Matija Nastasic: Haben uns stark verbessert

Bis zum siebten Spieltag hatte er keine Spielminute verpasst. Doch seitdem wartet Matija Nastasic auf einen Einsatz. Auf schalke04.de spricht der Serbe über seine Verletzung, die Arbeit mit Domenico Tedesco und einen Traum, der sich im kommenden Sommer erfüllen könnte.

Matija Nastasic, in den vergangenen Wochen warst du aufgrund eines Knochenödems zum Zuschauen verdammt. Dabei konntest du zunächst trotz der Verletzung weiterspielen.
Die Verletzung habe ich mir im Spiel bei Werder Bremen zugezogen. In der zweiten Halbzeit musste ich in einen Luftzweikampf gehen, dabei bin ich mit dem rechten Fuß falsch aufgekommen. Ich habe sofort gemerkt, dass da etwas passiert ist. An den darauffolgenden Tagen hatte ich Schmerzen…

…die dich aber nicht davon abhalten konnten, dich weiterhin in den Dienst der Mannschaft zu stellen.
Es standen wichtige Spiele für uns an. Daher habe ich weitergespielt. Neben drei Partien in der Bundesliga bin ich auch für die Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation zum Einsatz gekommen. Die Schmerzen wurden allerdings nicht weniger, weshalb wir uns entschieden haben, dass ich erst einmal pausiere und wir den Fuß genauer untersuchen lassen.

Ist es in solchen Situationen sinnvoller, sich etwas zurückzunehmen und auf den eigenen Körper zu hören?
Kein Spieler will für ein kleines Wehwehchen eine Pause einlegen, jeder will immer trainieren und spielen. Dafür geht man auch einmal über das Limit und hört erst dann auf, wenn nichts mehr geht. Aber vielleicht ist es manchmal cleverer, sich vorher zu melden, damit das Problem nicht größer wird.

Nun bist du nicht mehr weit von der Rückkehr ins Mannschaftstraining entfernt. Wie bewertest du die Zusammenarbeit mit Domenico Tedesco?
Der Trainer leistet bislang sehr gute Arbeit, das Training kann man nicht mit dem aus dem vergangenen Jahr vergleichen. Ich komme mit seiner Arbeitsweise sehr gut klar und mag es, dass er viel mit jedem Spieler spricht. Das hilft ungemein, denn jeder von uns weiß genau, was er zu tun hat und wie er seine beste Leistung auf den Platz bringen kann. Ich glaube, wir haben uns stark verbessert seitdem er hier ist.

Wo kann diese Entwicklung aus deiner Sicht enden?
Wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen und schauen deshalb nicht so sehr auf die Tabelle. Bis zur Winterpause stehen noch sechs Partien in der Bundesliga und eine im DFB-Pokal an, auf jede müssen wir uns einzeln konzentrieren. Am Ende der Saison schauen wir dann auch auf die Tabelle und können hoffentlich glücklich sein.

Glücklich bist du sicherlich auch darüber, dass du mit Serbien das Ticket für die Weltmeisterschaft in Russland lösen konntest.
Als ich jung war, habe ich jedes Spiel der Nationalmannschaft bei Welt- und Europameisterschaften verfolgt. Es war zu der Zeit ein Traum von mir, selbst einmal bei einem großen Turnier dabei zu sein. Natürlich hoffe ich jetzt, dass sich dieser im nächsten Jahr erfüllen wird. Dafür ist es enorm wichtig, dass ich fit und gesund bleibe. Dann wird es ein großartiger Sommer.

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