Mike Büskens: Für diese Momente lebst du als Fußballer

Nach drei Siegen in Serie möchte der FC Schalke 04 im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag (9.4., 13.30 Uhr) unbedingt nachlegen. Mike Büskens kann den Anpfiff des Duells mit den Brenzstädtern aber nicht nur aufgrund der jüngsten Erfolgserlebnisse kaum noch abwarten. Der Chef-Trainer freut sich riesig auf die Atmosphäre in der VELTINS-Arena, die ihn bereits beim vergangenen Heimspiel begeistert hat.

Mike Büskens

„Wir alle lieben es, in einem vollen Stadion zu spielen“, sagt der 54-Jährige. „Die Partie gegen Hannover 96, das Auswärtsspiel zuletzt in Dresden – für diese Momente lebst du.“ Gerade die Unterstützung in den Heimspielen werde im Saisonendspurt noch einmal einen zusätzlichen Schub geben, so Büskens, denn „unser Stadion kann der Zwölfte Mann sein. Wir leben davon, dass uns die Arena – vor allem in schwierigen Momenten – pusht.“

Weiterhin Tickets erhältlich

Rund 48 Stunden vor dem Anpfiff sind bereits 55.000 Tickets verkauft worden. Alle Anhänger, die gegen den 1. FC Heidenheim dabei sein möchten und noch keine Eintrittskarte haben, können sich über anfragen.schalke04.de bis zwei Stunden vor Spielbeginn ein Ticket sichern. Zudem öffnet am Spieltag die Tageskasse West um 10.30 Uhr bis zum Anpfiff.

Wir leben davon, dass uns die Arena – vor allem in schwierigen Momenten – pusht.

Mike Büskens

Der 1. FC Heidenheim reist mit Rückenwind ins Revier. Die Mannschaft von Büskens‘ Trainerkollegen Frank Schmidt bezwang zuletzt den 1. FC Nürnberg mit 3:1 und gewann ihr Heimspiel zuvor gegen Werder Bremen (2:1) ebenfalls. Auch im ersten Aufeinandertreffen mit den Königsblauen hatten die Brenzstädter nach 90 Minuten jubeln können. „Das Gegentor fiel kurz vor Schluss“, erinnert sich Büskens an die 0:1-Niederlage im Oktober des vergangenen Kalenderjahres in der Voith-Arena.

Den Gegner beschreibt er als physisch stark und gefährlich bei Standards, gleichzeitig könne der FCH aber auch aus dem Spiel heraus für Torgefahr sorgen. Letztlich möchte der 54-Jährige aber lieber über seine Mannschaft sprechen, denn schließlich gehe es nicht primär darum, wie man die Heidenheimer Stärken stoppen könne. Vielmehr wolle Königsblau eigene Akzente setzen, das Spiel selbst bestimmen.

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Zalazar wieder im Training

Auf das Kräftemessen mit dem Tabellensiebten sei seine Mannschaft gut vorbereitet, berichtet Büskens. „Ich habe das Team in den bisherigen Trainingseinheiten der laufenden Woche sehr fokussiert erlebt. Die Jungs machen einen konzentrierten Eindruck. Sie freuen sich riesig auf die größte Kulisse, die wir in dieser Saison bislang hatten.“

Zur Trainingsgruppe zählte auch wieder Rodrigo Zalazar, der zuletzt beim Gastspiel in Dresden aufgrund einer Fußprellung hatte passen müssen. „Wir sind überzeugt, dass Rodri uns gegen Heidenheim wieder zur Verfügung steht“, zeigt sich Büskens optimistisch. Gute Nachrichten gibt es auch von Andreas Vindheim, der nach seiner Anfang Februar erlittenen Muskelverletzung in der linken Wade vermehrt Teile des Mannschaftstrainings absolvieren kann. „Aber noch ohne Gegnerdruck“, so der Coach. „Sein Programm wird kontinuierlich gesteigert. Er ist auf einem guten Weg.“

Gleiches gelte für Mehmet Can Aydin, der in den vergangenen Wochen aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht einsatzfähig war. Der deutsche U20-Nationalspieler sei dabei sogar noch einen Schritt weiter. Büskens: „Wir sehen bei beiden Jungs Licht am Ende des Tunnels.“

Verzichten müssen die Knappen gegen Heidenheim auf Marvin Pieringer (Jochbeinbruch), Dong-gyeong Lee (Mittelfußbruch) sowie auf Victor Pálsson. Bei dem Isländer ist am Dienstagabend (5.4.) ein Corona-Schnelltest positiv ausgefallen. Ein Fragezeichen steht noch hinter Thomas Ouwejan. Der Linksfuß hat einen Schlag auf die Wade bekommen. „Wir müssen von Tag zu Tag schauen, wie es bei ihm aussieht“, entgegnet der Coach auf die Frage, wie die Einsatzchancen des Niederländers stehen.

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