VfB Stuttgart: Minimalziel erreicht

Hinter dem VfB Stuttgart liegt alles andere als eine gute Saison. Als Fast-Europa-League-Teilnehmer und zweitbeste Rückrundenmannschaft der Vorsaison in die aktuelle Spielzeit gestartet, hieß es im vergangenen Sommer im Umfeld der Schwaben, dass nur der Klassenerhalt nicht mehr das Ziel sein könne. Momentan wären die VfB-Verantwortlichen allerdings froh, wenn feststünde, dass auch in der kommenden Saison Bundesligafußball in der Mercedes-Benz Arena gespielt wird.

Immerhin konnte am 33. Spieltag dank eines 3:0-Sieges gegen den VfL Wolfsburg der direkte Abstieg verhindert werden. „Wir haben 27 Punkte jetzt, da darfst du normal nicht in der Liga bleiben“, sagt Kapitän Christian Gentner selbstkritisch. Dann fügt er hinzu: „Wir bekommen die Chance geschenkt mit der Relegation.“ Und diese Chance will der VfB ergreifen. Als Gegner am 23. und 27. Mai wartet entweder der SC Paderborn 07 oder der 1. FC Union Berlin.

Trainerwechsel nach 0:6-Pleite in Augsburg

„Das werden zwei Finalspiele, in denen alles möglich ist und für die wir eine Top-Leistung brauchen, um unser Ziel zu erreichen, in der Bundesliga zu bleiben“, sagt Interimstrainer Nico Willig, der am Ostersonntag Markus Weinzierl beerbte. Der Ex-Coach der Königsblauen wurde nach einer 0:6-Niederlage tags zuvor beim direkten Konkurrenten FC Augsburg freigestellt.

Das werden zwei Finalspiele, in denen alles möglich ist.

Nico Willig

Eine Maßnahme, die Sportvorstand Thomas Hitzlsperger lange hinausgezögert hatte, da er Weinzierls Arbeit vertraute und dem Coach mehrfach öffentlich den Rücken gestärkt hatte. „Ich bin der Überzeugung, dass wir das gemeinsam hinbekommen“, erklärte Hitzlsperger noch wenige Tage vor dem Debakel in Augsburg. Doch nach der Pleite in der Fuggerstadt, bei der sich die Schwaben desaströs präsentiert hatten, sah sich der Sportvorstand zum Handeln gezwungen.

In acht von zehn Fällen setzte sich der Erstligist durch

Der neue Impuls verfehlte seine Wirkung nicht. Unter Nico Willigs Leitung holte der VfB sechs von neun möglichen Zählern und präsentierte sich bei den Auftritten gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) und den VfL Wolfsburg (3:0) stark formverbessert. „Die Mannschaft glaubt an sich“, betont der Interimstrainer. Ron-Robert Zieler sieht es ähnlich, gleichzeitig weiß der Torhüter aber auch: „Wir haben jetzt noch brutal schwierige Wochen vor uns.“

Ein Blick auf die Statistik dürfte den Stuttgartern Hoffnung machen. Seit der Wiedereinführung der Relegation im Jahr 2009 hatte in acht von zehn Fällen der Bundesligist am Ende die Nase vorne. So auch in den vergangenen beiden Spielzeiten, als der VfL Wolfsburg zunächst gegen Eintracht Braunschweig und im Folgejahr gegen Holstein Kiel den Klassenverbleib sichern konnte – mit Daniel Didavi. Der Mittelfeldmann, mittlerweile in Diensten der Schwaben, hofft auf ein persönliches Triple. „Relegation ist nicht positiv – denn dann hast du keine gute Saison gespielt“, sagt Didavi. „Für uns ist es aber positiv, denn der direkte Klassenerhalt war eh schon weg.“

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