Werder Bremen: Antrag auf Änderung der Fußballregeln

Wenn man Werder Bremen in den vergangenen Wochen spielen sah, mag nicht wirklich daran glauben, dass diese Mannschaft in den Abstiegsstrudel geraten könnte. Ein Blick auf die Tabelle nach dem ersten Drittel der Saison verdeutlicht allerdings, dass die Grün-Weißen lediglich zwei Plätze vor dem Relegationsrang liegen. Die Krux: Der SVW spielt zwar attraktiven Fußball, der Ertrag fehlt bislang allerdings.

„Im Fußball zählen nun mal Tore und Gegentore“, sagt Werders Manager Frank Baumann und zählt damit in einem Satz die beiden großen Schwierigkeiten der Norddeutschen auf. Den Bremern mangelt es vor dem gegnerischen Tor trotz einer Vielzahl an gefährlichen Aktionen an der nötigen Kaltschnäuzigkeit. Mit 76 Torchancen haben sich die Norddeutschen nach Meister Bayern München und Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach zwar die drittmeisten Möglichkeiten aller 18 Clubs im Oberhaus erspielt. Im Ranking der Chancenverwertung liegt Werder aber nur auf Rang 14.

Bereits acht Gegentore nach ruhenden Bällen

Zudem fängt sich die Mannschaft von Chef-Trainer Florian Kohfeldt Woche für Woche zu einfache Gegentore. „Es sind immer wieder Fehler, die einfach nicht passieren dürfen. Und diese Fehler kosten uns Punkte“, moniert der Coach. Gerade bei ruhenden Bällen des Gegners schaffen es die Bremer häufig nicht, die Situationen zu verteidigen. Bei der jüngsten 1:3-Niederlage in Mönchengladbach kassierte der SVW bereits das achte Standard-Gegentor in diesem Spieljahr – Ligahöchstwert. Kohfeldt nahm es nach der Pleite im Borussia-Park mit Galgenhumor: „Ich habe keine Lust mehr auf das Thema und beantrage, dass wir zukünftig ohne Standards spielen.“

Ich bin sehr optimistisch, dass wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben werden.

Frank Baumann

Ihren letzten Sieg feierten die Grün-Weißen vor mehr als neun Wochen. Seit dem 2:1-Erfolg bei Union Berlin am 4. Spieltag setzte es zwar nur zwei Niederlagen, aber es gab eben auch fünf Unentschieden, aufgrund derer die Hanseaten in der Tabelle nicht vorankommen. „Unsere Situation ist nicht komfortabel, aber sie macht mir keine Sorgen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben werden“, erklärt Baumann.

Mut macht ihm die Tatsache, dass mit Niklas Moisander und Ludwig Augustinsson zwei Leistungsträger, die zuletzt ausgefallen sind, in Kürze zurückkehren dürften. Ein weiterer Hoffnungsträger wird hingegen längerfristig fehlen. Niclas Füllkrug, vor der Saison von Hannover 96 als Ersatz für den abgewanderten Max Kruse verpflichtet, zog sich nach dem 4. Spieltag einen Kreuzbandriss zu. Bis zu diesem Zeitpunkt waren dem Angreifer, der in der Jugend bereits das Werder-Trikot getragen hatte, in 292 Minuten Spielzeit zwei Tore und eine Vorlage gelungen. Eben jene Effektivität wird derzeit schmerzlich rund um das Weser-Stadion vermisst.

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