Erlösung nach dem Ende einer langen Wartezeit

Nach zwei Siegen in der Bundesliga setzten die Königsblauen ihre Erfolgsserie auch im DFB-Pokal fort. Das 3:1 beim SV Wehen Wiesbaden, das den Weg ins Achtelfinale ebnete, war aber nicht das Einzige, das den Knappen am Dienstagabend (24.10.) Freude bereitete.

Die Erlösung war förmlich greifbar. Franco Di Santo sank auf die Knie und streckte die Hände in den Wiesbadener Nachthimmel. Sekunden später war er Mittelpunkt einer Schalker Jubeltraube. Dass das erste Pflichtspieltor des Argentiniers seit 599 Tagen – im März 2016 gewannen die Königsblauen 3:1 beim 1. FC Köln – bei der gesamten Mannschaft eine besondere Freude auslöste, war unschwer zu erkennen. „Wir freuen uns alle für ihn. Er hat sich das selbst hart erarbeitet“, lobte Sturmpartner Guido Burgstaller.

Der gleichen Ansicht war Domenico Tedesco, der die letzte Station des befreienden Jubels darstellte. Mit einer Umarmung bedankte sich Di Santo bei seinem Trainer für das entgegengebrachte Vertrauen. „Franco hat bereits in den vergangenen Spielen in Berlin und gegen Mainz viel geackert und zahlreiche Bälle festgemacht. Jetzt hat er sich dafür belohnt“, so Tedesco. Der Stürmer selbst wollte sein persönliches Erfolgserlebnis nach dem Schlusspfiff nicht zu hoch hängen: „Ich musste lange auf dieses Tor warten. Über allem steht aber, dass wir gewonnen haben.“

Ich musste lange auf dieses Tor warten.

Franco Di Santo

Dabei hatte der sehenswerte Kopfballtreffer aus der 26. Minute auf dem Weg zum Weiterkommen eine enorme Bedeutung, brachte er doch die bis dahin mutig aufspielenden Gastgeber ein wenig aus dem Tritt. So war es Burgstaller, der nur 04 Minuten später auch im dritten Spiel in Serie das vorentscheidende 2:0 erzielte. Und auch am dritten Tor des Abends kurz nach der Pause hatte der Österreicher großen Anteil, als er den Eigentorschützen Alf Mintzel im Strafraum unter Druck setzte.

In der ersten Halbzeit profitierte Burgstaller, wie auch zuvor schon Di Santo, von einer punktgenauen Flanke von Bastian Oczipka. „Wir haben die Bälle gut auf die Flügel gespielt, sodass ich auf der Außenbahn viel Platz hatte. Es ist schön, dass zwei Tore dadurch gefallen sind“, erklärte der frisch gebackene Vater, der trotz des Weiterkommens auch Kritik übte: „Die letzten 20 Minuten ärgern mich, denn da haben wir den Gegner wieder herankommen lassen. In solchen Momenten müssen wir einfach zeigen, dass wir die qualitativ bessere Mannschaft sind und die Partie sauber zu Ende spielen.“

Im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (28.10., 15.30 Uhr) dürfe man sich solche Nachlässigkeiten nicht erlauben, schließlich wollen Oczipka und seine Teamkollegen ihre positive Serie weiter ausbauen: „Wenn wir gegen Wolfsburg nachlegen können, stehen wir insgesamt gut da.“ Und auch Naldos Erfolgshunger ist noch nicht gestillt: „Nachdem wir nun dreimal in Folge gewonnen haben, ist das Selbstvertrauen da. Gegen Wolfsburg wollen wir so weitermachen und erneut auf Sieg spielen.“ Für die Partie gegen die Niedersachsen sind auf store.schalke04.de noch Tickets erhältlich.

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