Danny Latza: Der Lohn für den Aufwand einer ganzen Saison

Das Spiel hat er gelbgesperrt verpasst, seine wichtigste Aufgabe an diesem Tag aber souverän gelöst: Danny Latza durfte als Kapitän der Königsblauen die Meisterschale als Erster in Empfang nehmen und unter dem Jubel aller Schalker gen Himmel recken. Donata Hopfen, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga, hatte sie dem 32-Jährigen im Anschluss an den 2:1-Erfolg beim 1. FC Nürnberg am Sonntag (15.5.) überreicht.

Danny Latza

„Wenn du die Chance hast, die Schale mit nach Hause zu nehmen, musst du sie ergreifen – und wir haben sie ergriffen“, sagt Latza nach dem Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft überglücklich. „Wir sind alle sehr stolz, dass uns das gelungen ist. Das ist der Lohn für den Aufwand, den wir in der gesamten Saison betrieben haben.“

Das ist der geilste Abschluss, den man sich von dieser Saison erträumen konnte.

Danny Latza

Mit einem sensationellen Schlussspurt unter Mike Büskens, der die Position des Chef-Trainers im März interimistisch übernahm, hat sich der FC Schalke 04 von Platz sechs bis auf Platz eins vorgeschoben. Acht der neun Ligaspiele wurden gewonnen. „Was wir geschafft haben, ist einfach unfassbar. Vor neun Spieltagen war es so, dass wir kaum noch Chancen hatten auf die ersten drei Plätze“, blickt Latza auf die vergangenen Wochen zurück. „Dann solch einen Endspurt hingelegt zu haben, ist phänomenal. Das ist der geilste Abschluss, den man sich von dieser Saison erträumen konnte.“

Der Titelgewinn, verbunden mit dem Aufstieg in die Bundesliga, ist auch für Latza persönlich ein mehr als versöhnliches Ende einer komplizierten Saison. „Es war ein Wechselbad der Gefühle“, gesteht der Mittelfeldspieler und bezieht sich dabei auf die diversen Verletzungen, die ihn in dieser Spielzeit das eine oder andere Mal stoppten. Wichtig sei es gewesen, trotz dieser Rückschläge immer positiv zu bleiben.

Staunen über Zalazars Geniestreich, Freude für Terodde

In Nürnberg konnte Latza aufgrund einer Gelbsperre nicht mitwirken, den sensationellen Führungstreffer Rodrigo Zalazars aus 58 Metern Entfernung nach einer Viertelstunde sah er dementsprechend von außen. „Ich musste mir erstmal an den Kopf fassen. Das Tor war unglaublich“, sagt Latza über Zalazars Geniestreich, der zur Auswahl zum „Tor des Monats“ stehen dürfte. Das 1:0 sei nicht nur sehr schön, sondern auch sehr wichtig gewesen, betont der gebürtige Gelsenkirchener, der seine Mannschaft insbesondere in der zweiten Halbzeit nicht gut in der Partie sah und bemängelt, dass zu viele Ecken – insgesamt zehn an der Zahl – zugelassen worden seien. Letztlich sei dies aber egal, denn: „Wir haben mit 2:1 gewonnen, das ist das Wichtigste.“

Dass Simon Terodde kurz nach dem Nürnberger Ausgleich mit seinem 30. Saisontor den Deckel auf die Partie machen konnte, war der krönende Abschluss dieser Spielzeit. „Endlich hat er seine 30 Tore geschafft“, freut sich Latza für seinen Mannschaftskollegen, dessen persönlicher Rekord bislang 29 Treffer in einer Spielzeit waren und der sich damit die Torjägerkanone sicherte.

Am Ende der Saison ganz oben zu stehen, war ein Traum von uns allen. Der ist in Erfüllung gegangen.

Danny Latza

Nun steht für diejenigen Knappen, die keine Verpflichtungen mit ihren Nationalteams haben, die Sommerpause an. Zeit, um auf die Saison zurückzublicken und den großen Erfolg mit etwas Abstand zu genießen. Latza: „Am Ende der Saison ganz oben zu stehen, war ein Traum von uns allen. Der ist in Erfüllung gegangen.“

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