Gerald Asamoah: Eine emotionale Heimat

Zurück zur alten Wirkungsstätte: Wenn Gerald Asamoah an besondere Momente seiner aktiven Karriere zurückdenkt, zählen die Erinnerungen ans Parkstadion definitiv dazu. Als dort der FC Schalke 04 vor über 19 Jahren Geschichte schrieb, stand er selbst auf dem Platz. Jetzt kehrt er ins Parkstadion zurück: Als U23-Manager wird er mit seiner Mannschaft am Samstag (19.9.) das erste Pflichtspiel auf dem Berger Feld in der neuen Heimspiel-Stätte austragen. Auf knappenschmiede.de verrät der 41-Jährige, welche Gefühle und Emotionen dadurch bei ihm geweckt werden.

Gerald, welche Erinnerungen hast du an dein erstes und dein letztes Spiel als Profifußballer im Parkstadion?

Mein erstes Bundesligaspiel war gegen Arminia Bielefeld in der Saison 1999/2000. Das war ein richtig tolles Erlebnis, am Ende haben wir uns 1:1-Unentschieden getrennt. Als ich damals nach Schalke gekommen bin, war schon der Empfang beim ersten Training mit so vielen Zuschauern überwältigend. Dann das erste Spiel im Parkstadion vor ausverkauftem Haus – das war natürlich einmalig, das werde ich nicht so schnell vergessen. Im letzten Spiel im Parkstadion haben wir am Saisonende Unterhaching empfangen. Wir haben gewonnen, ich habe selbst noch ein Tor geschossen, aber am Ende reichte es „nur“ für Platz zwei in der Bundesliga – jeder kennt die Geschichte… Wir hatten eine super Saison hinter uns und wurden „Meister der Herzen“. Ich werde diesen Tag – in diesem Stadion – nie vergessen. Beide Spiele, mein erstes und mein letztes, haben das Parkstadion für mich zu einem unvergesslichen Ort gemacht.

Wenn du im „neuen“ Parkstadion stehst, welche Emotionen werden bei dir geweckt?

Da kommen bei mir nur positive Gefühle hoch. Ich bin sehr froh, dass das Parkstadion immer noch da ist und wir die Geschichte weitererzählen können. Jeder, der es kennt und erlebt hat, denkt neben der einmaligen Atmosphäre automatisch an die „Meister der Herzen“ zurück. Das war einfach ein sehr bewegender Moment, von dem ich meinen Kindern noch immer erzähle. Es macht mich stolz, dass jetzt die Spieler der Knappenschmiede die Möglichkeit bekommen, in diesem Stadion zu spielen und es selbst erleben dürfen.

Was war für dich immer das Besondere an diesem Ort?

Das schönste ist und bleibt der Flutlichtmast, den man schon aus der Ferne sehen kann. (lacht) Wenn ich damals aus Hannover zurück nach Gelsenkirchen gefahren bin, habe ich den Mast gesehen und wusste, dass ich zu Hause bin. Deshalb ist es besonders schön, dass er geblieben ist und jeder ihn nach wie vor von der Autobahn aus erkennen kann.

Wie groß ist die Freude für dich und deine Jungs, dass ihr am Samstag den SV Rödinghausen endlich in eurer Heimspiel-Stätte begrüßen dürft?

Die Freude ist natürlich sehr groß. Rudi Assauer hat mich damals nach Schalke geholt, mir geholfen, hier anzukommen und mich sehr geprägt. Umso schöner ist es jetzt, dass ich diesen Teil der Schalker Geschichte weitertragen und jetzt meiner Mannschaft näherbringen kann. Ich hoffe, dass die Jungs diesen Spirit, den das Parkstadion ausmacht, in den Spielen spüren und so vielleicht noch stärker auftreten werden.

Also glaubst du, dass das Parkstadion dein Team zusätzlich in der Liga motivieren kann?

Ja, das hoffe ich. Ich habe meinen Spielern natürlich schon ein paar Geschichten von früher erzählt. Sie wissen, dass ich hier viel erlebt habe und dass das Parkstadion etwas ganz Besonderes für mich ist. Wir haben in den vergangenen Jahren mit der Zweiten Mannschaft unsere Heimspiele größtenteils auswärts und nicht auf dem Vereinsgelände ausgetragen. Mit dem Parkstadion haben wir jetzt eine sehr emotionale und historische Heimat. Hoffentlich können die Jungs daraus so viel Kraft ziehen, dass wir möglichst viele Punkte hierbehalten werden.

Welche Bedeutung hat die neue Heimspiel-Stätte für die Knappenschmiede?

Seit Jahren waren wir aus der Suche nach einer „richtigen“ Heimat. Wir wussten zwar, dass unser zu Hause auf Schalke ist, aber wir hatten eben nie ein eigenes Stadion. Jetzt ist es das Parkstadion geworden und jeder weiß, dass alle Heimspiele der Knappenschmiede gebündelt auf dem Schalker Vereinsgelände ausgetragen werden. Für die Jungs war es sehr ungewohnt, wenn sie Woche für Woche hier trainieren, aber ihre Heimspiele woanders austragen müssen. Das haben unsere Spieler in der Vergangenheit aber gut gemeistert. Jetzt ist es ein positives Zeichen, auch für neue Spieler, wenn sie solch ein Stadion auf dem Gelände haben. Deswegen hat es eine sehr große Bedeutung für unsere Nachwuchsabteilung. Wir sind dankbar, dass wir in den letzten Jahren in tollen Stadien und auf guten Plätzen in der näheren Umgebung spielen durften. Aber dass wir jetzt auf Schalke spielen werden, da wo wir zu Hause sind, ist einfach toll und wertet die Knappenschmiede noch mal auf.

Wichtige Informationen zum Spiel

Parkstadion

Die Karten sind begrenzt und können nur gegen Vorlage des unterschriebenen Leitfadens „Hygiene- und Verhaltensregeln für die Teilzulassung von Stadionbesuchern bei Fußballspielen im Parkstadion“ entgegengenommen werden. Es genügt, wenn alle Besucher die Seite 4 mit ihren Kontaktdaten ausgefüllt und unterschrieben mitbringen.

Hier geht’s zum Leitfaden.

Tickets

Für alle Spiele der U17 bis U23 bietet der S04 einen Kartenvorverkauf an. Bei Spielen am Wochenende können von Montagmorgen (9.04 Uhr) bis Freitagmittag (12 Uhr) Tickets an der Kasse West erworben werden. In Ausnahmefällen ist auch eine Ticketreservierung über die Hotline (Rufnummer 01806 | 221904) möglich. Bei Partien unter der Woche startet der Vorverkauf fünf Tage vor dem Spieltag (9.04 Uhr) und endet zwei Tage vorher um 12 Uhr. Bei Restbeständen können Eintrittskarten auch noch an der Tageskasse erworben werden. Für Inhaber von Chip-Dauerkarten gelten ermäßigte Eintrittspreise.

Ticketpreise

Regionalliga 

Vollzahler: 10 €
Ermäßigt: 5 €

A- und B-Junioren-Bundesliga
Vollzahler: 3 €
Ermäßigt: 1,50 €

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