#stehtauf: B-Junioren besuchen KZ-Gedenkstätte Dachau

Die königsblaue U16 und U17 besuchten am Sonntag (2.2.) die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau. Bei einem besonderen Rundgang zum Thema „Fußball im KZ Dachau“ erhielten die Teams allgemeine Informationen über die Gedenkstätte, im Vordergrund stand jedoch, wie der Fußball damals das Leben der Insassen prägte.

Zum Auftakt der #stehtauf-Aktionswoche nahmen die beiden Schalker B-Junioren-Jahrgänge an einer Fußballführung durch das Konzentrationslager Dachau teil. Während des zweistündigen Rundgangs erfuhr die königsblaue Delegation allerhand über die Entstehung und die Geschichte des Lagers, vor allem aber berichtete Referent Klaus Schultz, wie Fußball das Leben der Häftlinge prägte und wie viele Insassen, die dem Fußball verbunden waren, in den Mauern des KZs grausam ums Leben kamen. Dabei sahen die Knappen unter anderem den damaligen Sammelplatz, auf dem auch Fußball gespielt wurde. Auf einem der Fundamente der ehemaligen Baracken gedachten die Schalker der vielen Opfern, die durch die Hand der Nationalsozialisten ihr Leben verloren hatten und legten als Zeichen des Gedenkens Kieselsteine nieder. Neben Kurt Landauer und Alfred Strauß, der 1933 eines der ersten Opfer war, wurden 16 weitere Vereinsmitglieder des FC Bayern und viele weitere Fußballer in das KZ Dachau verschleppt und hingerichtet.

„Die Führung durch die Gedenkstätte war wirklich sehr interessant und lehrreich. Die Dinge, die hier geschehen sind und die Art, wie die Menschen behandelt wurden, schockieren mich und machen mich traurig und wütend“, erzählte Noah Heim aus der U17. Auch U16-Spieler Denis Milic berührte das Gesehene sehr: „Menschen nur aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Glaubens oder ihrer Herkunft zu diskriminieren und sogar zu töten, finde ich einfach nur schrecklich. Ich werde mich weiterhin gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen.“ Nachdem die Schalker am Abend zuvor in einem interaktiven Vortrag von Sozialpädagoge Martin Weijers auf den Besuch der Gedenkstätte vorbereitet wurden, fand sich die Gruppe auch nach der Führung noch einmal zusammen, um das Gesehene zu verarbeiten. Im gemeinsamen Gespräch arbeiteten die sie die Erfahrungen der Führung auf, sprachen darüber, was sie gesehen und erlebt hatten und setzten sich so mit der Thematik auseinander.

„Unsere Jugendmannschaften sind Ausdruck einer multikulturellen Gesellschaft, auf die wir sehr stolz sind. Wir leben Vielfalt und wollen nicht nur unsere Fans, sondern auch unsere Jugendspieler politisch bilden und aufklären“, betonte Weijers die Wichtigkeit des Besuchs. „Sie sind die Vorbilder und Botschafter von morgen und tragen somit eine hohe soziale Verantwortung.“ U16-Trainer Willi Landgraf fasste nach dem Rundgang zusammen: „Ich selbst war, wie die meisten der Jungs, das erste Mal in einem Konzentrationslager und fand den Rundgang von Herrn Schultz wirklich sehr gelungen. Ich denke, die Spieler und auch wir Trainer konnten heute einiges aus der Führung mitnehmen und werden uns auch in Zukunft dafür stark machen, dass so etwas nie wieder geschehen wird.“