue SC-Stadion befindet sich derzeit im Bau, die Corona-Pandemie verzögert die Fertigstellung. Aktuell ist unklar, in welcher Spielstätte die Breisgauer zu Beginn der kommenden Bundesliga-Saison auflaufen werden.

34.700 Zuschauer wird die Arena fassen, beinahe 11.000 mehr als das Schwarzwald-Stadion. Mit der neuen Spielstätte soll ein weiterer Grundstein für die Etablierung des Sport-Clubs in der Bundesliga gelegt werden. Aus dem Fußball-Oberhaus ist Freiburg ohnehin kaum mehr wegzudenken. Den Betriebsunfall Abstieg in der Saison 2014/2015 hatte die Mannschaft von Chef-Trainer Christian Streich in der Folge-Spielzeit umgehend mit dem Gewinn der Zweitligameisterschaft korrigiert.

Top-Joker Petersen

In einem homogenen Team ohne die großen Stars stechen zwei Personen hervor. Zum einen Nils Petersen, der Top-Joker der Bundesliga, und zum anderen Chef-Trainer Christian Streich. Der 31 Jahre alte Petersen traf im Fußball-Oberhaus bereits 25 Mal nach Einwechselung – Bundesliga-Rekord. In dieser Saison kam der Stürmer neunmal von der Bank und erzielte vier Treffer. Besser ist einzig Erling Haaland mit sechs Toren bei vier Einwechselungen.

Für mich war es eine Selbstverständlichkeit, dass ich weitermache.

Christian Streich

Streich, seit Dezember 2011 Chef-Trainer der Breisgauer und aktuell dienstältester Bundesliga-Coach, verlängerte jüngst erneut seinen Vertrag. Über die Laufzeit machten Streich und Club keine Angaben. „Für mich war es eine Selbstverständlichkeit, dass ich weitermache“, wird Streich auf der Homepage des SCF zitiert. „Wir haben die Abmachung, dass wir so lange zusammen weitermachen, bis einer sagt, ich will es nicht mehr – entweder der Verein oder ich“, so Streich weiter, der betonte, dass eine Verhandlung nicht nötig gewesen sei.

Den Klassenerhalt sicherte sich der Sport-Club in dieser Saison frühzeitig, bis zum vergangenen Wochenende lebte gar der Traum von Europa. Aufgrund der 1:3-Niederlage bei Bayern München ist Platz sieben nun nicht mehr zu erreichen, der SCF wird die Saison auf Rang acht oder neun beenden. Doch auch wenn das „Bonbon“ Europapokal verpasst wurde: Mit dem Stadionbau sowie Streichs Vertragsverlängerung scheint Freiburg das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft gelegt zu haben.

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