04 Fragen an Christina Rühl-Hamers

Christina Rühl-Hamers, Vorständin Finanzen, Personal und Recht, gibt im Interview Informationen zum Stand der Finanzplanungen.

Christina Rühl-Hamers

Christina Rühl-Hamers, mit der Übernahme Ihres Ressorts haben Sie den Mitgliedern und Fans des Vereins angekündigt, mit Augenmaß und kaufmännischer Vernunft zu agieren. Zudem wollten Sie transparente Einblicke zu getroffenen Entscheidungen geben. Was liegt gerade an im Ressort Finanzen?
Unsere Planungen für die kommende Saison laufen auf Hochtouren. Ein Aspekt ist dabei unter anderem die Entscheidung, eine neue Anleihe zu begeben. Dazu haben wir in den vergangenen Tagen Details veröffentlicht. Als langjähriger verlässlicher Partner am Anleihemarkt bieten wir mit einem Zinssatz von 5,75 Prozent p.a. in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld eine Anleihemöglichkeit und stabilisieren weiter unsere Finanzierungsstruktur.

Wozu wird der Verein das Geld aus der Anleihe verwenden?
Wir haben die Anleihe nicht begeben, um damit Einnahmen zu kompensieren, die uns Pandemie-bedingt weggebrochen sind. Diesen Effekt konnten wir mit einer frühen Einleitung vielfältiger Kostensenkungsmaßnahmen schon abmildern. Mit der neuen Unternehmensanleihe werden wir keine zusätzlichen Schulden aufnehmen, sondern die bestehende Anleihe 2016/2021 zurückzahlen.

Welche Auswirkungen haben Einnahmenverluste und der Abstieg auf das Lizenzierungsverfahren? Die DFL hat dem Verein die Lizenz unter Auflagen erteilt, was heißt das genau?
Natürlich war uns klar, dass mit den Corona-bedingten Effekten und dem Abstieg in die Zweite Liga die DFL die Vergabe der Lizenz an Auflagen knüpfen wird. Deshalb haben wir früh Handlungsoptionen für alle möglichen Szenarien entwickelt. Das habe ich auch schon Anfang April bei der Vorstellung der Kennzahlen für das Jahr 2020 gesagt. Simpel ausgedrückt: Einnahmen müssen optimiert, Ausgaben reduziert werden. Mit der Verlängerung vieler Sponsoren-Verträge für die Zweite Liga ist ersteres schon gut gelungen. Eine weitere Möglichkeit wäre ein Verkauf von Teilen unseres Esports-Geschäftsbereiches. Parallel dazu laufen Kostensenkungsprogramme in vielen Bereichen. Hinzu kommt, dass beispielsweise beim Kaderumbau mein Vorstandskollege Peter Knäbel und Sportdirektor Rouven Schröder mit viel Erfahrung agieren.
All das heißt, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, haben aus allen möglichen Szenarien Handlungsoptionen entwickelt, die wir nun umsetzen. Die DFL erhält am 15. September 2021 unsere Unterlagen, in denen wir alle im Rahmen der Lizenzerteilung festgelegten Auflagen erfolgreich nachweisen werden.

Das heißt, ein möglicher Punktabzug wegen Nichterfüllung der Auflagen ist unwahrscheinlich?
Wir gehen sicher davon aus, alle Vorgaben zu erfüllen.

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