Suche
Login
Bitte melde Dich mit deinen bestehenden Nutzerdaten an.
Austria Lustenau: Mit neuem Anlauf zurück im Oberhaus
Nach der Rückkehr in die österreichische Bundesliga zählt für Austria Lustenau vor allem eines: drinbleiben! Der Start verlief zufriedenstellend. Aus bislang sieben Begegnungen holten die Vorarlberger acht Punkte und mussten sich lediglich dreimal geschlagen geben.
Unmittelbar vor Beginn der FIFA-Abstellungsperiode konnte die Mannschaft von Chef-Trainer Markus Mader ein kleines Ausrufezeichen setzen. Im Ländle-Derby vor 5.138 Zuschauern in der ausverkauften SUN MINIMEAL Arena bezwangen die Grün-Weißen den SCR Altach mit 2:0 und gingen damit als Tabellenneunter in die dreiwöchige Pflichtspielpause – punktgleich mit den Rängen fünf und sechs, die nach 22 Spieltagen ein Ticket für die Meisterschaftsrunde versprechen.
Denn in Österreich wird in einem anderen Modus gespielt als in Deutschland. Die zwölf Erstligisten treten zunächst jeweils in Hin- und Rückrunde gegeneinander an, anschließend wird die Bundesliga in zwei separaten Gruppen weitergeführt. Die oberen Clubs spielen um den Meistertitel und die internationalen Startplätze, während die unteren sechs Vereine gegen den Abstieg kämpfen.
Von Europa träumt nach dem Aufstieg allerdings niemand. Ganz im Gegenteil. „Als Aufsteiger haben wir wahrscheinlich das geringste Budget. Wir müssen am Boden bleiben“, betont Mader, der bereits zum zweiten Mal bei den Vorarlbergern an der Seitenlinie steht.
Mader führte Lustenau schon einmal ins Oberhaus
Im Sommer 2022 war es dem Coach bereits einmal gelungen, Austria Lustenau in die Bundesliga zu führen. Nach Platz acht in der Premieren-Saison folgte in der Spielzeit darauf ein Negativlauf, der im November 2023 zunächst mit der Freistellung des Fußballlehrers und nach dem letzten Spieltag mit dem Abstieg endete. Im Dezember 2024 kehrte Mader dann aber zurück und feierte anderthalb Jahre später als Zweitliga-Meister die Rückkehr mit den Grün-Weißen ins Oberhaus.
Mit Mohamed-Amine Bouchenna (nach Leihe zurück zum französischen Zweitligisten Clermont Foot), Jack Lahne (derzeit vereinslos) und Mame Wade (Wechsel in die belgische Liga zu RAAL La Louvière) verloren die Vorarlberger nach dem Aufstieg allerdings ihre drei besten Torschützen. Zusammen erzielte das Trio in der abgelaufenen Saison gleich 23 der insgesamt 40 Treffer. „Alle drei kannst du nicht ersetzen“, erklärte Mader vor dem Saisonstart. Gleichwohl sei es gelungen, einen konkurrenzfähigen Kader zu planen.
Für die Offensive wurden Albin Gashi (Hertha Wels) sowie die Leihspieler Precious Benjamin (TSG 1899 Hoffenheim), Dominik Weixelbraun (Rapid Wien) und Dion Kacuri (FC Basel) verpflichtet, die Abwehr verstärkten Niklas Pertlwieser (SKU Amstetten) und Danilo Soares (1. FC Nürnberg). Letzterer hatte zu Beginn seiner Laufbahn schon einmal das Austria-Trikot getragen. Sie alle sind wichtige Bestandteile des Kaders und haben ihren Anteil daran, dass Lustenau bislang auf Kurs Klassenerhalt ist.