1. FC Köln: Europa im Visier

„Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, hatte Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz des 1. FC Köln vor dem ersten Saisonspiel verkündet – und es scheint, als gehe der Wunsch des FC-Chef-Trainers in Erfüllung. In der vergangenen Spielzeit hielten die Domstädter erst in der Relegation die Klasse, aktuell dürfen die Fans gar von der Teilnahme am Europapokal träumen.

1. FC Köln

29 Punkte hat der 1. FC Köln nach 20 Spieltagen eingefahren, am Ende der Saison 2020/2021 waren es lediglich vier Zähler mehr. Der Rückstand auf Platz sechs, der zur Teilnahme am Europapokal berechtigen würde, beträgt zwei Punkte. „Wir wollen einen Weg gehen, und der soll Erfolg bedeuten und die Menschen stolz machen“, verkündete Baumgart, der seit dieser Saison für die Geißböcke verantwortlich ist, im August vergangenen Jahres. „Dafür brauchen wir alle, und dafür müssen alle an einem Strang ziehen.“

Modeste ist Kölns Top-Torjäger

Bislang ist dieses Vorhaben aufgegangen, der Aufschwung lässt sich nicht nur an der Tabellenplatzierung ablesen. „Unser Offensivspiel hat uns die vergangenen Wochen stark gemacht“, sagte beispielsweise Marvin Schwäbe unlängst, der mittlerweile Timo Horn als Nummer eins im Kölner Tor verdrängt hat. Nutznießer des Offensivspiels ist Anthony Modeste, der im Rheinland zu alter Stärke zurückgefunden hat. 13 Tore erzielte der Angreifer bislang, damit belegt der 33-Jährige aktuell Rang vier in der Bundesliga-Torschützenliste.

Ein Lauf von drei Siegen in Serie zwischen dem 16. und 18. Spieltag hatte die Kölner weiter nach oben in der Tabelle gespült, zuletzt gab es allerdings drei Pflichtspiele ohne Sieg. Besonders bitter war das Pokal-Aus gegen den Hamburger SV, als das Elfmeterschießen mit einer denkwürdigen Szene endete. Kölns Florian Kainz schoss den Ball zwar zum vermeintlichen Ausgleich ins Tor, traf beim Versuch allerdings seinen linken Fuß. Laut DFB-Regularien ist eine solche Doppelberührung nicht erlaubt, für den Bundesligisten endete somit die Pokal-Reise im Achtelfinale.

Mit Bescheidenheit und Demut erfolgreich bleiben

Vier Tage später folgte ein 2:2 beim VfL Bochum in der Liga, bei dem den Kölnern die Belastungen aus dem Pokalspiel sowie der vergangenen Wochen anzumerken waren. „Meine Jungs waren müde und kaputt, aber sie haben gut gearbeitet“, sagte Baumgart nach dem Remis, der mit Blick auf die verbleibenden Partien „bescheiden und demütig“ bleiben möchte – und die Länderspielpause dafür nutzen dürfte, den einen oder anderen Akku seiner Profis wieder aufzuladen.

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