Kees van Wonderen: Voller Fokus auf die anstehenden Aufgaben

Vor dem Trainingsstart am Mittwoch (23.04.) hat Kees van Wonderen die Mannschaft gemeinsam mit der sportlichen Leitung darüber informiert, dass er nicht über das Saisonende hinaus als Chef-Trainer für den FC Schalke 04 tätig sein wird. „Dass jetzt Klarheit herrscht, ist wichtig für alle und richtig“, sagt der Niederländer.

Kees van Wonderen im Training.

Der Fußballlehrer verrät, dass er natürlich ein Stück weit enttäuscht gewesen sei, als Frank Baumann und Youri Mulder ihm die Entscheidung am Dienstagnachmittag in einem offenen und transparenten Gespräch erklärt haben. „Beide haben mir mitgeteilt, dass sie ein anderes Profil für die Gestaltung der sportlichen Zukunft suchen. Natürlich hätte ich gerne auf Schalke weitergearbeitet, akzeptiere jedoch die Entscheidung. Wenn du als Trainer im Profifußball arbeitest, weißt du, dass auch solche Entscheidungen dazugehören.“

Natürlich hätte ich gerne auf Schalke weitergearbeitet, akzeptiere jedoch die Entscheidung. Wenn du als Trainer im Profifußball arbeitest, weißt du, dass auch solche Entscheidungen dazugehören.

Kees van Wonderen

Groll hege er nicht, betont van Wonderen. Auch habe er mit seinen Aussagen nach dem Spiel gegen den Hamburger SV niemanden persönlich angreifen wollen. „Mir ist bewusst, dass Zeit und Ort aus heutiger Sicht nicht optimal waren. Vor allem tut es mir leid, dass sich die öffentliche Kritik danach auf Matthias Tillmann fokussiert hat, das war nicht meine Absicht“, sagt der Niederländer. „Ich hätte auf die Nachfrage anders reagieren müssen, deshalb habe ich Matthias um Entschuldigung gebeten, die er auch angenommen hat. Wir waren stets im Austausch.“

Auch wenn seine Zeit auf Schalke noch nicht ganz vorbei ist, unterstreicht van Wonderen bereits jetzt, dass er dem FC Schalke 04 für die Zukunft nur das Beste wünsche. „Ich hoffe, dass der Verein schon bald wieder da spielt, wo er hingehört. Das haben vor allem die Fans verdient, sie sind wirklich überragend. Die Heimspiele sind stets ausverkauft, auch auswärts sind alle zwei Wochen zahlreiche Anhänger dabei. Wenn ich daran denke, dass uns 25.000 Schalker in Berlin unterstützt haben, bekomme ich noch heute eine Gänsehaut.“

Wenn ich daran denke, dass uns 25.000 Schalker in Berlin unterstützt haben, bekomme ich noch heute eine Gänsehaut.

Kees van Wonderen

Begegnungen wie in der Hauptstadt oder auch zuletzt gegen den HSV werde er stets in positiver Erinnerung behalten, so der Niederländer. „Es hat allerdings auch Spiele gegeben, in denen wir deutlich besser hätten auftreten müssen. Dafür, dass es nicht an jedem Wochenende rund gelaufen ist, gibt es aber auch Gründe. Durch einige verletzungsbedingte Ausfälle hat beispielsweise zwischenzeitlich ein Stück weit die Struktur gefehlt. Im Großen und Ganzen bin ich aber der Meinung, dass wir uns seit meinem Amtsantritt im vergangenen Oktober in vielen Bereichen verbessert haben. Wir haben weniger Gegentore kassiert, arbeiten intensiver gegen den Ball, haben mehr Ballbesitz.“

Für die kommenden Wochen formuliert der 56-Jährige ein klares Ziel: maximal punkten. „Mein Wunsch ist, dass wir uns jetzt alle gemeinsam auf die anstehende Aufgabe in Kaiserslautern und danach auf die weiteren drei Spiele fokussieren. Auf uns warten richtige Kracher und spannende Duelle, in denen wir unseren Fans so viel Freude wie möglich bereiten wollen. Und den einen oder anderen Tabellenplatz würden wir auch noch gerne klettern“, erklärt van Wonderen.

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