ACF Fiorentina: Wiedersehen mit Marko Pjaca

Für die Knappen kommt es am Samstag (11.8.) zu einem Wiedersehen mit einem ehemaligen Teamkollegen. Marko Pjaca, vor wenigen Tagen von Juventus Turin zur ACF Fiorentina gewechselt, wird beim finalen Testspiel der Königsblauen im Trikot des Serie A-Clubs mitwirken. Der Vizeweltmeister spielte in der Rückserie der vergangenen Saison auf Leihbasis für den FC Schalke 04.

Anders als zuletzt wird Pjaca in der VELTINS-Arena nicht im blau-weißen Outfit, sondern dem charakteristischen Violett der Fiorentina auflaufen. Die Farbe ist das Erkennungsmerkmal des italienischen Erstligisten. Ursprünglich waren die Vereinsfarben weiß-rot, angelehnt an die Farben der Stadt Florenz. Bis eine Waschfrau einen entscheidenden Fehler machte.

Im September 1929 trug sie die verschwitzten Trikots wie üblich zum nahe gelegenen Fluss Arno. Ohne den Luxus einer elektrischen Waschmaschine musste sie die Leibchen im trüben Fließgewässer säubern. Doch aufgrund von Chemikalien im Wasser verfärbte sich der Stoff. Und die Florentiner mussten beim Freundschaftsspiel gegen den AS Rom wenige Tage später in violett, statt in weiß-rot auflaufen. Soweit die Legende. Glaubwürdigere Quellen behaupten, dass die Vereinsfarbe auf Graf Luigi Ridolfi Vay da Verrazzano zurückgeht. Er war der erste Präsident der ACF Fiorentina.

Im Schatten von Turin, Mailand und Rom

Doch das liegt lange zurück. Die vergangenen beiden Spielzeiten beendete die Elf von Trainer Stefano Pioli als „Best of the Rest“ auf dem achten Tabellenplatz. Zudem erreichte die Viola jeweils das Viertelfinale des nationalen Pokals Coppa Italia. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft“, erklärt Pioli sein Konzept. „Der Verein setzt verstärkt auf Talente, die sich später zu wichtigsten Spielern entwickeln können. Wir sind gut positioniert, auch wenn es noch stärkere Teams in der Liga gibt.“ Und ergänzt stolz: „Der Charakter und der Spirit der Mannschaft stimmen.“

Wir sind gut positioniert, auch wenn es noch stärkere Teams in der Liga gibt.

Stefano Pioli

Die Mannschaft musste dabei einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten. Im März starb ihr Mannschaftskapitän Davide Astori mit nur 31 Jahren an einem Herzinfarkt. Auf dem Handgelenk von Trainer Pioli erinnert die Tätowierung #DA13 an den verstorbenen Defensivmann der Fiorentina.

Ruhmreich, aber lange erfolglos

Gegründet am 26. August 1926 dümpelten die Violetten zunächst in der Mittelmäßigkeit herum. In der Saison 1931/1932 gab Florenz sein Debüt in der Serie A, der höchsten italienischen Spielklasse. Zum sportlichen Aushängeschild der toskanischen Regionalhauptstadt reifte die Fiorentina erst zwischen 1956 und 1969. In diese Jahre fielen auch die beiden Meistertitel. 1961 gewann Florenz als erste Mannschaft überhaupt den Europapokal der Pokalsieger, der bis heute größte internationale Erfolg der Viola. Darüber hinaus triumphierte Florenz sechs Mal in der Coppa Italia.

Insolvenz und Renaissance

Sein dunkelstes Kapitel hatte der Verein zu Beginn der 2000er: In der ersten Runde des UEFA-Cups schied die Fiorentina überraschend gegen den FC Tirol Innsbruck aus. Auf die sportliche Pleite folgte die finanzielle: Es fehlten die einkalkulierten Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb. Eine ruinöse Finanzpolitik und überteuerte Fehleinkäufe aus den Vorjahren taten ihr Übriges. 2002 wurde Florenz die Lizenz entzogen, was für den Traditionsverein den Zwangsabstieg in die dritte Liga bedeutete.

Auf den tragischen Heldenfall folgte binnen zwei Jahren die märchenhafte Rückkehr in die Serie A. Seitdem hat sich der Verein wieder zu einem der italienischen Top-Klubs gemausert, der regelmäßig im internationalen Wettbewerb vertreten ist.

Tickets ab 04 Euro erhältlich

1.) Online auf store.schalke04.de

2.) Telefonisch unter der Rufnummer 01806 | 221904 (0,20 €/ Anruf aus dem Festnetz; max. 0,60 €/ Anruf aus dem Mobilfunknetz). Die Hotline ist werktags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr erreichbar.

3.) Am Schalter des S04-ServiceCenters auf dem Vereinsgelände. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 14 Uhr.

4.) In den Fanshops im CentrO Oberhausen, im Limbecker Platz in Essen und im Palais Vest in Recklinghausen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Das könnte dich auch interessieren

181118_nachdreher

Ein Comeback, ein Geburtstagstor und viele engagierte Talente

Beim Freundschaftsspiel am Sonntag (18.11.) in St. Petersburg stimmte vieles – nur das Ergebnis nicht. „Wir hatten die Chance zum Sieg, zumindest ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, sagt Ralf Fährmann über die 1:2-Niederlage gegen den russischen Tabellenführer.

Bastian Oczipka

1:2 in St. Petersburg – S04 verliert Freundschaftsspiel beim russischen Tabellenführer

Der FC Schalke 04 hat sich am Sonntag (18.11.) in einem Freundschaftsspiel beim russischen Tabellenführer Zenit St. Petersburg trotz einer guten Leistung mit 1:2 geschlagen geben müssen. Das Tor der Königsblauen erzielte Steven Skrzybski. Die Partie in der nördlichsten Millionenstadt der Welt wurde auf Initiative und Einladung von GAZPROM, dem Hauptsponsor beider Clubs, ausgetragen.

181117_oczipka

S04 zu Gast in St. Petersburg - Oczipka brennt auf Duell mit Zenit

Bastian Oczipka steht vor seinem Comeback im königsblauen Trikot. Der Linksfuß, der letztmals am 34. Spieltag der Vorsaison zum Einsatz gekommen war, musste sich in der Sommerpause einer Leistenoperation unterziehen. Jetzt ist er wieder fit. Der 29-Jährige steht im Kader für das Freundschaftsspiel bei Zenit St. Petersburg, das der FC Schalke 04 am Sonntag (18.11.) um 13 Uhr deutscher Zeit auf Initiative und Einladung seines Hauptsponsors GAZPROM austrägt.

Domenico Tedesco

Domenico Tedesco: Ein Match, das wir unbedingt spielen wollen

Auf Initiative und Einladung seines Hauptsponsors GAZPROM tritt der FC Schalke 04 am Sonntag (18.11.) bei Zenit St. Petersburg an. „Das ist ein attraktiver Gegner für die Länderspielpause“, sagt Domenico Tedesco vor dem Kräftemessen mit dem aktuellen Spitzenreiter der russischen Liga, der zudem die Tabelle in der Europa-League-Gruppe C anführt. Anstoß ist um 13 Uhr deutscher Zeit.