Galatasaray Istanbul: Zu Hause eine Macht

21 Meisterschaften, 17 nationale Pokalsiege und 15 gewonnene Supercups zieren den Briefkopf von Galatasaray Istanbul, hinzu kommt der Gewinn des UEFA-Cups in der Saison 1999/2000. Damit sind die „Löwen“, wie der Verein von seinen Fans genannt wird, der erfolgreichste Club in der Türkei.

Wenn es nach den enthusiastischen Anhängern geht, wird in dieser Spielzeit die 22. Meisterschaft errungen. Nach neun Spieltagen führt Galatasaray die Tabelle mit 19 Zählern an. Gerade im heimischen Türk Telekom Stadion ist die Mannschaft von Chef-Trainer Fatih Terim eine Macht. Vier von fünf Partien auf eigenem Platz in der Süper Lig wurden gewonnen.

Zuletzt kam das Team um den Ex-Schalker Younes Belhanda gegen Bursaspor allerdings nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Ebenso ärgerlich wie das Ergebnis: Serdar Aziz (Leiste) sowie Sofiane Feghouli und Fernando (beide Oberschenkel) mussten alle in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden. Ihre Einsätze gegen den S04 sind noch fraglich.

Seit Mai 2017 ohne Heimniederlage

Saisonübergreifend ist Galatasaray mittlerweile seit 24 Ligaspielen ungeschlagen. Satte 21 Partien davon wurden gewonnen. Die letzte Niederlage vor eigenem Publikum setzte es am 6. Mai 2017 gegen Kasimpasa.

Auch in der Königsklasse konnte der Istanbuler Club zu Hause jubeln. Zum Auftakt der Gruppenphase wurde Lokomotive Moskau mit 3:0 bezwungen. Auswärts in Porto hingegen waren die „Löwen“ nicht bissig genug, sie unterlagen mit 0:1. Dennoch urteilte Stürmer Sinan Gümüs anschließend: „Wenn wir so weiterspielen, werden wir in dieser Gruppe Erfolg haben.“

Das neue Selbstvertrauen ist auch einer kontinuierlichen Blutauffrischung zu verdanken. Mit dem französischen Torjäger Bafetimbi Gomis (33), der im August zu Al-Hilal nach Saudi-Arabien wechselte, verließ der letzte große „Alte“ die Rot-Gelben. Anstatt – wie vor einigen Jahren – auf Routiniers mit klangvollen Namen zu setzen, baut „Gala“ verstärkt auf frische Kräfte im besten Fußballer-Alter.

Ausgewogener Kader

So holte man vor der Saison Spielmacher Emre Akbaba (25, laboriert derzeit an einem Fußbruch) vom Ligakonkurrenten Alanyaspor sowie leihweise den senegalesischen Mittelfeldmann Badou Ndiaye (27, von Stoke City) und den nigerianischen Nationalstürmer Henry Onyekuru (21, FC Everton). Als einziger Routinier verstärkte der im vergangenen Winter ausgeliehene und im Sommer gekaufte japanische Außenverteidiger Yuto Nagatomo (31, Inter Mailand) den türkischen Meister.

„Wir haben einen ausgewogenen Kader, mit dem wir sowohl national als auch international absolut konkurrenzfähig sind“, betont Terim. Galatasaray geht den Tanz auf drei Hochzeiten durchaus ambitioniert an. Auch ohne die ganz großen Namen.

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