25 Jahre nach dem UEFA-Cup-Triumph: Großes Wiedersehen der Eurofighter

„Wir schlugen Roda, wir schlugen Trabzon, wir schlugen Brügge sowieso! Valencia, Teneriffa, Inter Mailand, das war ne Show!“ Diese jedem Schalker bekannte Liedzeile entstand vor 25 Jahren anlässlich des Triumphes im UEFA-Cup. Am Samstag (7.5.), dem Jahrestag des Final-Hinspiels, kamen die Helden von damals erneut zusammen. Olaf Thon, Kapitän der legendären 1997er-Mannschaft, Erfolgstrainer Huub Stevens sowie Johan de Kock und Youri Mulder, beides wichtige Kräfte auf dem Weg zum Titel, hatten anlässlich des Jubiläums ein großes Wiedersehen organisiert.

Die Eurofighter auf dem Spielfeld

Nahezu alle Eurofighter inklusive des damaligen Trainer- und Funktionsteams samt Familien waren der Einladung zum Heimspiel der aktuellen Lizenzmannschaft gegen den FC St. Pauli in die VELTINS-Arena gefolgt. Neben Jiri Nemec und Radoslav Latal (beide hatten sportliche Verpflichtungen als Trainer bei ihren aktuellen Clubs) fehlte aber ausgerechnet einer: Olaf Thon. Der 56-Jährige war wenige Tage vor dem großen Wiedersehen positiv auf Covid-19 getestet worden. „In diesen Zeiten gibt es natürlich viel Schlimmeres auf der Welt. Trotzdem ist es extrem schade. Ich wäre so gerne dabei gewesen und hatte mich sehr gefreut“, so Thon.

Die Eurofighter werden von den Fans gefeiert

Eurofighter werden minutenlang gefeiert

Statt vor Ort hielt der Kapitän der 1997er-Elf mit seinen damaligen Mitspielern per Smartphone Kontakt und konnte zudem vor dem Fernseher verfolgen, wie die Eurofighter vor dem Anpfiff des Spiels gegen den FC St. Pauli minutenlang in der VELTINS-Arena gefeiert wurden. Auf dem Videowürfel waren zunächst noch einmal Highlights aus der Saison 1996/1997 gezeigt worden – und jeder einzelne Treffer von den Fans im Stadion wurde dabei lautstark bejubelt. Der eine oder andere Anhänger hatte auch Tränen in den Augen, als die Erinnerungen an den 21. Mai 1997 noch einmal hochkamen.

Jörg Seveneick, vielen Fans bekannt als Kommentator der Spiele auf Schalke TV, schnappte sich anschließend einige der Protagonisten von damals zum Interview. Yves Eigenrauch berichtete, was die Mannschaft damals ausgemacht hat. „Das ist in wenigen Worten eigentlich gar nicht zu beschreiben“, meinte der einstige Verteidiger. „Wir sind stets als Team aufgetreten, waren auf und neben dem Platz eine Mannschaft, auch wenn wir manchmal nicht einer Meinung waren.“

Es ist wie immer: Damals waren wir eine Mannschaft, und heute sind wir noch immer eine Mannschaft.

Huub Stevens

Ingo Anderbrügge erinnerte sich noch einmal an das Elfmeterschießen in San Siro. Der Linksfuß hatte damals den ersten Schuss vom Punkt entschlossen verwandelt. „Den Elfmeter von damals habe ich schon häufig nacherzählen müssen. Zum Glück muss ich ihn nicht noch einmal schießen“, meinte das Mitglied der Schalker Jahrhundertelf. „Es war definitiv einer der besten in meiner Karriere. Ich habe den Torwart damals nicht ausgeguckt. Mir war vorher klar, in welche Ecke ich schieße. Mit Schmackes.“ Anschließend sorgte Anderbrügge noch für einen Schmunzler. Gianluca Pagliuca, Inters damaliger Torhüter, hätte damals eine Woche nach dem Finale noch eine Grippe gehabt vom Wind, den sein strammer Schuss erzeugt habe, meinte er.

Nicht fehlen am Mikrofon durfte Huub Stevens. Schalkes Jahrhunderttrainer war sichtlich berührt, weil „seine Jungs“ auch heute noch immer eine Einheit sind. „Es ist wie immer: Damals waren wir eine Mannschaft, und heute sind wir noch immer eine Mannschaft. Das zeichnet dieses Team aus, der Zusammenhalt war und ist noch immer einmalig.“ Gleichzeitig berichtete der Niederländer, dass er Rudi Assauer und Charly Neumann, den damaligen Manager sowie den legendären Mannschaftsbetreuer, vermisse. Beide sind bereits verstorben – und beide hätten für ewig einen Platz in seinem Herzen.

Bernd Schröder

Kurz vor dem Start des Aufwärmprogramms der heutigen Schalker Mannschaft gab es dann noch Präsente. Der Vorstand um Bernd Schröder, Peter Knäbel und Christina Rühl-Hamers übergab Huub Stevens eine Collage mit den schönsten Bildern des UEFA-Cup-Triumphes. Auch alle weiteren Eurofighter bekamen diese wenig später in den Katakomben der VELTINS-Arena überreicht. Peter Knäbel sagte dazu: „Dieser Triumph wird unvergessen bleiben und ewig einen Platz im Herzen aller Schalker haben. Schön, dass ihr alle heute da seid.“

Große Freude nach dem Aufstieg

Das Spiel gegen den FC St. Pauli verfolgte die Gruppe dann gemeinsam von der Tribüne aus und litt mit, als es 0:2 stand. Und sie feierte euphorisch, als Rodrigo Zalazar den Ball später zum 3:2 unter die Latte nagelte und wenig später tatsächlich die Rückkehr in die Bundesliga gefeiert werden konnte. Der eine oder andere Eurofighter fühlte sich dabei an 1997 erinnert. Der Triumph war damals ein anderer, eines aber war identisch: der Team-Spirit. Nicht zuletzt, weil in beiden Jahren mit Mike Büskens einer von ihnen mittendrin war. Mit ihrem damaligen Mitspieler feierten sie deshalb noch bis tief in die Nacht – den Aufstieg, die Erinnerungen an den UEFA-Cup-Sieg und vor allem die Freundschaft.

Denn Kontakt hält die Mannschaft von 1997 auch heute noch regelmäßig. Gerade in der WhatsApp-Gruppe der Eurofighter herrscht reger Betrieb – vor allem an Geburtstagen. Zudem werden immer wieder Erinnerungen geteilt. Einige Akteure wie beispielsweise Mike Büskens, Martin Max, Youri Mulder, Mathias Schober und auch der damalige Kapitän Olaf Thon sind zudem in unterschiedlichen Funktionen in die Vereinsarbeit eingebunden. Für sie alle gilt: Einmal Schalker, immer Schalker!

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