S04 unterliegt in Porto, überwintert aber trotzdem in der Königsklasse

Der FC Schalke 04 steht trotz einer 1:3-Niederlage am Mittwoch (28.11.) beim FC Porto im Achtelfinale der Champions League. Da Galatasaray Istanbul im frühen Spiel des Abends mit 0:2 bei Lokomotive Moskau unterlegen war, konnten sich die Königsblauen bereits vor dem Anpfiff im Estadio do Dragao über die Qualifikation für die K.o.-Runde der Königsklasse freuen. Der Gruppensieg ist allerdings nicht mehr möglich, da der FC Porto nach fünf von sechs Spielen uneinholbar an der Spitze liegt.

Fünf Wechsel in der Startelf

Domenico Tedesco musste gegen den portugiesischen Meister auf Guido Burgstaller verzichten. Der Österreicher konnte wegen einer Achillessehnenreizung nicht spielen. Zudem fehlte Bastian Oczipka, der nicht auf der UEFA-Spielberechtigungsliste steht. Der Linksfuß hatte wegen einer Leistenverletzung lange pausieren müssen und erst vor vier Tagen sein Pflichtspiel-Comeback gefeiert.

Für das Duo kamen Franco Di Santo und Hamza Mendyl zum Einsatz. Gegenüber dem 5:2-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg gab es zudem noch drei weitere Wechsel. Naldo, Omar Mascarell und Yevhen Konoplyanka begannen anstelle von Salif Sané, Sebastian Rudy und Amine Harit.

Fährmann reagiert zweimal stark

Die Anfangsphase verlief eher ruhig. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst einmal ab, wobei der S04 in den ersten Minuten etwas besser im Spiel war. Ein Großteil des Geschehens ereignete sich aber vor allem im Mittelfeld, ehe der FC Porto sich zunehmend ein optisches Übergewicht erarbeitete. Nach einer Viertelstunde ging erstmals ein Raunen durch das Stadion, als Danilo Schalkes Torhüter Ralf Fährmann mit einem platzierten Volleyschuss aus 18 Metern zu einer starken Parade zwang.

Vier Minuten später konnte sich der Keeper der Königsblauen erneut auszeichnen. Moussa Marega zirkelte die Kugel aus dem Getümmel im Sechzehner auf das rechte obere Eck, fand in Ralf Fährmann aber seinen Meister. Danach ereignete sich bis zum Pausenpfiff nicht mehr viel in den Strafräumen. Die Defensive der Gastgeber stand gut gestaffelt, sodass die Knappen im Angriffsspiel in den ersten 45 Minuten nicht richtig zum Zug kamen. Und auch Schalkes Abwehr hatte die Portugiesen gut im Griff.

Doppelschlag entscheidet das Spiel

Die zweite Halbzeit begann ohne Steven Skrzybski. Der Offensivmann musste wegen einer Verletzung im Schulterbereich in der Kabine bleiben, für ihn kam Amine Harit in die Partie. Etwas mehr als 60 Sekunden nach dem Seitenwechsel war Ralf Fährmann bereits wieder voll in seinem Element. Nachdem der Ball mit etwas Glück links im Sechzehner bei Hector Herrera gelandet war, schloss der Mexikaner freistehend ab – allerdings ohne Erfolg. Wenig später musste sich der Keeper der Königsblauen dann aber geschlagen geben, als Eder Militao das Spielgerät nach einer Hereingabe von Oliver Torres platziert in die Maschen nickte (52.).

Nahezu direkt nach Wiederanpfiff tauchte Yevhen Konoplyanka vor Portos Schlussmann Iker Casillas auf, schaffte es aber nicht, den Welt- und Europameister mit seinem Schuss aus 13 Metern zu bezwingen. Die Platzherren machten es kurz danach in Person von Jesus Corona besser. Der Flügelstürmer schloss nach einem Doppelpass mit Yacine Brahimi überlegt ins rechte Eck ab. Benjamin Stambouli versuchte noch, den Ball zu klären, konnte diesen letztlich aber nur noch ins eigene Tor spitzeln – 2:0 für Porto (55.). Fünf Minuten später fiel fast das 3:0. Felipe kam mit einem Fallrückzieher sehenswert zum Abschluss, knallte das Leder aber an den Querbalken.

Anschließend plätscherte die Begegnung ein wenig vor sich hin, wobei den Knappen auch weiterhin offensiv nicht allzu viel gelingen wollte. Die Mannschaft von Domenico Tedesco kam kurz vor dem Abpfiff dennoch zum Anschlusstreffer. Nabil Bentaleb verwandelte in der 89. Minute einen Strafstoß, nachdem Oliver Torres zuvor mit der Hand im eigenen Sechzehner am Ball gewesen war. Porto stellte in der Nachspielzeit den alten Abstand aber wieder her. Torschütze war Moussa Marega, der sich die Möglichkeit frei vor Ralf Fährmann nicht entgehen ließ und zum 3:1-Endstand vollendete.

Noch Tickets gegen Moskau erhältlich

Das abschließende Gruppenspiel steigt am Dienstag, den 11. Dezember, um 18.55 Uhr in der VELTINS-Arena gegen Lokomotive Moskau. Für das Wiedersehen mit den beiden Ex-Knappen Jefferson Farfan und Benedikt Höwedes sind auf store.schalke04.de noch Tickets erhältlich.

Vor dem Duell mit dem russischen Meister warten auf die Knappen aber erst einmal zwei knifflige Aufgaben in der Bundesliga. Am Samstag (1.12.) ist die Mannschaft von Chef-Trainer Domenico Tedesco um 18.30 Uhr bei der TSG 1899 Hoffenheim gefordert, eine Woche später wird um 15.30 Uhr im königsblauen Wohnzimmer das Derby angepfiffen!

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