1. FC Köln: Spitzenreiter trotz schwacher Heimbilanz

Elf Spiele, 21 Punkte, Spitzenreiter. Die Welt beim 1. FC Köln könnte in Ordnung sein, ist die Mannschaft um Kapitän und Nationalspieler Jonas Hector doch auf den ersten Blick auf bestem Wege, den „Betriebsunfall“ - den Abstieg in die Zweite Liga - zu korrigieren. Die Stimmung rund um das Geißbockheim ist allerdings eine andere. Der FC blieb zuletzt drei Spiele nacheinander ohne Dreier. Und das Verfolgerfeld rückt immer näher.

„Wir spielen beim 1. FC Köln. Drei Spiele ohne Sieg sind viel, viel, viel zu wenig“, erklärt Abwehrchef Rafael Czichos selbstkritisch. Allerdings sei die Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs trotz des stark besetzten Kaders auch kein Selbstläufer, wie Coach Markus Anfang seit Wochen immer wieder unterstreicht. „Der Aufstieg ist ein schwieriges Unterfangen, für das man einen langen Atem benötigt“, meint der 44-Jährige, der seit Saisonbeginn am Rhein Regie führt.

Der Aufstieg ist ein schwieriges Unterfangen, für das man einen langen Atem benötigt.

Markus Anfang

Dennoch betonen Trainer und Mannschaft, dass sie ihrer Favoritenrolle im Unterhaus Woche für Woche gerecht werden möchten. „Wir alle haben vor der Saison gesagt, dass wir aufsteigen wollen“, erklärt der Ex-Knappe Marco Höger. Deshalb seien die jüngsten drei Resultate – 1:2 gegen den MSV Duisburg, 1:1 bei Holstein Kiel und 1:1 gegen den 1. FC Heidenheim – enttäuschend. „Es tut weh, dass wir zum dritten Mal hintereinander keinen Sieg geholt haben. Wir haben über 75, 80 Minuten ein gutes Spiel gezeigt, haben unsere Chancen aber zu inkonsequent genutzt. So kommt dann so ein Ergebnis zustande“, so Höger.

Gegen Heidenheim kamen die Kölner zwar zu 28 Torschüssen, die meisten Versuche waren eine leichte Beute für den gegnerischen Schlussmann Kevin Müller. „Ruhe und Präzision vor dem Tor haben uns gefehlt“, bemängelt Rafael Czichos. Nicht zuletzt deshalb belegt der FC in der Heimtabelle der Zweiten Liga nur Rang zehn.

„Gerade zu Hause haben wir unsere Fans nicht immer mit gutem Fußball verwöhnt. Wir wissen, dass wir besser spielen können und eigentlich auch besser sind“, sagt Markus Anfang. Beim Blick auf die Gesamtausbeute nach elf Spieltagen betont er aber auch: „Wir müssen uns trotzdem nicht entschuldigen, dass wir Erster sind.“

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