Dimitrios Grammozis: Ehrgeiz und Power auf die Mannschaft übertragen

Hinter Dimitrios Grammozis liegen ereignisreiche Stunden. Bereits kurz nach der Unterschrift unter einen Vertrag als Chef-Trainer beim FC Schalke 04 lernte der 42-Jährige Teile des Funktionsteams sowie die ersten Spieler kennen, zudem beschäftigte er sich intensiv mit der anstehenden Aufgabe – dem wichtigen Heimspiel am Freitag (5.3.) um 20.30 Uhr gegen den 1. FSV Mainz 05.

Dimitrios Grammozis

„Ich möchte meinen Ehrgeiz, meine Power auf die Mannschaft übertragen. Besonders wichtig ist mir der Zusammenhalt“, sagt der in Wuppertal geborene Grieche. „Da ich aus der Region komme, weiß ich, wie Schalke 04 tickt, wie die Menschen hier ticken und welche Bedeutung der Verein hat. Ich freue mich riesig, nun ein Teil des Vereins zu sein. Ich bin absolut überzeugt von meiner neuen Aufgabe. Die Gespräche mit Peter Knäbel waren sehr gut. Ich hatte direkt das Gefühl, dass er gerne mit mir zusammenarbeiten möchte.“

Grieche verfolgte königsblauen Weg zuletzt intensiv

Grammozis verrät, dass er bereits in der jüngeren Vergangenheit mit Jochen Schneider, der vor wenigen Tagen aus dem Amt als Vorstand Sport und Kommunikation ausgeschieden ist, im Austausch gewesen sei. „Da habe ich bereits ein Gefühl für die Aufgabe entwickelt“, meint der Fußballlehrer. Nachdem sich der FC Schalke 04 dann im Herbst für eine andere Lösung auf der Trainerposition entschieden hatte, habe er die Königsblauen dennoch weiterhin intensiv verfolgt, sagt Grammozis. „Die Mannschaft hat Qualität. Aus den unterschiedlichsten Gründen ist es ihr in den vergangenen Wochen und Monaten allerdings nicht gelungen, diese Qualität auch auf dem Platz zu zeigen. Ich bin aber zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir gegen Mainz ein gutes Spiel zeigen werden.“

Als Fußballer sollte man sich nach einem Spiel nicht nachsagen lassen, dass man nicht alles gegeben hat.

Dimitrios Grammozis

Die Zeit bis zu seinem Debüt an der Seitenlinie ist kurz. Grammozis: „Meine Hauptaufgabe ist es, mir in den nächsten Stunden und Tagen einen genauen Überblick von den einzelnen Spielern und der Mannschaft als Ganzes zu verschaffen. Ich möchte die Jungs kennenlernen, auch als Menschen.“ Fußballerische Inhalte könnten bis zum Spiel kaum trainiert werden. „Aber wir arbeiten nicht mit einer Anfängermannschaft, das sind alles gestandene Profis. Es ist möglich, zwei oder drei Ansätze gemeinsam zu erarbeiten, mit denen wir die Aufgabe gegen Mainz angehen können“, meint der Grieche. Eines setzt er für das Kräftemessen mit den Nullfünfern voraus: „Ich erwarte und bin auch davon überzeugt, dass die Mannschaft in den 90 Minuten gegen Mainz alles aus sich herausholt. Als Fußballer sollte man sich nach einem Spiel nicht nachsagen lassen, dass man nicht alles gegeben hat.“

Vorfreude auf Zusammenarbeit mit Mike Büskens

Unterstützung bekommt Grammozis bei seiner neuen Aufgabe von vielen Seiten. „Was die Personalstruktur angeht, ist Schalke 04 ist noch einmal eine andere Hausnummer als mein ehemaliger Verein SV Darmstadt 98“, berichtet der neue Coach. „Bislang bin ich überall mit offenen Armen empfangen worden und freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen neuen Kollegen.“ Einer davon ist Mike Büskens, den Grammozis sehr schätzt. „Er ist jemand, der den Verein in- und auswendig kennt“, sagt der 42-Jährige über das Schalker Urgestein, das seit wenigen Tagen als Co-Trainer fest zum königsblauen Übungsleiterstab zählt.

Ein weiterer Assistent ist Sven Piepenbrock, der ebenso wie Grammozis neu auf Schalke ist. „Wir haben uns in meiner Zeit als Jugendtrainer beim VfL Bochum kennengelernt. Da haben wir gemerkt, dass wir auch als Typen sehr gut harmonieren. Es hat sich herauskristallisiert, dass das auch ein Trainerteam für die Zukunft sein kann“, so der Grieche, der bei seiner vergangenen Station in Darmstadt bereits auf Piepenbrock zählen konnte. „Sven arbeitet sehr akribisch, ist fußballverrückt, ihn kann man um 3 Uhr nachts anrufen. Als gebürtiger Oberhausener kennt er sich im Pott bestens aus und weiß ebenfalls, wie Schalke 04 tickt.“

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