Peter Perchtold: Das Arbeitsklima ist sehr positiv

Die Länderspielpause bietet den Königsblauen die Gelegenheit, ein wenig durchzuatmen – das gilt auch für Peter Perchtold und sein Team. Auf schalke04.de spricht der Co-Trainer über die aktuellen Trainingsinhalte, die sportliche Entwicklung sowie die Zusammenarbeit mit Domenico Tedesco.

Peter Perchtold, heute war auf dem Trainingsplatz ungewöhnlich viel Betrieb. Es stand ein 50-minütiger Test gegen die königsblaue U23 auf dem Plan. Was war die Idee dahinter?
Nachdem wir den Fokus in der letzten Länderspielpause auf die Individualtechnik und den athletischen Bereich gelegt hatten, wollten wir diesmal etwas anderes machen. Der Sinn eines solchen Spiels ist es, dass gerade die Spieler, die in den vergangenen Wochen seltener auf dem Platz standen, Einsatzzeit sammeln. Wichtig ist natürlich, dass sich niemand verletzt. Beides war der Fall, daher war es ein gelungener Test.

Aufseiten der Profis kamen auch einige Akteure aus der Knappenschmiede zum Einsatz. Welchen Eindruck konnten sie bei euch im Trainerteam hinterlassen?
Die Jungs haben sich sehr gut präsentiert. Domenico und ich haben unsere ersten Trainererfahrungen im Jugendbereich gesammelt, daher arbeiten wir gerne mit Talenten zusammen. Es ist unbestritten, dass wir in der Knappenschmiede über viele gute Spieler verfügen. Wir versuchen stets, den Kontakt zu den Jugendmannschaften sehr eng zu halten.

Die Länderspielpause fällt genau in eine Phase, in der es für die Knappen sportlich gut lief.
Wir waren gerade ganz gut im Rhythmus, daher hätte es sicherlich nicht geschadet, wenn wir auf dieser Welle weiter hätten schwimmen können. Da wir aber grundsätzlich einen eher kleinen Kader haben und es einige Spieler gab, die mit kleineren Verletzungen zu kämpfen hatten, kommen die zwei Wochen zum Durchschnaufen zur richtigen Zeit. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um die Belastung aus den zurückliegenden Wochen ein bisschen aufzufangen. Einige Jungs haben separat trainiert. In der kommenden Woche werden wir sicherlich wieder mehr Spieler auf dem Platz begrüßen dürfen.

Ein Drittel der Saison ist bereits absolviert. Wie fällt dein Zwischenfazit aus?
Man kann in der Art und Weise unseres Fußballs schon eine Entwicklung sehen. Wir sind defensiv sehr stabil geworden und versuchen dem Spiel auch offensiv mit einem kontrollierten Ballbesitz unseren Stempel aufzudrücken. Die Ergebnisse aus den vergangenen Wochen bestätigen diese Entwicklung. Der Erfolg vereinfacht vieles, aber auch nach ein, zwei Spielen, die wir nicht gewinnen konnten, hatten wir ein sehr positives Arbeitsklima. Das ist enorm wichtig, da es nicht immer nur positiv weitergehen kann. Wir wissen, dass wir uns in einzelnen Bereichen noch verbessern müssen.

Du selbst gehörst nun seit rund fünf Monaten zum Trainerteam der Königsblauen. Inwieweit bist du schon auf Schalke angekommen?
Ich bin bereits zu 100 Prozent Schalker und habe mich hier sehr gut eingelebt. Die Mannschaft und das Trainerteam haben es mir sehr leicht gemacht und mich gut aufgenommen. Die vielen Reisen in der Vorbereitung haben das Kennenlernen natürlich beschleunigt. Als Domenico im Sommer den Kontakt zu mir aufnahm, haben wir uns direkt gut verstanden. Uns war sehr wichtig, dass wir eine gemeinsame Basis hatten. Das war von Beginn an der Fall und daran hat sich seitdem nichts geändert. Auch menschlich passt es bei uns im Trainerteam sehr gut. Es macht viel Spaß, hier arbeiten zu dürfen.

Zu deinen Aufgaben gehört sicherlich mehr als nur Hütchen aufzustellen vor dem Training…
Mein Aufgabengebiet ist sehr weitläufig. Im Trainerteam kümmert sich eigentlich jeder um alles. Natürlich ist Domenico letztlich federführend, aber er vertraut uns sehr viel an. Wir können uns aufeinander verlassen. Egal, ob es die Videoanalyse ist, die Vor- und Nachbereitung oder der athletische Bereich – wir besprechen alle Themen zusammen, bis wir schließlich auf einen Nenner gekommen sind.

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