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Pokal-Niederlage gegen die SGS Essen
Es war angerichtet: Nach dem Gewinn des Westfalenpokals und dem Sieg im Play-off-Spiel gegen Hannover 96 empfing die Elf von Cheftrainer Stefan Colmsee am Sonntag (27.9.) den Zweitligisten SGS Essen in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Um 13 Uhr ertönte vor mehr als 2.300 Zuschauern im gut gefüllten Parkstadion der Anpfiff.
Die Gäste starteten druckvoll und kamen bereits in der 2. Minute zum ersten Eckstoß. Schalke spielte mutig aus der Defensive und ging in der 4. Minute in Führung. Jule von der Laan setzte sich im Mittelfeld durch und schickte Nathalie Bollmann auf die Reise. Deren Querpass musste Jolina Opladen nur noch über die Linie drücken – 1:0.
Essen drängte anschließend auf den Ausgleich. Schalkes Torhüterin Josefine Osigus hielt zunächst gegen Vanessza Nagy (8.) und parierte auch ihren nächsten Abschluss (13.). Auch in der Folge war Osigus mehrfach gefordert und hielt die Königsblauen im Spiel. Schalke setzte über Konter immer wieder Akzente. In der 19. Minute kam Bollmann nach Zuspiel von Opladen zum Abschluss, ihr Schuss ging jedoch über das Tor.
In der 25. Minute gelang Essen der Ausgleich. Nach einem Einwurf tauchte Laura Bröring frei vor dem Schalker Tor auf und traf zum 1:1. Kurz darauf musste Nele Schmidt nach einem Fehlpass im Spielaufbau in höchster Not klären. Während Bollmann behandelt wurde, spielte Schalke kurzzeitig in Unterzahl. Essen blieb gefährlich, ein Distanzschuss von Anna Wirnsberger verfehlte das Tor knapp (31.).
In der 36. Minute forderten die Schalkerinnen nach einer Flanke von Opladen und einem Fall von Bollmann im Strafraum einen Elfmeter – der Pfiff blieb jedoch aus. Schalke verteidigte weiterhin kompakt und suchte über Konter den Weg nach vorne. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlug Essen erneut zu: Karla Brinkmann traf per Kopf zum 2:1 (45.+2).
Zum zweiten Durchgang wechselte Chef-Trainer Colmsee und nahm Bollmann aus der Partie. Für sie kam Alessandra Vogel ins Spiel. Die erste Chance nach dem Seitenwechsel gehörte den Gästen. Antonia Baaß wurde in der 50. Minute geschickt und dribbelte in den Sechzehner. Ihr Abschluss ging jedoch über das Tor. Im direkten Gegenzug meldeten sich die Schalkerinnen vor dem Essener Tor an. Eine Flanke von Berentzen senkte sich gefährlich in Richtung Tor, doch Julia Kassen streckte sich und klärte den Ball. In der 57. Spielminute führten die Essenerinnen einen Eckball kurz aus. Baaß kam zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp. Nur zwei Minuten später war die Essenerin erneut erfolgreich und erhöhten auf 3:1 aus Sicht der Gäste.
Colmsee reagierte und versuchte, mit neuen Impulsen für mehr Offensivdrang zu sorgen. In der 63. Minute brachte er Bonny Lammers und Julia Debitzki für Chaleen Klöß und Berentzen in die Partie. Kurz darauf erhöhten die Gäste auf 4:1. Kyra Spitzner erlief einen langen Ball und legte quer auf Leonie Köpp, die den Ball ins lange Eck setzte.
In der 77. Minute wechselte der S04 erneut. Für Demi Pagel und Von der Laan kamen Mariella Münster und Sarah Grünheid in die Partie. In der Schlussphase spielte sich das Geschehen größtenteils im Mittelfeld ab. Viele Zweikämpfe und nur wenige Torchancen prägten das Spiel. Die Schalkerinnen versuchten zwar immer wieder, offensiv Akzente zu setzen, waren im letzten Pass jedoch nicht zwingend genug. Nach 95 Minuten pfiff die Unparteiische die Partie beim Stand von 1:4 aus Schalker Sicht ab.
Stefan Colmsee fand trotz der Niederlage lobende Worte für seine Mannschaft: „Unser Start in die Partie war sehr gut. Wir haben vor dem Spiel gesagt: Wenn Essen nicht da ist, werden wir da sein. Das war in der Anfangsphase auch so. Zum Ende hin war Essen dann da und hat letztlich verdient gewonnen. Essen hat das Tempo hochgehalten und wir haben versucht, dieses mitzugehen. Am Ende des Tages sind es die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Beim 1:1 müssen wir die Innenseite besser zumachen. Schade ist natürlich der unglückliche Gegentreffer kurz vor der Pause. Wir kommen trotzdem super aus der Halbzeit und hatten mit Jolina Opladen die große Chance auf den Ausgleich. Leider sollte es nicht sein. Stattdessen fangen wir uns den nächsten Gegentreffer, weil wir nicht richtig in den Zweikampf kommen. So ein Spielverlauf kostet am Ende natürlich Kraft und die fehlt dann in der Schlussphase. Trotz alledem haben alle Gas gegeben und versucht, noch einmal den Anschluss zu erzielen. Das ist unser Mindset und damit werden wir weiterarbeiten. Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft.“